Rosenheim – Blickt man auf die Punktzahl, dann hinkt C.J. Stretch in dieser Saison noch gewaltig hinterher. Der Kapitän der Starbulls Rosenheim kommt in der laufenden DEL2-Spielzeit bislang auf sechs Tore und 15 Vorlagen. Die Werte davor waren beim US-Amerikaner schon mal anders, da standen 51 beziehungsweise 59 Zähler nach der Hauptrunde zu Buche. Der 36-Jährige ist aber im Kommen, wie auch die Zahlen beweisen. Nach dem Heimsieg über Kaufbeuren sprach er mit der OVB-Sportredaktion über das Spiel, seinen Treffer und den Blick auf die Tabelle.
Was hat es gegen den Außenseiter so schwer gemacht?
Wir liegen in der Tabelle ein bisschen vor ihnen. Aber wissen Sie: Jeder kann jeden in dieser Liga schlagen. Sie haben viele gute Spieler. Und sie spielen um ihr Leben, sie versuchen, Punkte zu holen und aus den Play-downs herauszukommen. Manchmal ist es schwer, gegen diese Teams zu spielen, weil die nichts zu verlieren haben. In den ersten zehn Minuten hatten wir ein bisschen Mühe, dann haben wir zu unserem Spiel gefunden und es übernommen.
Wie ist dann der Sieg zu bewerten?
Jeder Punkt ist riesig für unser Team. Wir versuchen, unser Spiel aufzubauen und es in die Play-offs mitzunehmen. Die kommen bald, also müssen wir unser Spiel jetzt perfektionieren, damit es dann Vollgas geht.
Woher kommt die Mentalität der Starbulls, Spiele zu drehen oder noch einen höheren Gang einzulegen?
Wir haben in der Umkleidekabine nach dem ersten Drittel gesprochen und dann haben wir ein paar Dinge geändert. Wenn wir unser System 60 Minuten lang richtig spielen, dann sind wir schwer zu schlagen.
Sie haben seit Dezember Ihr viertes Tor erzielt. Wie wichtig ist das für Sie persönlich?
Wirklich immens! Jetzt war es so ein einfaches Tor. Manchmal sind diese einfachen, schmutzigen Tore riesig für das Selbstvertrauen. Ich habe zuletzt versucht, mehr zu schießen. Das war in den letzten paar Monaten nicht so oft der Fall. Zuletzt habe ich das wieder getan und bin dafür belohnt worden. Meine Sturmpartner haben mir auch geholfen. Das sind gute Spieler, wir haben alle gut zusammengearbeitet.
Sie haben verletzte Spieler, gerade im Sturm. Wie schwierig ist es dann, die neuen Formationen zu finden?
Manchmal ist es schwierig. Aber wir spielen ein System, wir haben eine Struktur und jeder weiß, was er zu tun hat. Wenn also ein Spieler aus der Aufstellung geht, dann kommt ein anderer Spieler herein und er weiß genau, was wir tun.
Schauen Sie im Moment auf die Tabelle?
Ich versuche es nicht.
Was ist für die Starbulls möglich?
Alles ist möglich! Wir sind ein gutes Team und nur der Himmel ist die Grenze! Wir machen einfach weiter und weiter und weiter – und werden dann sehen, wo wir stehen. Wenn wir unsere Top-Leistung bringen, dann sollten wir meiner Meinung nach in den oberen paar Plätzen sein. Wie schon gesagt: Wir bauen unser Spiel für die Play-offs auf. Und dort wollen wir unser bestes Hockey spielen.