In den letzten Jahren stand Steffi Felbermeier mit dem SC Fürstenfeldbruck öfters in der Qualifikation.
Anna Hursey, U19-Doppel-Weltmeisterin mit Mia Griesel, will mit Weil für eine Überraschung sorgen.Foto Gerhard Erlich
Kolbermoor – „Das große Spiel wird gleich beginnen“, sang einst Schlagersänger Freddy Quinn. Bezogen auf das kommende Wochenende sind es deren 15 große Spiele, die beim Final-Four um den deutschen Tischtennis-Pokal der Damen in der B2X-Arena in Kolbermoor über die Bühne gehen. Die zwölf Teams streben ihrem ersten Einsatz am Samstag entgegen. Während es in den Gruppen A bis C jeweils ein Bundesliga-Duell geben wird, hat der SV-DJK Kolbermoor bei der Auslosung Glück gehabt: Mit dem TTC Langweid II sowie dem TTF Rastatt aus der 2. beziehungsweise 3. Bundesliga hat es das Los sehr gut mit den Mangfallstädterinnen gemeint.
Gruppe A
TSV Dachau 65 (1. Bundesliga): Die Mannschaft um ihre Spitzenspielerin Sabine Winter entstammt aus dem vormaligen Klub TSV Schwabhausen. Das Gründungsmitglied des Pokalwettbewerbs war bislang in jedem Jahr vertreten, schaffte es aber bisher erst drei Mal in das Halbfinale. Heuer wird wieder ein ambitioniertes Team erwartet, das durchaus in der Lage ist, das Finale zu erreichen.
TTC Weinheim (1. Bundesliga): Beim aktuellen deutschen Mannschaftsmeister läuft es derzeit noch nicht nach Wunsch. Die großen Hoffnungen ruhen daher auf das Final-Four. Dass man in der Lage ist, mitzuhalten, hat man im Vorjahr bewiesen, als man immerhin das Halbfinale erreichte. Mit der Spitzenspielerin Yuan Wan hat man eine Akteurin im Kader, die aus Kolbermoorer Zeiten noch gut bekannt ist.
SV Friedrichsgabe (3. Bundesliga Nord): Das Quartett aus Schleswig-Holstein, das erstmals am Final-Four-Turnier teilnimmt, wurde in der Saison 2022/23 Meister der Regionalliga Nord. Nach dem Aufstieg in die 3. Bundesliga belegte die Mannschaft in der Saison 2023/24 den sechsten Platz und konnte sich ein Jahr später sogar auf den fünften Platz vorarbeiten. Stärkste Spielerin ist Marie-Sophie Wiegand.
Gruppe B
TSV Langstadt (1. Bundesliga): Das Team aus Hessen ist seit der Saison 2016/17 durchwegs am Final-Four beteiligt. In der Saison 2021/22 sowie 2022/23 stand man im Finale, musste sich aber dem SV-DJK Kolbermoor sowie dem TTC Berlin jeweils mit 0:3 geschlagen geben. Das bekannteste Gesicht ist die ehemalige Kolbermoorerin Chantal Mantz.
TTG Bingen/Münster-Sarmsheim (1. Bundesliga): In den Anfangsjahren des Pokalwettbewerbs zeigte Bingen groß auf. Dreimal stand man dabei im Endspiel, musste sich jeweils aber dem TTC Berlin beugen. Danach wurde es um die Mannschaft, die heuer zum 13. Mal dabei ist, etwas ruhiger. Das Team um Elena Kuzmina ist aber ein Kandidat, das die Aufgaben in der Vorrunde lösen kann.
SU Neckarsulm (3. Bundesliga Süd): Bei den Damen aus Baden-Württemberg stehen zwei Endrundenteilnahmen auf der Agenda. In der Saison 2021/22 scheiterte die Mannschaft um ihre Kapitänin Kathrin Hessenthaler in der Qualifikation. Gleiches galt für die Saison 2024/25. Der Tabellenzweite verdankt seinen derzeitigen zweiten Platz vor allem Wenna Tu.
Gruppe C
TTC Berlin (1. Bundesliga): Der Abonnementmeister aus der Bundeshauptstadt ist sicherlich der große Favorit schlechthin. Bei bislang zwölf Teilnahmen holte man zehn Mal den Pokal. Nur in der Saison 2021/22 scheiterte man im Halbfinale und in der Saison 2018/19 musste man dem SV-DJK Kolbermoor im Finale den Vortritt lassen. Gespannt darf man heuer auf den Auftritt von Mia Griesel sein.
ESV Weil/Rhein (1. Bundesliga): Sieben Mal gaben die Damen aus dem Dreiländereck Schweiz/Frankreich/ Deutschland schon ihre Visitenkarte beim Final-Four ab. Bis auf die Saison 2020/21, als man erst im Halbfinale ausschied, war zumeist die Qualifikation Endstation. Mit Spitzenspielerin Anna Hursey will man heuer für eine Überraschung zu sorgen.
SC Fürstenfeldbruck (2. Bundesliga): Die Mannschaft, die sich bereits vier Mal für das Final-Four qualifizieren konnte, spielt in der Meisterschaft eine gute Rolle. Seit der Spielzeit 2022/23 fand sich das Team immer im Vorderfeld der 2. Bundesliga. Einzig bei der Endrunde lief es bislang noch nicht nach Plan. In den letzten vier Jahren schied man jeweils in der Qualifikation aus.
Gruppe D
SV-DJK Kolbermoor (1. Bundesliga): Vor eigenem Publikum den Pokal in die Höhe zu stemmen, das wäre der Wunschtraum von Kolbermoors Damen. In den Saisonen 2018/19 und 2021/22 hat man den Titel schon errungen. Die Mannschaft um Spitzenspielerin Annett Kaufmann ist sehr gut und breit aufgestellt, sodass man große Hoffnungen darauf setzen kann, um den Titel mitzuspielen.
TTC Langweid (2. Bundesliga): In der Saison 2015/16 sowie in der Spielzeit 2017/18 kam die Mannschaft um Melanie Merk bereits in den Genuss, am Final-Four teilnehmen zu können. Der Erfolg blieb aber aus, war doch jeweils nach der Qualifikation Endstation. Das Team hat sich viel vorgenommen und mit Ting Yang auch eine der besten Spielerinnen im Kader.
TTF Rastatt (3. Bundesliga Süd): Für das Team aus Baden-Württemberg bedeutet die Teilnahme am Final-Four eine Premiere. Derzeit ist die Mannschaft in der Meisterschaft nur zwei Punkte vom zweiten Rang entfernt. Zu Beginn der Saison konnte man die ehemalige deutsche Jugendmeisterin Jennie Wolf verpflichten. Star der Mannschaft ist aber die 27-jährige Ukrainerin Kaeryna Kiziuk.