„Das war unterste Schublade“

von Redaktion

Starbulls Rosenheim gewinnen 2:1 in Düsseldorf und festigen dritten Tabellenplatz in der DEL2

Düsseldorf – Das neue Jahr beginnt mit einem Sechs-Punkte-Wochenende für die Starbulls! Die Rosenheimer DEL2-Eishockeyspieler besiegten die Düsseldorfer EG mit 2:1 und festigten ihren dritten Tabellenplatz, nun mit elf Punkten Vorsprung auf den Verfolger EV Landshut.

Der Spielfilm: Die ersten Minuten der Partie waren von intensiven Zweikämpfen geprägt. In der sechsten Spielminute gelang den Starbulls der erste Treffer: Maximilian Vollmayer setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Puck vor das Düsseldorfer Tor. Moritz Kukuk konnte den Puck nicht kontrollieren und Ville Järveläinen nutzte die Chance zum 1:0.

Die Düsseldorfer kamen danach in Überzahl und drückten auf den Ausgleich. Doch Christopher Kolarz parierte mehrfach, unterstützt von einer stabilen Defensivarbeit der Starbulls. Besonders Dominik Tiffels steuerte mit vier Schussblocks im ersten Drittel einen großen Beitrag zur 1:0-Führung zur ersten Pause bei.

Der zweite Abschnitt begann holprig. In der 28. Minute gelang den Düsseldorfern der Ausgleich: Ture Linden tauchte völlig frei vor Kolarz auf und bezwang den Rosenheimer Goalie im langen Eck. Kurz darauf hatte Linden die Möglichkeit, die DEG sogar in Führung zu bringen, doch sein Schuss ging am Tor vorbei. Die Starbulls ließen sich nicht lange beirren und schlugen noch vor Ende des zweiten Drittels zurück: Yushiro Hirano verlor den Puck im Starbulls-Drittel an Shane Hanna, der den Konter einleitete. Jordan Taupert nahm das Zuspiel auf und spielte auf den mitgelaufenen Hanna in der Mitte ab, der zum 2:1 für die Gäste traf. In der Folge nahm das Spiel aber auch unschöne Züge an: Hirano trat Teemu Pulkkinen mit dem Schlittschuh in die Wade, woraufhin er mit einer fünfminütigen Strafe und einer Spieldauerstrafe wegen Tretens vom Eis musste. Pasanen reagierte verärgert: „Für so eine Unsportlichkeit habe ich kein Verständnis“, sagte der Coach der Starbulls. „Schlittschuhkick – das ist unterste Schublade.“

Das fünfminütige Powerplay, das sich aus dieser Aktion ergab, brachte den Grün-Weißen jedoch keinen Vorteil. Auch als Luca Tosto einen gefährlichen Konter startete, rettete Kolarz mit seinem Schläger, konnte den Schuss aber nicht verhindern. Dass Tosto nicht ins verwaiste Rosenheimer Tor traf, war Hanna zu verdanken, der herbeieilte und den Puck stoppte. In den letzten Minuten des Spiels schnürte Düsseldorf die Starbulls in ihrer eigenen Zone ein. Doch Kolarz zeigte auch hier seine Klasse und hielt den knappen Vorsprung.

Die Schlüsselszene: Der entscheidende Moment der Partie fiel 30 Sekunden vor dem Ende. Als Erik Brown Linden im leeren Tor anspielte, war es Kolarz, der sich blitzschnell in den Schuss warf und so den Ausgleich verhinderte. „Christopher Kolarz hat wieder ein hervorragendes Spiel gemacht und uns am Ende gerettet“, lobte Pasanen seinen Goalie.

Der Spieler des Spiels: Dominik Tiffels zeigte erneut seine Wichtigkeit für die stärkste Defensive der Liga. Der Verteidiger blockte insgesamt sechs Schüsse der Düsseldorfer und trug entscheidend dazu bei, dass seine Mannschaft den knappen Vorsprung ins Ziel brachte.

Zum Lachen: Mit diesem Sieg bleiben die Starbulls weiterhin ungeschlagen in Düsseldorf und sichern sich die sechs Punkte. Zudem haben sie nun elf Punkte Vorsprung auf den Verfolger EV Landshut. Nur zwei Zähler trennen sie von den zweitplatzierten Kassel Huskies, und auf Tabellenführer Krefeld fehlen lediglich fünf Punkte.

Zum Weinen: Das Powerplay der Rosenheimer ließ erneut zu Wünschen übrig. Besonders das fünfminütige Überzahlspiel zu Beginn des letzten Drittels zeigte große Schwächen. Es schien fast so, als hätte die DEG einen Mann mehr auf dem Eis. Das geht besser, Starbulls!

Das war los mit: Im Vorfeld war nicht sicher, ob Ville Järveläinen zum Einsatz kommen würde. Den Angreifer plagten in den letzten Spielen bereits Rückenprobleme und musste deshalb zwei Spiele aussetzten. Der Deutsch-Finne reiste bereits einen Tag vor der restlichen Mannschaft nach Düsseldorf und das hat sich gelohnt. Der 32-Jährige war spielfähig und traf gleich im ersten Drittel zur Führung für sie Starbulls.

Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Wir wussten, dass wir heute nicht so viel Energie haben. Das erste Tor war extrem wichtig, weil wir uns danach hinten reinstellen und auf Konter lauern konnten.“

Harry Lange, Düsseldorfer EG: „Es tut richtig weh. Mit nur einem Tor kann man schwer Spiele gewinnen. Wir wussten, dass es gegen Rosenheim schwer wird, aber ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen, was Einsatz und Moral angeht.“

Die Spielstatistik: Düsseldorfer EG – Starbulls Rosenheim 1:2 (0:1, 1:1, 0:0). Starbulls: Kolarz (Müller) – Hanna, Tiffels; Adam, Vollmayer; Van der Linde, Keussen; Bosecker – Zwickl, Stretch, Järveläinen; Feser, Sarault, Pulkkinen; Dietz, Calce, Taupert; Beck, Kolb, Musin.

Tore: 0:1 (6.) Järveläinen/Vollmayer, 1:1 (9.) Linden/Geitner, Faber, 1:2 (17.) Hanna/Taupert.

Schiedsrichter: Gawlik/Lehmann; Strafminuten: Düsseldorf 27, Rosenheim 4. Zuschauer: 7977.

Das nächste Spiel: Am Freitag kommt das DEL2-Schlusslicht ESV Kaufbeueren an die Mangfall. Los gehts um 19.30 Uhr im Rofa-Stadion.

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