Rosenheim – 108 Spiele sind bislang im Rahmen des Hallenfußball-Sparkassenpokals in der Rosenheimer Gabor-Halle absolviert worden. Elf weitere kommen im Rahmen des großen Finalturniers am Freitagabend ab 18 Uhr hinzu – und erst am Ende des 119. Matches wird der Pokalgewinner des traditionsreichen und prestigeträchtigen Indoor-Kicks feststehen.
Die Endrundenteilnehmer sind altbewährt auf dem Parkett: Mit den Rosenheimer Clubs TSV 1860, Sportbund und Türk Spor sind drei Lokalmatadore am Start, dazu gesellen sich Pokalverteidiger TSV Kastl, der TuS Raubling und der SV Ostermünchen. Zwei Landesligisten, ein Bezirksliga-Vertreter, zwei Vereine aus der Kreisliga und eine Mannschaft aus der Kreisklasse bilden die „Großen Sechs“, die nicht nur um den Turniersieg, sondern auch um stattliche Geldpreise spielen. Bemerkenswert: Fünf Teams haben schon mal den Sparkassenpokal-Gesamtsieg errungen, lediglich Türk Spor Rosenheim ist hier noch „blank“.
Der Kreisklassist ist auch von der Spielklasse her der Außenseiter, allerdings kann die Mannschaft auf große Fan-Unterstützung bauen – zudem war Türk Spor schon im Vorjahr im Endturnier und weiß also, was da alles auf einen zukommt. Die großen Gejagten sind natürlich die beiden Landesliga-Vertreter. Der TSV Kastl ist auf Kurs Titelverteidigung, Rekordsieger TSV 1860 Rosenheim war die herausragende Truppe im bisherigen Turnierverlauf. Geht es nach der aktuellen Form, so sind die Sechziger der ganz große Favorit. Weil beide in unterschiedliche Untergruppen gelost wurden, kann es vielleicht erst im Finale zum Giganten-Duell kommen. Es wäre eine Neuauflage des Vorjahres-Endspiels. Damals konnte sich der TSV Kastl bei seiner Premieren-Teilnahme mit 3:2 gegen 1860 durchsetzen.
Und der Rest? Der hofft darauf, zu Stolpersteinen für die obersten Titelanwärter zu werden. Bezirksligist Sportbund Rosenheim sowie die beiden Kreisligisten SV Ostermünchen und TuS Raubling wollen sich zunächst mal fürs Halbfinale qualifizieren – und da ist in einem Spiel dann auch mal alles möglich! Weil auch diese Teams über einiges an Hallen- und Finalturnier-Erfahrung verfügen, kann man durchaus von einem der hochkarätigsten Endturniere der letzten Jahre sprechen.
Zum TSV Kastl gesellen sich in der Untergruppe Türk Spor Rosenheim und der TuS Raubling, zu 1860 Rosenheim kommen der Stadtrivale Sportbund sowie der SV Ostermünchen. Gleich drei der sechs Mannschaften sind im bisherigen Turnierverlauf noch ungeschlagen, einzig die Sechziger haben noch eine komplett weiße Weste. Die Mannen von der Jahnstraße haben in ihren acht Spielen übrigens satte 56 Treffer erzielt – macht einen Schnitt von sieben 1860-Toren pro Spiel. Mit jeweils sechs Gegentoren weisen die Sechziger und der Sportbund die beste Abwehr auf, wobei die beiden Rosenheimer Teams im Gegensatz zu den anderen Finalisten auch ein Spiel weniger bestritten haben.
Die Teams der Gruppe A
Türk Spor Rosenheim: Spielklasse: Kreisklasse. – Trainer: Yasin Temel. – Bilanz: Neun Spiele, sieben Siege, zwei Unentschieden, 28:9 Tore. – Beste Torschützen: Emircan Diker, Veysel Kilic (je fünf Tore), Ömer Türk (vier Treffer). – Spiele gegen Endrundenteilnehmer: TSV Kastl 3:2 (Zwischenrunde).
