„Es hat wunderbar funktioniert“

von Redaktion

Hans Weber schafft die Qualifikation für die Eisspeedway-WM – Max Niedermaier und Luca Bauer beim Grand Prix in Inzell dabei

Örnsköldsvik – Was für ein Comeback! Eisspeedway-Pilot Hans Weber (Schliersee/ MSC Teisendorf) hat sich nach knapp zwei Jahren verletzungsbedingter Pause bei der WM-Qualifikation in Örnsköldsvik (Schweden) eindrucksvoll zurückgemeldet. Der 41-Jährige musste sich in der Gesamtwertung nur den zwei Routiniers Franz Zorn (Saalfelden/55 Jahre) und Aki-Ala Riihimäki (Finnland/59 Jahre) geschlagen geben und sicherte sich als Dritter ungefährdet einen Platz für die Grand-Prix-Läufe in Inzell (14. und 15. März) und Heerenveen (Niederlande/11. April).

Dass er so weit vorn dabei war, war nicht unbedingt zu erwarten. „Es hat wunderbar funktioniert, es ist alles ziemlich entspannt abgelaufen“, freut er sich. „Ich habe vorher in Schweden trainiert und gesehen, dass es schon gut läuft – auch wenn ich natürlich noch nicht ganz auf dem Level bin, auf dem ich mal war. Aber wenn ich in einem der Läufe gemerkt habe, dass ich gut drauf bin, bin ich natürlich schon auf Sieg gefahren.“ Das klappte, in drei von fünf Einsätzen lag Weber ganz vorn, hinzu kamen ein zweiter und ein dritter Platz.

Ebenso erfreulich aus Sicht der Landesgruppe Südbayern des DMV, die das WM-Rennen in Inzell ausrichtet: Von den Lokalmatadoren schafften es auch Max Niedermaier (Edling) und Luca Bauer (Reit im Winkl), sich einen Platz unter den ersten acht und damit die direkte WM-Qualifikation zu sichern. Dabei war das Duo jeweils nicht ganz zufrieden. „Ich kam nicht so zurecht. Vor allem auf der Außenbahn ging gar nichts, deshalb musste ich es öfter innen versuchen“, berichtet Bauer. „Aber das Wichtigste ist, dass ich mich qualifiziert habe. Denn es war alles sehr knapp, es ging bei den Entscheidungen oft nur um Zentimeter.“

Das Training sei „recht kurz“ gewesen, „und den Neuschnee, der in der Nacht auf die Bahn kam, haben sie nicht richtig weggemacht – da war das Eis dann nicht optimal“, bemängelt er. „Aber ich habe es geschafft, und im Ligarennen am nächsten Tag lief es schon besser“, freut sich Bauer.

Für ihn geht es nun zunächst einmal nach St. Johann im Pongau, wo am heutigen Samstag (18 Uhr) ein internationales Rennen stattfindet. „Ich fahre gern dorthin, es ist schön, dass mal bei uns in der Nähe etwas stattfinden kann“, freut sich der 27-Jährige. Noch mehr freut er sich auf den Heim-Grand-Prix in Inzell. „Da taugt mir das Eis sowieso besser.“

Das gilt auch für Max Niedermaier (37 Jahre). In Örnsköldsvik „lief es nicht ganz so gut. Ich habe ein bisschen Glück gehabt und bin froh, dass ich mich direkt qualifiziert habe“, gibt er zu. Seine Saisonvorbereitung sei „nicht schlecht“ gewesen. „Ich konnte einige Ligarennen in Schweden mitmachen, das ist sehr gut.“ Ebenso wie sein Cousin Maximilian Niedermaier (Frauenneuharting) wird Max Niedermaier auch noch an weiteren Liga-Wettkämpfen in Schweden teilnehmen. „Der Bus mit den Motorrädern bleibt oben, deshalb fahre ich auch nicht in St. Johann mit. Das wäre schön gewesen, aber in Schweden komme ich dazu, noch mehr Rennen zu fahren.“

Das ist auch für den 25-Jährigen aus Frauenneuharting wichtig. Er konnte sich in Örnsköldsvik nicht für die WM qualifizieren – auch, weil er einen Ausfall zu Buche stehen hatte. So entging ihm die Chance auf wertvolle Punkte. Auf einen Start in Inzell kann er trotzdem hoffen: Zwar dürfte er keine großen Aussichten darauf haben, vom Weltverband FIM eine der beiden festen Wildcards für den Grand Prix zu bekommen. Aber zum einen gibt es noch eine Veranstalter-Wildcard für Inzell, zum anderen könnte er dort von den Veranstaltern als Reservefahrer nominiert werden.

Für den Grand Prix in der Max-Aicher-Arena am 14./15. März sind noch Stehplatztickets zu haben. Deren Anzahl liegt nach Auskunft der DMV-Landesgruppe Südbayern bei etwas weniger als 200. Für den Sonntag sind dagegen noch etwas mehr Tickets übrig. Dennoch sollten die Fans auch hier schnell sein – auf der Eisbahn sind es dann die Piloten.

Der Endstand der WM-Qualifikation: 1. Franz Zorn, Saalfelden, 15 Punkte; 2. Aki-Ala Riihimäki, Finnland, 13; 3. Hans Weber, Schliersee/MSC Teisendorf, 12; 4. Filip Jäger, Schweden, 12; 5. Leon Kramer, Niederlande, 9; 6. Lukas Hutla, Tschechien, 9; 7. Max Niedermaier, Edling, 8; 8. Luca Bauer, Reit im Winkl, 8; 9. Sebastian Reitsma, Niederlande, 7; 10. Ove Ledström, Schweden, 7; 11. Andrej Divis, Tschechien, 7; 12. Maximilian Niedermaier, Frauenneuharting, 4; 13. Martin Posch, Österreich, 3; 14. Isak Dekkerhus, Schweden, 2; 15. Jo Saetre, Norwegen, 2; 16. Paul Cooper, Großbritannien, 1; 17. Jimmy Hörnell 1; 18. Melvin Björklin, beide Schweden, 0.who

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