Weltrekord krönt Eisschnelllauf-Fest

von Redaktion

Weltcup-Finale der Eisschnellläufer in der Inzeller Max Aicher Arena übertrifft die Erwartungen

Inzell – Das Weltcup-Finale der Eisschnellläufer in der Inzeller Max Aicher Arena hat die Erwartungen voll übertroffen. Kurz vor den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina zeigten die Sportler spannende Rennen. Rund 3.700 Zuschauer verfolgten an den drei Tagen die Wettkämpfe und zeigten sich von den gebotenen Leistungen begeistert. Allen voran über den Weltrekord des Norwegers Sander Eitren über die 5.000 Meter in 5:58,52 Minuten. Übrigens war das der erste Weltrekord in der Geschichte der Arena. Den letzten Weltrekord in Inzell auf der damaligen Freiluftbahn gab es vor 40 Jahren. „Das hat auch das gute Eis bei uns in Inzell bewirkt“, freute sich Eisschnelllauf-Abteilungsleiterin Heike Kogler und lobte die Eismeister für ihre super Arbeit, dem sich auch die Sportler anschlossen.

Immerhin gab es nicht nur den neuen Weltrekord, sondern auch sieben Bahnrekorde auf dem Inzeller „Sahne-Eis.“ Das kam auch den Athleten aus Inzell zugute, sie verkauften sich äußerst stark. Vor allem Maira Jasch, sie gewann in der B-Gruppe über 3.000 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 3:58,88 Minuten und blieb unter der Vier-Minuten-Schallmauer. Zum Abschluss der Rennen gab es im Team-Sprint die Bronze-Medaille für den „Inzell-Express“ mit Anna Ostlender, Josephine Heimerl und Katja Franzen. Sie mussten sich nur der Niederlande und Kanada geschlagen geben. Damit bestätigten sie den dritten Platz bei der vergangenen Europameisterschaft.

Im Rennen über 5.000 Meter schaffte Gabriel Groß in der B-Gruppe mit einer guten Zeit von 6:12,80 Minuten den vierten Platz. Damit blieb der deutsche Rekordhalter über diese Strecke knapp eine Sekunde hinter dem dritten Platz. Nun will der 21-Jährige auch bei Olympia eine gute Rolle spielen. Für Anna Ostlender zeigt die Formkurve rechtzeitig zu den Spielen nach oben. Beim ersten Start im Rahmen eines Weltcups schaffte sie über 1.500 Meter gleich eine persönliche Bestzeit von 1:57,85 Minuten und den fünften Platz in der B-Gruppe. Auch mit Rang 14 über 1.000 Meter in der A-Gruppe war die 23-jährige Sprint-Spezialistin zufrieden. Dazu kam ein neunter Platz im 500-Meter-Rennen in 39,24 Sekunden. „Endlich konnte ich mein Potenzial zeigen und das auf meiner Hausbahn“, freute sie sich und gab zu, dass sie froh über die Nominierung zu Olympia sei. „Ich bin so erleichtert, schließlich hieß es, dass meine Chancen dafür gar nicht so gut sind. Mir sind Steine vom Herzen gefallen, nachdem es geklappt hat.“

Isabel Kraus erreichte in der B-Gruppe über 1.000 Meter in einer neuen persönlichen Bestzeit den zwölften Rang und im 1.500-Meter-Bewerb den neunten Platz. Auch Ashley Völker, der Schützling von Stützpunkt-Trainerin Claudia Pechstein, verbesserte ihre Zeit über 3.000 Meter und kam in 4:10,47 Minuten auf den 17. Platz. Josephine Heimerl landete über 500 Meter auf dem 16. und 19. Platz, über 1.000 Meter wurde es der 13. Rang. Katja Franzen verbuchte den zwölften und 16. Platz über 500 Meter sowie Rang 17 über 1.000 Meter. Für Anna Ostlender, Maira Jasch und Gabriel Groß geht es nach einer kurzen Verschnaufpause an diesem Wochenende bereits zu den Olympischen Spielen nach Mailand.

„Letztendlich wäre es nicht möglich, ohne die vielen freiwilligen Helfer aus allen Bereichen, eine solche Veranstaltung zu stemmen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dafür mitgeholfen haben“, so Heike Kogler abschließend.

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