Die Stürmer treffen wieder

von Redaktion

Starbulls Rosenheim beenden Negativlauf mit 6:1-Sieg gegen die Bietigheim Steelers

Rosenheim – Nach zuletzt zwei bitteren Heimniederlagen haben die Starbulls Rosenheim eindrucksvoll zurückgeschlagen. Die DEL2-Eishockeyspieler von der Mangfall feierten einen souveränen 6:1-Heimsieg gegen die Bietigheim Steelers und zeigten dabei über weite Strecken eine dominante Leistung.

Der Spielfilm: Wie im Vorfeld erwartet, begegneten sich die Starbulls und die Steelers zu Beginn auf Augenhöhe. Beide Teams erspielten sich im ersten Drittel gute Chancen, ehe Jordan Taupert in der 16. Minute für die verdiente 1:0-Führung der Hausherren sorgte. Zuvor war Lewis Zerter-Gossage noch an Bietigheims Schlussmann Florian Mnich gescheitert, der einen sicher geglaubten Abstauber parieren konnte.

Im zweiten Drittel lief dann nahezu alles zugunsten der Starbulls. Gerade einmal 47 Sekunden waren gespielt, als es erneut im Steelers-Tor klingelte: Scott Feser brachte den Puck auf den Kasten, Dominik Kolb stand neben dem Gäste-Torwart Mnich goldrichtig und schob zum 2:0 ein. Kurz darauf bewiesen die Rosenheimer ihre Unterzahlstärke. Wieder leitete Feser den Konter ein, zusammen mit Zerter-Gossage hatte der Goldhelm im Zwei-auf-Eins leichtes Spiel und erhöhte auf 3:0.

Doch damit nicht genug: Nach einem gewonnenen Offensiv-Bully bekam Verteidiger Shane Hanna die Scheibe und setzte sie passgenau vom Innenpfosten in die Maschen. Zu diesem Zeitpunkt war nicht einmal die Hälfte des Mittelabschnitts gespielt. In Überzahl legten die Starbulls noch zwei weitere Treffer nach. Kapitän C.J. Stretch traf aus der Distanz punktgenau in den Winkel, wobei Fabian Dietz dem Gäste-Goalie die Sicht nahm – ein wichtiger, wenn auch statistisch nicht vermerkter Beitrag.

Für einen weiteren Wendepunkt sorgte Bietigheims Bastian Eckl, der seinem Frust an seinem Ex-Teamkollegen Tobias Beck mit einem Check gegen den Kopf ausließ. Nach dem Videobeweis schickten die Schiedsrichter Eckl vorzeitig unter die Dusche (35.). In der folgenden fünfminütigen Überzahl nutzten die Starbulls auch diese Gelegenheit: Ville Järveläinen stellte auf 6:0, erneut profitierte er von Dietz‘ starker Präsenz vor dem Tor.

In der zweiten Drittelpause wechselten die Baden-Württemberger ihren Torhüter. Olaf Schmidt übernahm den Kasten des amtierenden Oberliga-Meisters und hielt diesen im Schlussabschnitt sauber. Den Ehrentreffer für die Steelers erzielte Filip Reisnecker zum 1:6, mehr ließ die Rosenheimer Defensive jedoch nicht mehr zu.

Die Schlüsselszene: Der frühe Treffer zum 2:0 durch Dominik Kolb zu Beginn des zweiten Drittels. Nach dem umkämpften ersten Abschnitt war dieses Tor der Dosenöffner – danach lief es für die Starbulls wie am Schnürchen.

Der Spieler des Spiels: Charlie Sarault stand zuletzt häufig in der Kritik. Gegen Bietigheim überzeugte der kanadische Stürmer jedoch mit zwei Assists und der besten Faceoff-Quote im Team – noch vor Zerter-Gossage und Bully-Spezialist C.J. Stretch.

Zum Lachen: Die Stürmer treffen wieder! Nachdem in den drei vorherigen Niederlagen kein einziges Rosenheimer Tor von einem Angreifer erzielt worden war, zeigte sich die Offensive mit fünf Stürmertoren endlich wieder treffsicher.

Zum Weinen: Nach einem solchen Kantersieg? Absolut nichts.

Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Die Tore tun gut. Heute sind die Tore gefallen und es waren teilweise schöne Spielzüge – auch in Überzahl. Wir hätten sogar noch das ein oder andere mehr schießen können. Im ersten Drittel war es realtiv knapp. Oskar Autio hat uns da im Spiel gehalten. Unsere Ausländer Stretch und Sarault haben sehr gut gespielt. Das war echt gut heute!“

Alexander Dück, Bietigheim Steelers: „Wir sind ganrnicht mal so schlecht gestartet. Für mich war der Knackpunkt das 3:0. Dann haben wir noch ein paar Tore hinterher kassiert. Da sollten wir uns nicht so leicht aus dem Spiel bringen lassen. Was mich am meisten stört, ist, dass wir das Spiel plätschern haben lassen und den Gegner das Spiel haben machen lassen.“

Die Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers 6:1 (1:0, 5:0, 0:1). Starbulls: Autio (Röckl) – Hanna, Tiffels; Adam, Vollmayer; Van der Line, Beck – Zwickl, Stretch, Järveläinen; Feser, Zerter-Gossage, Taupert; Dietz, Sarault, Bosecker; Kolb, Calce, Stein.

Tore: 1:0 (16.) Taupert/Sarault, 2:0 (21.) Kolb/Sarault, 3:0 (23.) Feser/Zerter-Gossage – SH1, 4:0 (27.) Hanna/Calce, 5:0 (29.) Stretch/Adam – PP1, 6:0 (37.) Järveläinen/Stretch, Kolb – PP1, 6:1 (52.) Reisnecker/Kemp.

Schiedsrichter: Gossmann/Heffner; Strafminuten: Rosenheim 8, Bietigheim 31; Zuschauer: 4025.

Das nächste Spiel: Am Freitag um 19.30 Uhr sind die Starbulls auswärts bei den Eispiraten Crimmitschau gefordert.

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