„Alles ist möglich“

von Redaktion

Interview Teemu Pulkkinen über die DEL2 und Derbys gegen Landshut

Rosenheim – Für Starbulls-Stürmer Teemu Pulkkinen ist im DEL2-Derby zu Hause gegen den EV Landshut so ziemlich alles dabei gewesen. Der Ex-NHL-Stürmer feierte seinen 34. Geburtstag, bekam einen Puck ins Gesicht und schoss danach auch noch das 3:0 für die Rosenheimer Eishockeyspieler. Die OVB-Sportredaktion hat den Finnen nach dem Heimspiel exklusiv auf dem Eis gesprochen.

Haben Sie in den Monaten, in denen Sie jetzt für Rosenheim spielen, schon gemerkt, wie wichtig dieses Spiel für die Fans ist?

Ja, das habe ich kapiert. Jeder spricht über diese Spiele. Ich hatte das Glück, davor schon eines in Landshut zu spielen, und es war das gleiche Gefühl. Es ist einfach superschön, solche Spiele zu haben, wenn es extrem laut ist und die Fans voll dabei sind.

Sie haben heute auch ein Tor erzielt. Fühlt es sich besonders an, in so einem Spiel zu treffen?

Ja, natürlich. Man will immer treffen, aber im eigenen Stadion gegen Landshut, in einem Derby – da ist es natürlich besonders schön. Aber ich nehme jedes Tor gegen jeden Gegner, also muss ich weiterhin auf das Tor schießen.

Die Starbulls stehen jetzt auf dem dritten Tabellenplatz. Wie weit kann es für das Team dieses Jahr noch gehen?

Nun ja, es ist eine lange Saison. Wir haben jetzt Januar, es stehen also noch zahlreiche Spiele an. Wir wollen einfach ruhig bleiben, von Tag zu Tag denken und nicht zu weit vorausblicken. Jetzt haben wir dieses Spiel gewonnen. Als Nächstes konzentrieren wir uns auf das Spiel am Sonntag gegen Düsseldorf und dann sehen wir weiter. Aber wie zuvor erwähnt: Alles ist möglich. Wir haben ein gutes Team, gehen es aber Schritt für Schritt an.

Das Team hat gerade eine sehr intensive Phase mit vielen Spielen hinter sich. Was war der Hauptfaktor, um so fit zu bleiben?

Nach dem Spiel in Düsseldorf haben wir jetzt zwei Tage frei. Diese zwei Tage werden wir dringend brauchen. Die Jungs werden langsam müde, es war ein straffes Programm.

Sie haben im Derby einen Puck ins Gesicht bekommen?

Ja, ich hatte Glück, dass der Puck mein Visier getroffen hat. Wenn er mich direkt im Gesicht getroffen hätte, wäre das übel ausgegangen. Aber es ist alles okay. Nur das Visier ist kaputtgegangen.

Wenn man sich die Liga als Ganzes ansieht: Sie haben schon in vielen Ligen auf der ganzen Welt gespielt. Wie würden Sie diese Liga im Vergleich zu anderen einschätzen?

Es ist eine wirklich gute Liga. Bisher spielt jedes Team eine gute Defensive. Mir ist aufgefallen, dass es keine einfachen Abende gibt. Es gibt keine geschenkten Punkte und keine einfachen Tore. Man muss um jedes Tor kämpfen. Genau wie wir, spielt auch jedes andere Team eine starke Abwehr. Es ist eine gute Liga, ich bin froh, hier zu sein. Jetzt beginnt mit den nächsten Monaten die beste Zeit der Saison, bevor es im Frühjahr in die Play-offs geht.

Wie hat es Ihnen gefallen, mit C.J. Stretch, einem weiteren erfahrenen Spieler, und Sebastian Zwickl, einem sehr jungen Spieler, auf dem Eis zu stehen?

Es war gut, ein guter Abend. Wir wussten, dass es eine Abwehrschlacht werden würde. Wir haben hinten dichtgemacht und sie hatten nicht viele Chancen gegen uns. Wir selbst hatten ein paar Möglichkeiten und haben als Team drei Tore erzielt, damit sind wir zufrieden. Unsere Reihe hat defensiv einen guten Job gemacht.

Es gab Gerüchte, dass Sie Probleme mit Ihrer neuen Ausrüstung haben – speziell, weil Ihre Schläger regelmäßig brechen?

Ja, ich habe ein paar Schläger verbraucht. Aber ich glaube, nächste Woche bekomme ich neue, dann sollte das wieder passen. Marko Aleksic

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