Spannendes Finale, 1860 holt sich den Pokal

von Redaktion

Hallenfußball-Sparkassenpokal hat den Favoriten als Sieger – Ostermünchen überrascht, Kastl früh raus

Rosenheim – Der Sparkassenpokal im Hallenfußball hat einen neuen Sieger. Titelverteidiger TSV Kastl ist beim Endturnier in der Rosenheimer Gabor-Halle bereits in den Gruppenspielen eliminiert worden. Die Nachfolge hat der Rekord-Pokalsieger angetreten. Der TSV 1860 Rosenheim gewann das Endspiel gegen den SV Ostermünchen knapp mit 2:1. Mehr als 1000 Zuschauer in der Finalrunde haben wieder einmal für eine herausragende Kulisse gesorgt und gezeigt, dass der Sparkassenpokal weiterhin das herausragende Ereignis in der Region rund um den Jahreswechsel ist.

Über den gesamten Turnierverlauf waren die Sechziger der verdiente Sieger. Der Landesligist musste allerdings feststellen, dass es im Endturnier auch Gegner gibt, die sich verstärkt wehren – und das war ganz speziell der SV Ostermünchen. Der Kreisligist hatte schon in der Zwischenrunde beim 2:4 ganz gut ausgesehen und war das einzige Team, das den Rosenheimern zwei Tore einschenkte. Und in den Gruppenspielen des Finals trotzte der SVO dem großen Favoriten sogar ein 1:1 ab. Vor dem Endspiel war also Spannung vorhanden, wobei Liam Markulin und Auron Hetemi mit ihren Treffern schon für ein bisschen Klarheit gesorgt hatten. In der vorletzten Minute kam Ostermünchen aber noch einmal heran – und dann wurde es hektisch: Der SVO forderte bei einem Handspiel einen Schiri-Pfiff, die Sechziger sahen ein Foulspiel. In letzter Konsequenz pfefferte SVO-Coach Bernd Schiedermeier nach der Schlusssirene seine Trinkflasche auf den Boden und Rosenheims Liam Markulin kassierte nach einem Disput mit dem Referee die rote Karte – der Siegesjubel war also versaut!

Auch im Halbfinale hatten es die Sechziger gar nicht so einfach. Liam Markulins Führung glich Fabian Jäger mit dem Tor des Turniers aus, als er von weit in der eigenen Hälfte hoch über den mitspielenden Keeper Jaro Gleißenberger traf. Dann war es Noah Markulin, der den Favoriten in Führung schoss, in der Schlussphase erhöhten die Sechziger mit zwei weiteren Toren auf 4:1.

Das zweite Halbfinale war ein Spiel zum Zungeschnalzen, nämlich spannend bis dramatisch – und bis zum Schluss völlig offen. Ostermünchen war durch Severin Haas und Daniel Kobl zweimal in Führung gegangen, Türk Spor Rosenheim glich durch Emircan Diker und Veysel Kilic jeweils wieder aus. Dann gab‘s Zeitstrafen für beide Teams und Luca Baumann schoss den SVO trocken ins Finale.

Dem Titelverteidiger wurden bereits in der Gruppenphase die Flügel gestutzt. Bereits im ersten Spiel gegen Kreisklassist Türk Spor musste Kastl Federn lassen und ging mit einem 2:2-Remis raus. Das endgültige Aus kam dann mit der 0:2-Niederlage gegen den TuS Raubling. Den Gruppensieg hatte sich Türk Spor gesichert, das die Inntaler zuvor schon mit 3:1 bezwungen hatte. Bemerkenswert bei den Rosenheimern: Zweimal kassierte deren Torhüter eine Zeitstrafe, zweimal ging der zuvor schon fein aufspielende Ömer Türk in den Kasten. Gegen Kastl blieb er dann noch länger drin und Türk Spor schaffte mit dem Feldspieler im Tor sogar zwei Treffer.

Nachdem sich in der Gruppe B mit dem Remis von 1860 Rosenheim gegen Ostermünchen bereits die erste Überraschung ergeben hat, machte der SVO mit dem 1:0-Erfolg über den SB Rosenheim den Halbfinaleinzug klar. Wieder war es Luca Baumann, der in der Schlussminute für den entscheidenden Treffer sorgte. Das brachte den SBR im Rosenheimer Stadtderby gegen die Sechziger unter Zugzwang.Am Ende siegte der Landesligist dann deutlich mit 5:1.

Der Titelverteidiger bestritt dann gegen den Bezirksligisten Sportbund die Partie um den fünften Rang und sicherte sich diesen mit einem 2:1-Erfolg. Den dritten Platz holte sich der TuS Raubling durch einen 3:2-Sieg über Türk Spor. Die Inntaler verkauften sich in diesem Endturnier wacker und machten jedem Gegner das Leben schwer. Dass man es bis ins Halbfinale schaffte, war der verdiente Lohn.

Zum besten Spieler wählte eine Jury aus den Trainern und Offiziellen erneut Fatih Eminoglu von Türk Spor Rosenheim, als bester Torhüter wurde Sebastian Amann vom SV Ostermünchen ausgezeichnet.

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