Eine Nacht für die Champions

von Redaktion

Rosenheimer Sportgala: Über 200 Sportler und Sportlerinnen aus 32 Vereinen in der Gabor-Halle geehrt

Rosenheim – Es war wieder einmal ein großes Ausrufezeichen der Sportstadt Rosenheim: die Sportgala 2026 des Stadtverbandes für Leibesübungen (SfL) am Freitagabend in der Gabor-Halle. Ehre, wem Ehre gebührt. Weltmeister, Europameister, deutsche Meister, bayerische Meister sowie Stadtmeister standen im Rampenlicht und wurden gebührend gewürdigt, mit Ehrungsbüchern sowie Präsenten gefeiert und mit großem Beifall bedacht. Gespickt war die Sportgala mit einem Showprogramm der Spitzenklasse von Rosenheimer Vereinen. Als Krönung wurden Charlotta de Buhr (Ski nordisch) als Sportlerin des Jahres 2025 und Maximilian Ortmeier (Faustball) als Sportler des Jahres 2025 sowie die Showformation des Rock’n’Roll Clubs Rosenheim als Mannschaft des Jahres 2025 bekannt gegeben und bekamen tosenden Applaus aus den voll besetzten Zuschauerrängen.

Einen wahren Marathon an Ehrungen gab es an diesem Abend zu bewältigen. „Über 200 Sportler und Sportlerinnen aus 32 Vereinen können der SfL und die Stadt Rosenheim nach einem erfolgreichen Sportjahr 2025 heute in das verdiente Rampenlicht stellen“, kündigte Moderator Niko Foltin an, der mit Axel Müller im kongenialen Duo abwechselnd sportlich flott durch den Abend führte. „Wir haben eine tolle Bühne, um die Leistungen wertzuschätzen.“ Thomas Bauer, Vorsitzender des SfL, wunderte sich etwas über das Management der Stadt Rosenheim: „Drei Bürgermeister zur gleichen Zeit am gleichen Ort, das ist schon ein enormes Risiko, aber wir als SfL freuen uns riesig darüber, alle drei Bürgermeister hier zu begrüßen.“ Bei den Begrüßungsreden durften die Dankesworte an die Sponsoren und vielen Willkommensgrüße auch an die SfL-Ehrenvorsitzende Katrin Rohrmüller nicht fehlen. „Volle Hütte, und das, obwohl die Handball-Nationalmannschaft zeitgleich im EM-Halbfinale gegen Kroatien spielt. Das freut uns, aber das wichtigere und tolle Event ist hier in der Gabor-Halle“, kündigte Foltin eine außergewöhnliche Fülle an Sportarten in der Sportstadt Rosenheim an, „auf die wir sehr stolz sind.“ Bauer erwähnte, dass die Erfolge der Sportler ohne Trainer, Betreuer, Angehörige und Sponsoren nicht möglich wären und bedankte sich auch bei der Stadt Rosenheim, dass man die Sportgala in diesem Rahmen überhaupt so glanzvoll durchführen könne. „Der Sport gehört seit Jahrhunderten zu uns in Rosenheim, seit Jahrtausenden zur Menschheit. Bei 67.000 Einwohnern haben wir über 80 Sportvereine mit umfangreichem Sportangebot. Bei meiner vorsichtigen Schätzung treiben etwa 30.000 Leute mehr oder weniger regelmäßig Sport, das macht Rosenheim zur Sportstadt. Sport ist Gemeinschaft, hat eine Integrationskraft. Vom Breiten- bis zum Profisport ist für jeden etwas dabei. Deshalb ist es für uns als Stadt selbstverständlich, hier zu unterstützen. Wir haben vor, auch in Zukunft mindestens 4,5 Millionen Euro in die Sportstätten zu investieren“, hob Oberbürgermeister Andreas März hervor.

