Die „Streif“-Piste? „Besser geht‘s fast nicht“

von Redaktion

Mario Mittermayer-Weinhandl aus Aschau ist der Rennleiter am Hahnenkamm

Kitzbühel – Seit 2019 ist Mario Mittermayer-Weinhandl Rennleiter beim Hahnenkamm-Skirennen in Kitzbühel. Der ausgebildete Skilehrer und Trainer ist in der Nähe von Kitzbühel aufgewachsen. Früher hat der in Aschau im Chiemgau lebende Mittermayer-Weinhandl die deutschen Weltcup-Skifahrer trainiert und war auch für mehrere Jahre als Privatcoach von Slalom-Ass Linus Strasser engagiert. Kurz vor der „Streif“-Abfahrt hat sich Mittermayer-Weinhandl den Fragen der OVB-Redaktion gestellt.

Wie sieht der Tag eines Rennleiters aus?

In der Rennwoche beginnt der Tag um sieben Uhr in der Früh, da geht es mit der Hahnenkamm-Bahn rauf auf den Berg, zur Besichtigung der Jury. Danach bin ich auch bei der Besichtigung der Athleten dabei, da kann ich die Stimmung am Berg aufsaugen. Hier bekomme ich auch die Rückmeldung von Läufern und Trainern, das ist mir sehr wichtig. Wenn alles passt, dann erfolgt die Startfreigabe und ich hoffe auf ein tolles Rennen.

Wann beginnt Ihre Arbeit für die Rennen?

Übers Jahr gibt es diverse Sitzungen und Vorbereitungen, im Herbst ist die FIS-Begehung der Strecke. Ich bin auch dabei, wenn die Sicherheitsnetze aufgehängt werden – und dann geht’s los.

Wie sind die Pistenbedingungen heuer?

Besser geht’s fast nicht! Die Piste ist aktuell in tollem Zustand. Unsere Teams haben hervorragende Arbeit geleistet, aber es gehört natürlich auch Wetterglück dazu.

Wird der Steckenrekord, aufgestellt 1997 vom Österreicher Fritz Strobl, heuer fallen?

Es könnte nach den Zeiten der Spitzenläufer im Training eng werden.

Was wünschen Sie Ihrem ehemaligen Schützling Linus Strasser für den Slalom am Sonntag?

Er soll sich einfach auf sein skifahrerisches Können verlassen, denn das ist enorm, um im Idealfall wieder eine Gams in den Händen zu halten. Ein Podiumsplatz wäre ein Traum.cl

Artikel 11 von 11