Rosenheim – Das zweite Null-Punkte-Wochenende der DEL2-Saison ist abgehakt, nun richten die Starbulls Rosenheim ihren Blick wieder nach vorne. Und da warten mit der Auswärtspartie bei den Eisbären Regensburg am Freitag um 20 Uhr sowie dem Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers am Sonntag um 17 Uhr zwei Topspiele auf die Eishockeyspieler aus der Mangfall.
Die Ausgangslage: Der schwerste Gegner der Starbulls wird am kommenden Wochenende aber nicht selbst auf dem Eis stehen. „Die halbe Mannschaft war krank“, erklärt Starbulls-Trainer Jari Pasanen, den es selbst auch erwischt hat. Das sei für den Deutsch-Finnen auch die Erklärung für die zwei schwachen Auftritte gegen Düsseldorf und in Weiden. „Wir haben in beiden Spielen gut angefangen, aber im Laufe der Partie ist die Energie verschwunden. Ich hatte mich schon gewundert, das ist nicht normal für uns“, machte der Coach deutlich und fügte an: „Deshalb nehme ich die letzten zwei Spiele nicht als Maßstab.“
Die Vorgeschichte: Rosenheim ist geschwächt – da kommen die zwei nächsten Gegner eher ungelegen. Gegen Regensburg stehen die Starbulls in dieser Saison noch sieglos da. Zwei Pleiten nach 60 Minuten sowie eine Niederlage nach Shootout bedeuten aktuell nur einen Punkt gegen die Eisbären. Die Bilanz gegen Bietigheim sieht da schon besser aus. Zwei Siege fuhren die Starbulls bereits ein, im letzten Duell gab es aber eine 2:5-Niederlage.
Die Gegner: Es könnte ein vorentscheidendes Wochenende für die Grün-Weißen werden. Die beiden kommenden Gegner stehen in der Tabelle punktgleich genau hinter den Starbulls. Beide Teams sind zudem in Top-Form. Seit Anfang November holte der Aufsteiger aus dem Ellental nur einen Punkt weniger als die Oberbayern, in den letzten fünf Partien feierte Bietigheim vier Siege. Regensburg verließ in den letzten elf Partien nur dreimal als Verlierer das Eis. „Egal, gegen wen du spielst: Alle haben einen Grund zu spielen. Die Mannschaft braucht Punkte, die Spieler brauchen Verträge“, versichert Pasanen, der mit seiner Mannschaft nicht zufrieden war: „Ich war ein bisschen sauer. Wir wussten, dass es intensiver wird, haben aber nicht reagiert, wie wir hätten reagieren müssen.“ Seine Vorgabe ist deshalb klar: „Wir müssen zurück in die Spur kommen! Heißt: Defensiv solide und dann abwarten, bis die Chancen da sind. Und die dummen Strafzeiten vermeiden.“
Die Starbulls-DNA: Bei Regensburg stehen mit Yuma Grimm, Kevin Slezak und Konrad Fiedler drei Spieler im Kader, die schon im Nachwuchs für die Starbulls auf dem Eis standen. Dazu kommt Verteidiger Pascal Zerressen. Bei Bietigheim gibt es mit Bastian Eckl und Benjamin Zientek zwei Ex-Rosenheimer, die Aufmerksamkeit dürfte allerdings Tyler McNeely gebühren, der inzwischen die meisten Scorerpunkte in der DEL2 aller Zeiten gesammelt hat.
Die Statistik: Vorsicht vor den Ausländern! Mit Jack Dugan, Brett Kemp, Marek Racuk und Cole Fonstad stellen die Steelers eines der gefährlichsten Ausländer-Quartetts der Liga, alle vier punkten im Schnitt in jedem Spiel. In Regensburg wird es für die Starbulls wieder darum gehen, Jonas Neffin zu überwinden. Der junge Deutsche hat die drittbeste Fangquote aller Torhüter mit mehr als zehn Spielen.
Die Personalien: Wer kann spielen, wer nicht? Diese Frage wird Jari Pasanen wahrscheinlich erst kurzfristig beantworten können. Klar ist: Lewis Zerter-Gossage wird sein Comeback geben, für Lukas Laub kommt das noch zu früh. Joel Keussen ist auch noch keine Option, „er braucht vielleicht noch zwei, drei Wochen, wer weiß“, so Pasanen. Im Tor wird Christopher Kolarz stehen, denn „Oskar Autio war auch krank, das macht keinen Sinn.“