Ruhpolding – Iva Moric kam aus dem Strahlen fast nicht mehr heraus: Die Sportlerin des WSV Bischofswiesen war nach ihrem Weltcup-Debüt in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena mit Rang 86 im Sprint vollauf begeistert. Moric, die in Bad Reichenhall das Licht der Welt erblickte, tritt bekanntlich seit dieser Saison für Kroatien an.
„Nach dem ersten Schuss musste ich fast lachen“, freute sie sich. Und die Freude hielt an: „Ich war vorher so nervös wie noch nie. Aber ein ganz großes Dankeschön, besonders an die deutschen Fans: Die haben mich super unterstützt, obwohl ich ja inzwischen für Kroatien laufe“, lobte sie die Zuschauer. Beim Liegendschießen blieb sie fehlerlos, „da habe ich wirklich gut aufgepasst“. Noch beeindruckender sei jedoch ihr zweites Schießen gewesen: Weil Moric mit der hohen Startnummer 92 lief, „war ich praktisch allein am Schießstand. Die Fans haben schon nach meinem ersten Treffer unglaublich gejubelt.“
Und es wurde noch besser: „Bei jedem Schuss wurde es lauter. Da dachte ich mir, ‚Ich lasse Euch noch mehr jubeln‘ – aber leider ging dann der letzte Schuss daneben. Da habe ich mich dann eine halbe Runde lang geärgert – und es dann wieder genossen.“ Denn: „Hier bei einem Weltcup laufen zu dürfen, war für mich ein Kindheitstraum – und der hat sich heute erfüllt.“
Auch beim kommenden Weltcup in Nove Mesto (Tschechien) wird die 21-Jährige mit von der Partie sein. Dann geht es wieder zurück in den IBU-Cup. „Zuvor werde ich aber noch bei den Biathlon-Europameisterschaften (28. Januar bis 1. Februar in Sjusjöen/Norwegen, d. Red.) antreten“, blickt sie voraus. Auch dort will sie wieder gute Leistungen bringen. Das Erlebnis von Ruhpolding dient dafür als perfekte Motivation…who