Kolbermoor – In der Premierensaison war nach dem Qualifikationsturnier – dieses fand in den ersten Jahren jeweils am Saisonanfang statt, während das Final Four Anfang Januar über die Bühne ging – schon Endstation. Als Spielverderber sollte sich damals der TV Busenbach herausstellen, dem man mit 2:3 unterlag. Da half es dann auch nichts mehr, dass man den TTV Hövelhof mit 3:0 von der Platte fegte.
Auch in der nächsten Spielzeit reichte es noch nicht für das Endrundenturnier. Die Mangfallstädterinnen fanden sich neben dem TTV Hövelhof mit dem TTC Berlin eastside in einer Gruppe. Letzterer sollte in den nächsten Jahren sowohl in der Meisterschaft wie auch im Pokal zum Dauerrivalen werden. Und hier waren es die Bundeshauptstädterinnen, die einen 3:0-Sieg einfuhren. Kristin Lang – vor ihrer Hochzeit Silbereisen – spielte damals für Berlin und schlug Sabine Winter, die heute zur europäischen Spitzenklasse zählt, mit 3:1 Sätzen.
Im dritten Anlauf, in der Saison 2015/16, war es dann aber so weit. Kolbermoor überstand die Qualifikation durch zwei 3:0-Erfolge gegen den TV Busenbach sowie den TSV Schwabhausen verlustpunktfrei. Mit dabei war nun auch Kristin Lang, die inzwischen nach Kolbermoor gewechselt war und mit Sabine Winter ein Top-Duo bildete. In der Endrunde musste sich das heimische Team dem TTC Berlin eastside im Halbfinale mit 2:3 beugen. Die Niederlage war dabei besonders bitter, weil man mit 2:0 führte und Wenling Tan-Monfardini den Entscheidungssatz gegen Georgina Puta mit 9:11 verlor.
Mit dem 3:1-Erfolg gegen die Leutzscher Füchse sowie dem 3:0-Sieg gegen den TSV Schwabhausen ebneten sich Kolbermoors Damen in der Saison 2016/17 den Weg von der Qualifikation zum Final Four. Hauptsächlich verantwortlich dafür waren Sabine Winter und Kristin Lang, die ungeschlagen blieben. Wie im Jahr zuvor traf man im Halbfinale einmal mehr auf das Berliner Team und unterlag mit 0:3.
Etwas unglücklich kam die Nicht-Qualifikation in der Saison 2017/18 zustande. Kolbermoors Damen landeten nach der 2:3-Niederlage auf Rang zwei hinter dem TSV Langstadt. Für den positiven Lichtblick sorgte damals Kristin Lang.
In der Saison 2018/19 durften Kolbermoors Damen erstmals jubeln. Mit Sabine Winter, Kristin Lang, Svetlana Ganina und Jia Liu stand eine mehr als konkurrenzfähige Mannschaft zur Verfügung. Dieses Quartett fegte dann auch den ESV Weil sowie den TSV Langstadt jeweils mit 3:0 von der Platte. Im Final Four ließ man im Halbfinale der TTG Bingen/Münster beim 3:1-Sieg keine Chance und traf im Endspiel auf den TTC Berlin. Kolbermoor bezwang dabei die Hauptstädterinnen erstmals bei Pokalmeisterschaften und sicherte sich nach dem 3:1-Erfolg auch zum ersten Mal den Pott. Sabine Winter, die im Halbfinale ihr Einzel verlor, musste auch im Endspiel ihrer Gegnerin gratulieren – diesen Umstand konnte sie sicherlich verschmerzen.
Wer Berlin ärgert, bekommt dies mit Sicherheit bei nächster Gelegenheit zurück. In der Spielzeit 2019/20 war dies bereits so weit: Kolbermoor setzte sich in der Qualifikation souverän mit zwei 3:0-Siegen gegen den ESV Weil/Rhein und den TSV Schwabhausen durch. Aber nach dem 3:1-Erfolg über den TSV Langstadt im Halbfinale kassierte man im Endspiel eine 0:3-Niederlage gegen den TTC Berlin eastside. Den besten Eindruck hinterließ damals Kristin Lang, die das Auftaktmatch gegen Fu Yu erst im Entscheidungssatz verlor.
Recht aufregend verlief für Kolbermoors Damen die Pokalsaison 2020/21. Fu Yu wechselte inzwischen an die Mangfall und war in der Qualifikation bereits mit von der Partie, die mit jeweils 3:0 gegen Hannover 96 sowie gegen den SV Böblingen ein erfolgreiches Ende fand. Das Halbfinale gegen den TSV Schwabhausen war nichts für schwache Nerven. Nach einem 0:2-Rückstand gelang zunächst der Ausgleich und das Doppel Lang/Wan sicherte mit seinem Sieg den Sprung in das Endspiel. Wie nicht anders zu erwarten war, hieß der Endspielgegner TTC Berlin eastside. Letztlich verlor man knapp mit 2:3, wobei Fu Yu beide Zähler für Kolbermoor verbuchte.
Eine Neuerung erlebte das Pokalturnier in der Saison 2021/22: Erstmals wurden sowohl die Qualifikation als auch die Endrunde an einem Wochenende ausgetragen. Kolbermoors Damen lieferten eine perfekte Vorstellung ab. Zwei 3:0-Siegen in der Qualifikation sollte das gleiche Ergebnis im Halbfinale gegen den SV Böblingen folgen. Im Endspiel trafen die Oberbayerinnen auf den TSV Langstadt, der sich überraschend im zweiten Halbfinale mit 3:2 gegen Berlin durchgesetzt hatte. Die Hessinnen hatten aber hier ihr Pulver verschossen, sodass dem SV-DJK Kolbermoor ein 3:0-Finalerfolg und zum zweiten Mal der Pokalgewinn gelangen.
In der Spielzeit 2022/23 schied man als Titelverteidiger frühzeitig in der Qualifikation aus. Beste Spielerin war hier einmal mehr Kristin Lang.
Sehr viel besser lief es in der Saison 2023/24: Nach den beiden Siegen in der Qualifikation schlug man in der Endrunde im Halbfinale den TSV Langstadt mit 3:1, wobei Hana Arapovic zwei Siege beisteuerte. Im Endspiel unterlag man dem Dauerrivalen Berlin mit 0:3.
Das gleiche Szenario erlebten Kolbermoors Damen in der Saison 2024/25. Die Qualifikationsgruppe wurde souverän überstanden. In der Endrunde schlug man den TSV Langstadt mit 3:1, wobei hier erstmals Annett Kaufmann mit von der Partie war und zwei Punkte zum Sieg beitrug. Letztlich musste man einmal mehr dem TTC Berlin eastside nach der 0:3-Niederlage im Endspiel gratulieren.