Rosenheim – Die Saison in der zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga (DEL2) hat für die Starbulls Rosenheim mit herausragenden Spielen begonnen, auch das Jahr 2026 startet für die Eishockeyspieler von der Mangfall mit Highlight-Partien: Am heutigen Freitagabend erwarten die Rosenheimer den niederbayerischen Erzrivalen EV Landshut zum Derby, das erste Anspiel ist um 19.30 Uhr. Und am Sonntag ab 17 Uhr treten die Starbulls dann bei der Düsseldorfer EG an, mit der ja eine seit Jahren währende Fan-Freundschaft besteht.
Die Ausgangslage: Die beiden Begegnungen sind das Ende des Spiele-Marathons in der DEL2. Seit dem 19. Dezember bestreiten die Starbulls und ihre Liga-Konkurrenten acht Spiele in 17 Tagen. „Das ist anstrengend“, erklärte StarbullsCoach Jari Pasanen nach dem Spiel am Dienstag gegen Regensburg. „Unsere Ärzte wundern sich oft, wie die Spieler dann doch spielen“, so der Rosenheimer Trainer, der deshalb auch sagt: „Es ist nicht unmenschlich, aber es ist hart.“ Nach der Partie gegen Regensburg hatten die Starbulls-Akteure an Silvester frei, ehe an Neujahr ein leichtes Training auf dem Plan stand.
Die Vorgeschichte: Gegen Landshut und Düsseldorf stehen die Starbulls in dieser Saison mit einer positiven Bilanz da. Gegen die Niederbayern holte man bislang fünf von sechs Zählern, gegen die Rheinländer gab es vier von sechs Punkten. Gerade die beiden Derby-Siege gegen den EVL waren Balsam für die Rosenheimer Fan-Seele. In Düsseldorf siegten die Starbulls beim ersten Auftritt mit 6:1 und spielten den Partycrasher beim DEG-Jubiläum. Man kann also davon ausgehen, dass beide Gegner mit Wut im Bauch in die Spiele gehen werden.
Die Gegner: Was Landshut und Düsseldorf verbindet und von den Starbulls unterscheidet, ist, dass bei den Rosenheimer Kontrahenten jeweils drei Kontingentstürmer in der Scorerliste ganz vorne stehen. In der Tabelle liegen die Niederbayern und die Mannen vom Rhein allerdings zurück. Landshut ist als Vierter nur einen Rang hinter den Starbulls. Die bisherigen Spiele waren brutal eng: Das erste Duell gewannen die Rosenheimer in der Verlängerung, beim Auftritt in Landshut siegten sie nach 2:3-Rückstand noch mit 4:3. „Das wird auch diesmal wieder ein Kampfspiel“, prophezeit Pasanen, „es wird darauf ankommen, wer weniger Fehler macht“. Was noch entscheidend sein wird: „Es ist immer die Tagesform. Das Scheibenglück gehört dazu, wie wir uns vor dem Tor verhalten und auch die Strafzeiten werden eine Rolle spielen.“
Es würde ein emotionales Spiel werden, „und es ist wichtig, diese zu kontrollieren“, so der Rosenheimer Coach. Düsseldorf hat den Absturz mittlerweile aufgefangen. Mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen ist die DEG zumindest wieder auf den zehnten Rang vorgerückt. „Sie agieren in der Defensivzone besser“, weiß Pasanen. Der neue Trainer Harry Lange hat seine Handschrift bereits hinterlassen.
Die Starbulls-DNA: Bei Düsseldorf ist kein einziger Ex-Rosenheimer aktiv, Landshut kommt mit Yannick Wenzel, der beim zweiten Duell gegen die Starbulls traf. Und natürlich mit Dylan Plouffe, der im ersten Derby der Saison noch zwei Torvorlagen für Rosenheim beisteuerte.
Die Statistik: Wird in den beiden Spielen geballert? Die drei Teams gehören zu den Mannschaften, die sehr oft aufs Tor schießen. Rosenheim ist hier Zweiter in der DEL2, Landshut Dritter und Düsseldorf Fünfter.
Die Personalien: Die Starbulls-Aufstellung wird von zwei Stürmern bestimmt. Lewis Zerter-Gossage und Ville Järveläinen sind angeschlagen, der Deutsch-Finne konnte schon gegen Regensburg nicht mitwirken. „Er hat eine Blockade in der Muskulatur. Hoffnung ist immer da, die Chancen stehen 50:50“, meinte Pasanen zuletzt auf die Frage, ob Järveläinen gegen Landshut in der Aufstellung steht. Davon hängt auch die Torwartfrage ab: Fallen beide Stürmer aus, so werden die Starbulls wohl mit vier Kontingentspielern im Feld antreten. „Wir wollen so viel wie möglich mit vier Reihen durchradeln“, hatte Pasanen erst kürzlich gesagt. Der Spiele-Marathon halt…