Rosenheim – Im neuen Trikot zum Erfolg: Im Landkreis hat sich zum Jahresende bezüglich der Leichtathletik viel Neues getan, denn insgesamt 14 Vereinswechsel wurden ausgeführt.
Zwischen dem 1. Oktober und dem 30. November gab es nun in der Leichtathletik die Zeit der sogenannten Wechselfrist, denn nur innerhalb dieser Periode können Athleten ohne Sperre den Verein wechseln. Viele Athleten haben sich für die Saison 2026 „Neues“ vorgenommen, denn neben neuen Trainingsimpulsen und Sportstätten, soll bei den meisten Athleten auch die Leistung sich weiterhin verbessern oder sich neue Erfolgschancen in Staffeln und Mannschaften mit Gleichaltrigen ebnen. Umzüge, Gang zu einem Studium oder ein neuer Arbeitsplatz zogen bei Sportlern sinnvolle Vereinswechsel zu näheren Trainingsstätten mit sich, doch auch persönliche Beweggründe und Differenzen mit dem „alten“ Verein zählen ebenso zu den Argumenten. Eine neue Form von finanzieller Unterstützung machte sogar den Großvereinen zu schaffen: Die neuen Bündnisse wie „Munich Athletics“ zogen zahlreiche Top-Athleten förmlich „magnetisch“ an, zumal es dort weit höhere Erfolgsprämien, mehr finanzielle Vorteile und zugleich garantierte Einnahmen für jeden Sportler gibt. Zu diesem „Athletics-Neugebilde“ zog es den dreifachen deutschen Cross-Meister Maximilian Berger: Der 23-jährige Tuntenhausener bildet mit allen seinen Vereinskollegen vom LSC Höchstadt/Aisch nun das Team von Franconia Athletics.
Der 34-jährige Sebastian Risko vollzog einen Trikotwechsel: Der Athlet, der vom 200-Meter-Lauf bis hin zum Halbmarathon alles bestreiten kann, verließ die LG Mönchengladbach und schloss sich aus Mannschaftsgründen dem PTSV Rosenheim an. Ebenfalls neue Gewinne verzeichnet der PTSV mit der 19-jährigen Sarah Walter vom TSV Brannenburg und dem 29-jährigen Julian Anemüller vom TSV 1860 Rosenheim. Verloren hat der PTSV im Gegenzug gleich drei seiner erfolgreichsten weiblichen Athletinnen. Die 60-jährige Josefine Hobmaier wechselt zum TuS Prien, während die 59-jährige Barbara Stich zurück zu ihrem Heimatverein SG Hausham geht. Kirsten de Baey-Ruszin ist zweifelsohne eine der besten bayerischen Läuferinnen auf der Straße und im Gelände. Die 35-Jährige verließ zum Jahresende den PTSV Rosenheim. Künftig startet sie für das Team von Munich Athletics. Ausschlaggebend ist hier eine neue Erfolgschance, denn mit einer Reihe von deutschen Top-Läuferinnen kann sie nun auch mannschaftlich bei nationalen Meisterschaften weit vorne landen.
Zwei prominente Neuzugänge gibt es für den TSV Wasserburg: Der deutsche Kugelstoß-Meister der Jahre 2019 und 2023 Simon Bayer kehrt nach seinen Auftritten beim VfL Sindelfingen und zuletzt beim LAC Essingen nun zu seinem ursprünglichen Verein in die Inn-Stadt zurück. Die 16-jährige Hannah D`Aveta ist die neue aussichtsreiche Athletin beim TSV Wasserburg: Die Sprinterin und Weitspringerin kommt vom TB Wiesbaden. Verloren hat der TSV Wasserburg allerdings die 34-jährige Senioren-Athletin Viktoria Jokisch an den SV Schloßberg-Stephanskirchen.
Der SV Schloßberg-Stephanskirchen verliert im Gegenzug seinen erfolgreichsten Mittelstreckenläufer: Der 18-jährige Valentin Fezer wechselt studienbedingt zum Großclub der LG Telis Finanz Regensburg und hat nun auch starke Teams und Staffeln. Ebenfalls im Zuge eines Studiums verließ die 20-jährige Ida Schellenberg den TSV 1860 Rosenheim: Sie schloss sich dem SWC Regensburg an. Jonas Hümmer vom TSV Brannenburg transferierte zum TuS Raubling.stl