TuS Raubling: Spielklasse: Kreisliga. – Trainer: Hannes Jenewein. – Bilanz: Neun Spiele, fünf Siege, vier Unentschieden, 20:11 Tore. – Beste Torschützen: Dario Carmeci (vier Treffer), Michael Gruber, Sebastian Huber (je drei Tore). – Spiele gegen Endrundenteilnehmer: SB Rosenheim 1:1 (Zwischenrunde).
TSV Kastl: Spielklasse: Landesliga. – Trainer: Harald Mayer. – Bilanz: Neun Spiele, sieben Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage, 33:8 Tore. – Beste Torschützen: Marco Unterholzner (neun Treffer), Timo Oberreiter (sieben Tore). – Spiele gegen Endrundenteilnehmer: SV Ostermünchen 0:0 (Vorrunde), Türk Spor Rosenheim 2:3 (Zwischenrunde).
Die Teams der Gruppe B
SV Ostermünchen: Spielklasse: Kreisliga. – Trainer: Bernd Schiedermeier. – Bilanz: Neun Spiele, fünf Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen, 26:14 Tore. – Beste Torschützen: Luca Baumann (zehn Tore), Severin Haas (vier Treffer). – Spiele gegen Endrundenteilnehmer: TSV Kastl 0:0 (Vorrunde), 1860 Rosenheim 2:4 (Zwischenrunde).
TSV 1860 Rosenheim: Spielklasse: Landesliga. – Trainer: Wolfgang Schellenberg. – Bilanz: Acht Spiele, acht Siege, 56:6 Tore. Beste Torschützen: Liam Markulin (16 Tore), Noah Markulin (zwölf Treffer), Aini Merepeza (zehn Tore). – Spiele gegen Endrundenteilnehmer: SV Ostermünchen 4:2 (Zwischenrunde).
SB DJK Rosenheim: Spielklasse: Bezirksliga. – Trainer: Patrick Zimpfer. – Bilanz: Acht Spiele, fünf Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage, 19:6 Tore. Beste Torschützen: Nadir Huseynzade (zehn Treffer), Silvio Havic (drei Tore). Spiele gegen Endrundenteilnehmer: TuS Raubling 1:1 (Zwischenrunde).
So verläuft das Finale
Der Modus ist altbewährt: Die Mannschaften duellieren sich zunächst in zwei Dreiergruppen und ermitteln dort die Halbfinalisten. Bei Punktgleichheit entscheidet zunächst der direkte Vergleich und dann das Torverhältnis. Die Gruppendritten spielen um den fünften Rang im Turnier. In den Halbfinals werden überkreuz die beiden Endspielteilnehmer ermittelt. Wegen der Geldpreise werden alle Ränge ausgespielt. Die Trainer der beteiligten Vereine und eine Jury wählen zudem den besten Spieler und den besten Torhüter des Finalturniers.
Der Zeitplan
Gruppe A: Türk Spor Rosenheim, TuS Raubling, TSV Kastl.
Gruppe B: SV Ostermünchen, TSV 1860 Rosenheim, SB DJK Rosenheim.
Gruppenspiele: 18 Uhr: Türk Spor Rosenheim – TuS Raubling, 18.18 Uhr: SV Ostermünchen – TSV 1860 Rosenheim, 18.36 Uhr: TSV Kastl – Türk Spor Rosenheim, 18.54 Uhr: SB DJK Rosenheim – SV Ostermünchen, 19.12 Uhr: TuS Raubling – TSV Kastl, 19.30 Uhr: TSV 1860 Rosenheim – SB DJK Rosenheim.
Spiel um Platz fünf: 19.48 Uhr: Dritter Gruppe A – Dritter Gruppe B.
Halbfinale: 20.06 Uhr: Erster Gruppe A – Zweiter Gruppe B, 20.24 Uhr: Erster Gruppe B – Zweiter Gruppe A.
Spiel um Platz drei: 20.42 Uhr: Verlierer Halbfinale 1 – Verlierer Halbfinale 2.
Endspiel: 21 Uhr: Sieger Halbfinale 1 – Sieger Halbfinale 2.