Danach gehörte die Bühne den Sportlern und Sportlerinnen, die in vier Blöcken, unterbrochen von Showeinlagen der „Turnados“ vom MTV Rosenheim, der rhythmischen Sportlerinnen vom TSV 1860 Rosenheim und den verschiedenen Altersgruppen vom Rock’n’Roll Club Rosenheim, geehrt wurden. Den Anfang bildeten die 37 Stadtmeister. „Wir legen großen Wert darauf, zu wissen, wie es ihnen nicht nur als Athlet, sondern auch als Mensch geht, die Teamarbeit bringt den Erfolg“, gab U17-Starbulls-Trainer Rene Wild zur Antwort, als seine Mannschaft als bayerischer Meister geehrt wurde. Mit den größten Beifall ernteten die Special Olympics Sportler des SB DJK Rosenheim, die in den Sportarten Basketball, Fußball und Bowling jeweils bayerische Meister wurden. Zwei bayerische Meistertitel holte sich Elias Mund (Munich Youngstrs) in der U16-Klasse im Ski Slalom, in seiner Abwesenheit durften seine jüngeren Geschwister Luisa und Felix die Glückwünsche vom Zweiten Bürgermeister Daniel Artmann entgegennehmen. Insgesamt wurden in diesem Ehrungsblock 87 Sportler geehrt. Im dritten Block waren Medaillengewinner bei deutschen Meisterschaften an der Reihe, insgesamt 42. Einer davon war Gleitschirmflieger Dr. Uli Straßer (Bergdohlen Brannenburg), der bei einer Höhe von 4750 Metern den Wolken schon sehr nahekam. Bei den Ehrungen der Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften sah man eine ganze Bandbreite an Elite, in den Sportarten Biathlon, Faustball, Ju-Jutsu, Kanu, Wildwasser, Kampfsport und Wasserski auf dem Podium. Hier räumte der WSC Kiefersfelden-Rosenheim im Wasserskisport die meisten Medaillen ab, vom Jüngsten, Valeo Moehrke, bis zu Jana Meier trugen alle zum Teamerfolg bei.

Das Beste kam aber zum Schluss: die Bekanntgabe und Kür der Jahressportler. Die jeweils Erstplatzierten wurden in alphabetischer Reihenfolge auf die Bühne gebeten und mit ihnen noch einmal über ihre Erfolge geplaudert. „Wir wissen hier noch nicht, wer gewonnen hat“, verkündeten Foltin und Müller geheimnisvoll. Mit Hymnen musikalisch eingeleitet wurden dann die Ergebnisse verkündet. Sportlerin des Jahres wurde die Biathletin Charlotta de Buhr vom SC Aising-Pang mit 52 Stimmen, vor Lisa Köstle vom Kajak Club Rosenheim mit 29 Stimmen und Radsportlerin Emily Wagenstetter vom RSV Rosenheim mit 15 Stimmen. Bei den Sportlern siegte Faustballer Maximilian Ortmeier vom MTV Rosenheim mit 38 Stimmen vor Kampfsportler Mario Kornhass vom gleichnamigen Kampfsportclub in Kolbermoor mit 31 Stimmen sowie Eishockeyspieler Sebastian Zwickl von den Starbulls mit 18 Stimmen. Den Titel bei der Mannschaft holte sich die Showformation des Rock’n’Roll Clubs Rosenheim mit 39 Stimmen vor den Basketball-Damen des SB DJK Rosenheim mit 39 Stimmen und den Hockey-Damen des SB DJK Rosenheim mit 16 Stimmen. „Sie wäre irrsinnig gerne hier dabei gewesen, aber sie ist bereits bei einem Wettbewerb unterwegs“, erklärte Werner de Buhr, Vater von Charlotta de Buhr, der die Auszeichnung stellvertretend entgegennehmen durfte. Maximilian Ortmeier ließ im Gespräch mit Niko Foltin seine Erfolge Revue passieren und gab einen Ausblick auf die deutsche Meisterschaft im März. „Nachdem wir in der Vergangenheit im Feld unglücklich Vierter geworden sind, haben wir noch eine Rechnung offen“, gab er sich kampfbetont. Den prächtigen Wanderpokal für die Mannschaft des Jahres hielten die Rock’n’Roll Damen fest in der Hand und meinten: „Wir haben schon viel gewonnen, nur den Pokal noch nicht. Das ist nun unser Highlight.“

Artikel 10 von 11