Rosenheim – 83 Partien in der National Hockey League (NHL), 295 Spiele in der russischen KHL und WM-Silber mit der finnischen Nationalmannschaft – das ist nur ein kleiner Auszug aus der Karriere von Teemu Pulkkinen. Seit dieser Saison stürmt der 34-Jährige für die Starbulls Rosenheim in der DEL2 und ist zu Gast bei „Hart gecheckt“, dem OVB-Podcast rund um die Starbulls. In der 93. Ausgabe spricht Pulkkinen unter anderem über…
…seine ersten Profieinsätze für Jokerit in der finnischen Liiga: „Als junger Spieler ist man es nicht gewohnt, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Man wird nervös, es ist ein Mix aus vielen Gefühlen. Zuerst denkt man, man hat es geschafft und merkt dann, dass man noch so weit davon entfernt ist, ein Spieler zu sein, der wirklich den Unterschied macht.“
…seine Zeit bei den Detroit Red Wings: „Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl, als ich aus dem Spielertunnel aufs Eis gegangen bin. Da wusste ich: ‚Okay, jetzt passiert es. Ich werde spielen.‘ Das war großartig. Dafür habe ich so viele Jahre hart gearbeitet. Vor dem Warm-up lief in der Arena ‚Five Hours‘ von Deorro. Etwa die Hälfte des Teams in Detroit kam aus Europa, das hat es mir leichter gemacht, mich einzugewöhnen. Gleichzeitig will man als junger Spieler einfach seinen Job machen und nichts Dummes tun. Ich war eher ruhig und habe versucht, von den anderen zu lernen. Das ist jetzt zehn Jahre her. Natürlich ist man manchmal enttäuscht, dass man in der NHL nicht noch mehr erreicht hat. Aber so ist das Leben – ich habe meinen Frieden damit gemacht.“
…seine Jahre in der KHL: „Minsk war ein großartiger Ort, um Eishockey zu spielen. Die Arena war brandneu, 16.000 Zuschauer, und die Fans waren unglaublich laut. Aber als Eishockeyspieler steckt man in einem Hamsterrad: trainieren, spielen, fliegen. Es bleibt kaum Zeit für Dinge außerhalb des Sports.“
…seine Heimat Finnland: „Für mich war es fast surreal. Man geht in die Halle zum Training und kann danach einfach nach Hause. Das war ich nach all den Jahren im Ausland nicht mehr gewohnt. Es war toll, die Kinder in den Kindergarten zu bringen und dann zum Training zu fahren. Es war schön, meine Töchter jeden Tag zu sehen. Ich hoffe, dass ich irgendwann noch einmal in Finnland spielen kann.“
…Rosenheim: „In der DEL2 gibt es viele finnische Spieler. Bevor ich nach Rosenheim gekommen bin, habe ich mit einigen von ihnen gesprochen. Es gibt Orte, an die man nicht unbedingt gehen möchte – und es gibt Orte, an denen man unbedingt spielen will. Rosenheim ist definitiv so ein Ort. Das Wetter im Süden Deutschlands ist schön, langsam wird es wärmer. Und die Menschen hier sind sehr nett.“
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