Vier Penaltytreffer für die Nummer vier

von Redaktion

Interview Lennox Stein holt für die Starbulls-U20 den Extrapunkt

Rosenheim – Mit vier verwandelten Penaltys hat der U20-Eishockeyspieler Lennox Stein die Starbulls Rosenheim beim 4:3-Heimsieg der DNL-Junioren gegen die Eisbären Regensburg zum Sieg geschossen. Der kleine Bruder von DEL2-Stürmer Jannick Stein wurde nach der Partie dafür zum MVP gekürt. Die OVB-Sportredaktion hat den 17-Jährigen getroffen.

Mit einem Assist und vier verwandelten Penaltys zum Sieg beizutragen – wie fühlt sich das an?

Shootout ist eigentlich immer Glückssache. Es freut mich einfach, dass wir als Team den Sieg geholt haben. Das ist das Wichtigste. In der Woche zuvor habe ich schon einen Penalty in Bietigheim verwandelt und gegen Regensburg hatte ich einfach ein gutes Gefühl. Nachdem mein Erster drin war, habe ich mich jedes Mal wieder angeboten.

Überlegt man sich schon im Vorhinein, was man vor dem Tor macht, oder passiert das intuitiv?

Den ersten versuche ich immer zu zocken und auf die Vorhand zu legen. Beim zweiten dachte ich mir: Jetzt schieße ich, weil der Torhüter weiß, dass ich zocken kann. Beim dritten und vierten habe ich mir nichts vorgenommen und entscheide erst im Moment.

Mit den beiden Siegen steht die U20 jetzt über dem Strich.

Die Tabelle ist eigentlich relativ unwichtig, weil man genauso gegen den Letzten verlieren und gegen den Ersten gewinnen kann. Wir müssen einfach in der Struktur und als Team spielen, dann kriegen wir das auch hin.

Sie haben dieses Jahr weniger gespielt und waren dann auch eine Weile verletzt. Wie gehen Sie damit um?

Es gibt einfach Phasen, da geht es um Charakter und da fragt man sich, wie man zum Team steht, ob man sich aufgibt oder wechselt. Man darf einfach nie vergessen, dass auch wieder bessere Zeiten kommen.

Ihr großer Bruder Jannick Stein hat bereits einige DEL2-Einsätze für die Starbulls gesammelt. Ist er Ihr Vorbild? Sie tragen seit diesem Jahr auch Rückennummer vier.

Die 28 war in der U20 schon vergeben. Aber ja, auf jeden Fall. Seinetwegen habe ich angefangen, Eishockey zu spielen. Deshalb ist es umso cooler, ihn jetzt auch in Rosenheim auf dem Eis zu sehen. Wir telefonieren auf Auswärtsfahrten und pushen uns gegenseitig. Marko Aleksic

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