Rosenheim – Kaum ist der Spielemarathon in der DEL2 vorbei, steht den Starbulls Rosenheim die nächste Englische Woche vor der Tür. Fünf Spiele in zehn Tagen müssen die Eishockeyspieler von der Mangfall absolvieren, den Auftakt macht das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars heute um 19.30 Uhr. Zwei Tage später geht es dann zu den Wölfen Freiburg, Spielbeginn ist um 18.30 Uhr.
Die Ausgangslage: Durch den Auswärtssieg in Weißwasser haben die Starbulls ihre durchschnittliche Punktausbeute pro Spiel auf exakt zwei Zähler gesteigert. Die Ergebnisse stimmen also – doch in den Leistungen sieht Trainer Jari Pasanen noch Luft nach oben. „Ich bin mit den Resultaten zufrieden, aber in der Art und Weise, wie wir spielen, müssen wir uns verbessern“, erklärt der Deutsch-Finne und fügt an: „Die taktische Disziplin ist gut. Aber es gibt viele Sachen, die wir noch besser machen können. Das sind Kleinigkeiten, die Zuschauer merken das vielleicht nicht so. Wir haben diese Woche gewisse Sachen trainiert und angesprochen und ich bin gespannt, wie das funktioniert.“
Die Vorgeschichte: Die Mannen aus der Puzzlestadt sind nicht gerade ein Lieblingsgegner der Rosenheimer. In dieser Saison teilten sich beide Teams die Punkte, jede Mannschaft gewann jeweils ihr Heimspiel – ein gutes Omen? Bei Freiburg ist es das gleiche Spiel. Beide Teams gewannen jeweils ihr Heimspiel, mit dem kleinen Unterschied, dass Freiburg erst in der Verlängerung das Siegtor schoss.
Die Gegner: Mit den Worten „Das ist ein guter Test“ stimmte Pasanen seine Spieler auf Ravensburg ein. Und das nicht ohne Grund: Die Towerstars sind zwar „nur“ Tabellensechster, in den letzten zehn Spielen holten sie allerdings 22 Punkte. Nur Rosenheim (23), Krefeld (24) und Kassel (24) holten in diesem Zeitraum mehr Zähler. „Wir haben zuletzt gegen Mannschaften gespielt, die nicht oben stehen. Ravensburg hat gut gespielt, wenige Gegentore und Strafzeiten bekommen. Für uns ist es ein guter Test gegen eine Top-Mannschaft“, erklärt Pasanen. Ein Vorausblick auf die Play-offs ist dieses Duell für den Rosenheimer Coach aber noch nicht. „Es ist noch zu viel zu spielen. Aber das Spiel zeigt uns, wo wir gerade stehen“, so Pasanen.
Sonntagsgegner Freiburg ist im Kopf des Deutsch-Finnen aktuell noch kein Thema, aber „ich respektiere die Mannschaft sehr, sie haben gute Spieler“. Dennoch belegen die Wölfe aktuell nur den vorletzten Platz. Kurz vor Weihnachten hatte Freiburg einen Lauf mit vier Siegen in Folge – es sah so aus, als hätte der neue Trainer Juraj Faith das Team wieder zum Leben erweckt. Seitdem gab es allerdings wieder fünf Niederlagen und nur zwei Siege.
Die Starbulls-DNA: Bei Ravensburg gibt es nur einen Spieler mit Starbulls-Vergangenheit: Thomas Reichel. Der Bruder von DEB-Star Lukas Reichel stammt aus dem Rosenheimer Nachwuchs und sammelte in dieser Spielzeit bisher zehn Punkte. Freiburg hat zwei Spieler im Kader, die in der vergangenen Saison noch Bullen waren: Travis Ewanyk kommt bisher auf 15 Zähler, Kilian Kühnhauser auf acht Punkte.
Die Statistik: Alle Augen auf Mark Rassell! Der Kanadier der Towerstars führt die Liga in Toren an, 27-mal trug sich Rassell bereits in die Torschützenliste ein. Gemeinsam mit Robbie Czarnik und Erik Karlsson bildet er die gefährlichste Sturmreihe der Liga.
Die Personalien: Das Lazarett der Starbulls lichtet sich langsam wieder. Die Stürmer Lukas Laub und Lewis Zerter-Gossage stehen schon wieder auf dem Eis, absolvieren hauptsächlich aber individuelle Einheiten. „Sie machen einen guten Eindruck, sie arbeiten auch abseits des Eises gut. Die Jungs machen sich selbst Druck, weil sie spielen wollen, aber es muss auch Sinn machen. Ich schätze, in 14 Tagen sind beide wieder voll da“, ordnet Pasanen ein. Verteidiger Joel Keussen wird am Wochenende erneut aussetzen, dafür wird Johannes Achatz sein Comeback geben. Die Förderlizenzspieler Sebastian Zwickl und Leon van der Linde sind ebenfalls wieder an Bord, sodass Pasanen auf vier Sturmreihen und sieben fitte Verteidiger zurückgreifen kann. Den Start im Tor wird erneut Christopher Kolarz bekommen. Welche Torhüter mit nach Freiburg fahren werden, ist allerdings noch offen.