Rosenheim – Es geht Schlag auf Schlag: Die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim sind am Dienstagabend schon wieder auswärts gefordert. Am 37. Spieltag der DEL2 gastieren die Mannen von Trainer Jari Pasanen beim EC Bad Nauheim, das erste Anspiel ist um 19.30 Uhr.
Die Ausgangslage: Es geht stark in Richtung Playoffs, das merkt man vor allem an einigen Aussagen, die bei den Starbulls in den letzten Tagen getätigt wurden. So sprach Verteidiger Dominik Tiffels im OVB-Podcast „Hart gecheckt“ davon, dass es jetzt darum gehe, „am Ende der Saison bestmöglich aufgestellt zu sein“. Kapitän C.J. Stretch meinte kürzlich in einem Interview: „Wir versuchen, unser Spiel aufzubauen und es in die Play-offs mitzunehmen. Diese kommen bald, also müssen wir unser Spiel jetzt perfektionieren.“ Und auch Trainer Jari Pasanen schaut ganz genau hin: „In der Art und Weise, wie wir spielen, müssen wir uns verbessern“, sagte er vor wenigen Tagen gegenüber der OVB-Sportredaktion. Dabei hat er vor allem die Kleinigkeiten im Blick. Am Freitag nach dem Ravensburg-Spiel schimpfte der Rosenheimer Coach, dass sein Team die Kleinigkeiten nicht beachtet hätte, am Sonntag in Freiburg seien die Starbulls laut Pasanen bemüht gewesen, auf diese zu achten.
Die Vorgeschichte: Die Starbulls haben sich Fahrkilometer gespart und sind vom Sonntagsspiel in Freiburg nicht mehr an die Mangfall zurückgekehrt. Nach der Übernachtung im Breisgau ging es am Montag schon weiter in die Wetterau, wo man in Bad Vilbel Quartier bezog. Von dort ist es nur noch eine halbe Stunde Fahrt bis nach Bad Nauheim. Auch das fühlt sich schon nach Play-offs an.
Die Gegner: Die Konstellation spricht für die Starbulls, denn die aktuell zweitbeste Auswärtsmannschaft (13 Siege, nur fünf Niederlagen, 2,11 Punkte pro Spiel) gastiert bei der zweitschwächsten Heimmannschaft der Liga (acht Siege, zehn Niederlagen, 1,17 Punkte pro Spiel). Für Bad Nauheim ist trotz dieser Bilanz der Zug in Richtung Play-offs noch nicht abgefahren. Die Mannen aus der Wetterau stehen aktuell zwar nur auf dem zwölften Tabellenplatz und haben sechs Zähler weniger als die Lausitzer Füchse auf dem zehnten Rang – allerdings hat Bad Nauheim auch noch zwei Spiele mehr in der Hinterhand. Die Form spricht nicht für die Gastgeber, haben sie doch zuletzt drei Niederlagen kassiert. Torwart Jerry Kuhn oder Verteidiger Justin MacPherson stechen zwar heraus, allerdings weist das Team aus der Kurstadt auch viel Durchschnitt auf.
Die Starbulls-DNA: Sebastian Cimmerman ist verletzt, Kevin Handschuh schon wieder weg – bleibt nur noch Simon Gnyp als Ex-Rosenheimer im Kader der Hessen. Der Verteidiger hat aktuell 27 der 35 Begegnungen bestritten und kommt auf 18 Einsatzminuten pro Begegnung.
Die Statistik: Mit 97 Toren weist Bad Nauheim die viertschwächste Defensive der Liga auf, mit der Effizienz der beiden Kontingentstürmer Sebastian Bengtsson und Jordan Hickmott können die Starbulls-Angreifer aber nicht mithalten. Der Schwede trifft fast mit jedem vierten Versuch (22,22 Prozent), der Kanadier mit jedem fünften Schuss (20,41 Prozent). Zum Vergleich die Rosenheimer „Kontis“: C.J. Stretch 10,71, Teemu Pulkkinen 9,88 und Charlie Sarault 4,76 Prozent.
Die Personalien: Der Rosenheimer Kader ist nicht anders als am Sonntag. Im Tor dürfte wieder Oskar Autio stehen, ansonsten müsste wohl ein Nachwuchsgoalie von Rosenheim aus nach Bad Nauheim fahren. Sollte der Finne zuschauen müssen, dann bekommt die Sturmreihe Zuwachs in Form von C.J. Stretch.