Bischofswiesen – Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina sind am gestrigen Freitag offiziell eröffnet worden. Mit insgesamt 188 Sportlern ist Deutschland am Start und wird damit das bisher größte Kontingent der olympischen Wintersportgeschichte Deutschlands stellen. Mit vor Ort sind auch 15 Aktive der Sportfördergruppe Bischofswiesen, die von sieben Trainern und Technikern betreut werden. Bei den verschiedenen Wettkämpfen vom 6. bis 22. Februar 2026 sind einige Medaillen der Sportler aus der Strub zu erwarten.
Die Mannschaft der Sportfördergruppe ist bunt gemischt. Einige „alte Hasen“, die bereits an mehreren Spielen teilgenommen haben, reisen ebenso nach Italien, wie solche, die ihre olympische Premiere geben. Es wird für alle sicher wieder eine ganz besondere Erfahrung, denn Olympia findet schließlich nur alle vier Jahre statt. Die Erwartungshaltung ist unterschiedlich, von „Dabei sein ist schon ein Erfolg“, bis zur „Titelverteidigung“ gibt es unterschiedliche Ziele.
Ein heißes Eisen für eine Medaille ist wieder Tobias Wendl, der im Doppelsitzer seinen Olympiasieg aus Peking verteidigen will und eventuell im Teamwettbewerb noch einen drauflegen kann. Eine weitere Anwärterin auf eine Medaille ist die Goldmedaillengewinnerin Lisa Buckwitz, die im Zweier- und im Monobob am Start sein wird. Auch Dajana Eitberger im Doppelsitzer darf keineswegs unterschätzt werden. Gute Chancen rechnet sich auch Skicrosser Florian Wilmsmann aus, der zuletzt in den Weltcupbewerben sein Leistungsvermögen mehrfach unter Beweis stellen konnte. Keine unbedingte Überraschung wäre Edelmetall für Emma Aicher, deren Stern im letzten Jahr aufging. Durch ihre konstant guten Leistungen hat sie die Möglichkeit, in Abfahrt, Super-G und Slalom um eine Medaille mitzufahren. Doch es gibt noch mehrere Athleten, die durch eine Überraschung für Aufsehen sorgen können.
Die Aktiven sind von den Sportarten her bunt gemischt und auch die Ausgeglichenheit der Geschlechter lässt sich sehen. Insgesamt sind sechs Frauen und neun Männer vor Ort. Im Bobsport gehen Lisa Buckwitz und Alexander Schaller ins Rennen, im Rodeln halten die Fahnen Anna Berreiter (Einsitzer), Dajana Eitberger und Tobias Wendl (beide Doppelsitzer) hoch. Felix Keisinger ist der einzige Skeletoni aus der Strub. Im Bereich Ski alpin gehen mit Emma Aicher und Simon Jocher zwei Athleten an den Start. Auch zwei Eisschnellläufer der SpoFö konnten sich für die Olympischen Spiele qualifizieren, denn das war so nicht unbedingt zu erwarten. Anna Ostlender und HG Gabriel Groß, mit 19 Jahren der Jüngste, wollen ihre derzeit aufsteigende Form bei ihren ersten olympischen Rennen untermauern. Chancen vorhanden sind zweifelsohne im Skicross, denn Tim Hronek und Florian Wilmsmann können in dieser Saison schon Stockerlplätze im Weltcup vorweisen. Spannend wird es auch bei den Snowboardern, denn Stefan Baumeister im Snowboard Race und die beiden Halfpiper Christoph Lechner und Anne Hedrich sind durchaus für eine Überraschung gut.
„Wir sind sehr stolz, dass 15 von uns geförderte Sportlerinnen und Sportler in Mailand Cortina starten dürfen. Angesichts des bisherigen Saisonverlaufs blicken wir mit Zuversicht auf die Wettbewerbe. Unsere Athletinnen und Athleten sind hervorragend vorbereitet und in ausgezeichneter Verfassung. Schon jetzt haben alle eines erreicht: Sie sind zu Vorbildern für unsere Kinder geworden. Wir hoffen, dass diese Spiele viele junge Menschen dazu anregen, selbst sportlich aktiv zu werden und damit wichtige Impulse für den Nachwuchs setzen“, betonte der Leiter der Sportfördergruppe, Sven Rühr.wet