Rosenheim – Das DEL2-Aufeinandertreffen zwischen der Düsseldorfer EG und den Starbulls Rosenheim am vergangenen Sonntag ist von einer unsportlichen Szene überschattet worden. Kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts kam es zu einem Blackout von Yushiroh Hirano. Der DEG-Angreifer attackierte seinen Gegenspieler Teemu Pulkkinen nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Tritt per Schlittschuh.
Jari Pasanen verurteilte
Aktion des DEG-Stürmers
Die Unparteiischen ahndeten das Vergehen umgehend mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe. Selbst auf dem Weg zur Strafbank war Hirano kaum zu bändigen; er blieb aufgebracht und lieferte sich weiterhin verbale Gefechte mit den Schiedsrichtern sowie Spielern der Starbulls.
Auf der Pressekonferenz verurteilte Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen die Aktion: „Ich habe kein Verständnis dafür, wenn jemand von hinten mit den Schlittschuhen gegen die Wade tritt. Egal, was vorher passiert ist. Das ist eine grobe Unsportlichkeit. Ein Schlittschuhkick ist unterste Schublade.“
Da die TV-Kameras den Vorfall dokumentierten, musste der japanische Torjäger mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Der Disziplinarausschuss der DEL2 hat den Spieler der Düsseldorfer EG letztlich mit einer Sperre von einem Spiel in Verbindung mit einer Geldstrafe belegt. Der Disziplinarausschuss ist der Ansicht, dass ein Verstoß gegen DEL-Regel 49 vorliegt: Der Körperkontakt erfolgte mit einem Spieler ohne Puckbesitz, Hirano nahm sorglos durch seine Aktion eine Verletzung des Gegners in Kauf und Pulkkinen war ahnungslos.
Düsseldorf reichte
Zusatzbericht ein
Wie nach Spielende bekannt wurde, soll der Attacke eine massive Provokation vorausgegangen sein. Die DEG gab an, dass Hirano unmittelbar vor seinem Ausraster rassistisch beleidigt wurde. Um diesen Vorfall untersuchen zu lassen, reichte der Club einen offiziellen Zusatzbericht beim Disziplinarausschuss der DEL2 ein.
Die Liga hat deshalb ein Ermittlungsverfahren gegen die Starbulls Rosenheim eingeleitet. Der Disziplinarausschuss muss nun die Vorwürfe einer rassistischen Beleidigung prüfen. Starbulls-Geschäftsführer Christoph Sandner wollte sich aufgrund des schwebenden Verfahrens nicht öffentlich zum Ermittlungsverfahren äußern.