Traunreut – Nico Berger war nicht der Einzige, der sich nach dem 17. Internationalen Century21 U12-Hallenmasters des TuS Traunreut restlos begeistert zeigte. Der Trainer von Champion Eintracht Frankfurt meinte voll des Lobes für den Veranstalter: „Dieses Turnier kannst du nicht mehr toppen.“ Bergers Truppe hatte den „Traunreut-Sieg“ zum ersten Mal im Konfettiregen genießen dürfen – das Finale gewannen die Hessen mit 4:1 im Rhein-Main-Derby gegen den 1. FSV Mainz 05.
Die Mainzer hatten zuvor die perfekte Vorrunde mit fünf Siegen und 25:3 Toren aufs Parkett gezaubert und damit den Rekord des VfB Stuttgart aus dem Jahr 2011 gebrochen. Ihre einzige Tagesniederlage kassierten die Kicker aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt erst im Finale.
„Wir sind dem Ruf, eines der besten U12-Turniere in Europa auf die Beine zu stellen, wieder gerecht geworden“, so das Fazit von Turnierchef Markus Steinberger. „Wir wurden wieder mit Lob überschüttet. Die rappelvolle Halle war ein Hexenkessel, im Finale sind alle aufgestanden und haben geklatscht – das war überwältigend, so etwas hatten wir noch nie.“ Er freute sich auch darüber, dass mit 222 Toren die Marke aus dem Vorjahr (199) deutlich übertroffen wurde.
Auch sein Kollege aus dem Orga-Team, Miki Fischer, zeigte sich mit dem Turnierwochenende hoch zufrieden. „Unglaublich, was hier los war. Und wenn man die Reaktionen der ganzen Kinder sieht, dann weiß man, warum wir hier so einen brutalen Aufwand betreiben.“ Positiv sei außerdem gewesen, dass es „überwiegend sehr faire Spiele“ ohne schwerere Verletzungen waren. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat hielt eine Dankesrede und bezeichnete das Masters als „tolle Werbung für die Stadt Traunreut“.
In Vorrundenstaffel A war Mainz tonangebend. Dahinter folgten der FC Augsburg, Club Brügge und 1. FC Nürnberg (alle 9 Zähler). Deshalb entschied eine Sondertabelle über die Platzierungen. Nichts mit einem Weiterkommen zu tun hatte der FC Liverpool, dessen einziger Sieg ein 6:0 gegen den TuS war. Abgeschlagen auf Position sechs landeten die Gastgeber.
In Gruppe B lief es ähnlich wie in der A-Staffel. Hier dominierte die Eintracht mit zehn Punkten. Danach folgten der FC Bayern München, Red Bull Salzburg und Ajax Amsterdam mit jeweils acht Zählern. Ausgeschieden sind der VfB Stuttgart und TSV 1860 München, die die Positionen fünf und sechs einnahmen.
Turnierboss Steinberger versprach: „Für 2027 lassen wir uns mal überraschen, was uns wieder Neues einfällt.“ In Sachen Teilnehmerfeld werde es zwei bis vier Änderungen geben. „Eventuell kommt ein weiteres, sehr erfolgreiches Land hinzu, das wir noch nicht hatten“, schmunzelt Steinberger.cs