Kontrolliert und konzentriert

von Redaktion

Wasserburgs Zweitliga-Basketball-Damen mit starkem Auftritt und nur einer kurzen Schwächephase

Wasserburg – Einen hart erkämpften 74:60-Heimsieg haben die Zweitliga-Basketball-Damen vom TSV 1880 Wasserburg gegen die USC BasCats Heidelberg errungen. Vor stimmungsvoller Kulisse in der Badria-Halle setzte sich das Team aus der Innstadt letztlich verdient durch, musste dafür aber eine Phase überstehen, in der die Partie zu kippen drohte.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und defensiv geprägtes Spiel. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab, einfache Punkte waren Mangelware. Wasserburg fand zwar früh den Weg zum Korb, leistete sich jedoch auch einige Ballverluste, die Heidelberg konsequent ausnutzte. So endete das erste Viertel folgerichtig ausgeglichen mit 11:11.

Im zweiten Abschnitt zog Wasserburg das Tempo an. Angeführt von einer aggressiveren Verteidigung und besserem Ballfluss im Angriff erspielten sich die Gastgeberinnen zunehmend Vorteile. Heidelberg tat sich nun schwer, klare Abschlüsse zu finden, während Wasserburg immer wieder über Schnellangriffe und zweite Chancen punktete. Ein 21:9-Lauf im zweiten Viertel brachte eine deutliche Führung zur Halbzeit. Beim Stand von 32:20 ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel schien Wasserburg zunächst endgültig auf der Siegerstraße. Mit einem beeindruckenden 14:0-Lauf setzten die Innstädterinnen ein Ausrufezeichen und erhöhten in der 25. Minute auf 48:22. Die Halle tobte, alles schien angerichtet für einen ungefährdeten Heimsieg. Doch Heidelberg zeigte Moral und kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Mit konsequenter Verteidigung und hoher Trefferquote starteten die Gäste einen 16:0-Lauf und verkürzten bis zur 29. Minute auf 48:38. Wasserburg wirkte in dieser Phase kurzzeitig verunsichert, fand jedoch rechtzeitig wieder Stabilität. Mit einer 51:41-Führung ging es ins Schlussviertel.

Im letzten Abschnitt ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen. Wasserburg kontrollierte das Spiel, nutzte seine Erfahrung und beantwortete jeden Heidelberger Annäherungsversuch mit wichtigen Treffern. In den letzten beiden Spielminuten griffen die BasCats zum Mittel des „Stop-the-Clock“, da es für sie nicht nur um eine mögliche Ergebniskosmetik, sondern auch um den direkten Vergleich ging. Wasserburg blieb jedoch von der Freiwurflinie und im Spielaufbau konzentriert und verteidigte den Vorsprung souverän. Damit sicherte sich der TSV nicht nur den 74:60-Erfolg, sondern auch den direkten Vergleich – ein nicht zu unterschätzender Faktor, sollte es am Saisonende zu einer punktgleichen Konstellation kommen.

Die Innstädterinnen haben nun ein spielfreies Wochenende vor sich. Die Pause kommt gelegen, um Kräfte zu sammeln, kleinere Blessuren auszukurieren und gleichzeitig gezielt an einzelnen Abläufen zu arbeiten.

Für den TSV Wasserburg spielten: Isabella Klose (5 Punkte), Flo Kronast, Migena Kqiku, Alejandra Mastral (13 Punkte, 4 Rebounds), Neseya Parker-Williams (28 Punkte, 16 Rebounds, 3 Assists), Tess Santos (2 Punkte, 7 Rebounds, 3 Assists), Manuela Scholzgart (10 Punkte, 5 Rebounds), Hayley Smith (16 Punkte, 11 Rebounds, 7 Assists), Marlene Stechl und Ira Weymar.

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