Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim haben die nächsten Tage in der DEL2 einen straffen Terminplan. Am heutigen Freitag um 19.30 Uhr sind die formstarken Lausitzer Füchse zu Gast im Rofa-Stadion, am Sonntag um 17 Uhr sind die Bullen beim Tabellenschlusslicht ESV Kaufbeuren zu Gast. Lange Zeit zum Durchschnaufen haben die Grün-Weißen danach aber nicht. Bereits am Dienstag um 19.30 Uhr kommen die Kassel Huskies zum Top-Duell an die Mangfall.
Die Vorgeschichte: Mit vier Punkten ist die Ausbeute der Starbulls am vergangenen Wochenende durchaus zufriedenstellend ausgefallen. Bei den Eispiraten Crimmitschau sicherten sich die Rosenheimer dank einer starken Anfangsphase und eines glänzend aufgelegten Oskar Autio zwischen den Pfosten einen 4:2-Auswärtssieg. Im Heimspiel gegen Spitzenreiter Krefeld Pinguine reichte es nach 60 Minuten auf Augenhöhe immerhin zu einem Punkt – letztlich musste man sich erst in der Overtime mit 3:4 geschlagen geben.
Die Gegner: Die Füchse haben sich mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen in Lauerstellung für die Top Sechs und damit die direkte Playoff-Qualifikation gebracht. Zwar gingen bislang alle drei Aufeinandertreffen mit den Lausitzer Füchsen an die Starbulls, doch angesichts der aktuellen Form dürfte das Heimspiel am Freitag keineswegs ein Selbstläufer werden. „Wir haben gegen Krefeld gut gespielt. Hoffentlich haben wir jetzt keine falsche Sicherheit und denken, dass es automatisch so weitergeht. Das ist meine größte Sorge. Wir müssen uns gegen eine Mannschaft, die ums Leben kämpft, wieder neu motivieren“, sagt Starbulls-Trainer Jari Pasanen.
Am Sonntag wartet mit dem ESV Kaufbeuren eine ähnlich unangenehme Aufgabe. Zwar stehen die Allgäuer abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz der DEL2, doch die Einstellung dürfte auch hier den Ausschlag geben. „Sie haben angefangen, sich auf die Playdowns vorzubereiten, und haben keinen Druck“, mahnt Pasanen. Zuletzt feierten die Joker in eigener Halle einen 6:4-Sieg gegen den EV Landshut – und werden alles daran setzen, auch den Grün-Weißen Punkte abzunehmen.
Am Dienstag gastiert mit den Kassel Huskies eines der Teams, das neben Krefeld rechnerisch nicht mehr aus den Top Sechs rutschen kann. Die vergangenen fünf Spiele entschied der Tabellenzweite allesamt für sich. Gegen Rosenheim ging es in beiden bisherigen Duellen der laufenden Saison beim Stand von 2:2 in die Overtime – beide Male behielten die Starbulls in der Verlängerung die Oberhand. Die Vorzeichen sind also durchaus positiv für den SBR.
Die Starbulls-DNA: Beim ESV Kaufbeuren steht mit Cody Porter ein alter Bekannter zwischen den Pfosten. Der Kanadier absolvierte in der vergangenen Saison sechs Spiele für die Starbulls.
Die Statistik: Die Kassel Huskies sind am Bullypunkt die statistisch stärkste Mannschaft der DEL2. 56,5 Prozent ihrer Anspiele entschieden die Hessen in dieser Saison für sich. Allen voran steht Dominic Turgeon mit 63,63 Prozent. Die Starbulls rangieren mit 50,5 Prozent auf Platz vier und gewinnen damit knapp mehr als die Hälfte ihrer
Faceoffs. Ob die Bullyspezialisten um den Rosenheimer Kapitän C.J. Stretch (55,7 Prozent) am Dienstag einen guten Tag erwischen, könnte ein entscheidender Faktor sein. Kaufbeuren liegt in der Bully-Wertung mit 50,4 Prozent knapp hinter den Rosenheimern. Die Lausitzer Füchse weisen mit 48,5 Prozent den niedrigsten Wert der drei kommenden Gegner auf – ein möglicher Ansatzpunkt für die Grün-Weißen.
Die Personalien: Die Starbulls gehen mit voller Kapelle in den Kampf um wichtige Punkte im Playoff-Rennen: Im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse kehrt Christopher Kolarz ins Rosenheimer Aufgebot zurück. Oskar Autio erhält eine Pause, sodass Trainer Jari Pasanen alle vier ausländischen Feldspieler zur Verfügung stehen. Außerdem feiert Verteidiger Joel Keussen nach 39 Tagen sein Comeback. „Er bekommt 14, 15 Minuten“, erklärte Pasanen nach dem Donnerstagstraining und fügt an: „Das wäre ein guter Einstieg für ihn“. Zusammen mit Dominik Kolb soll der 34-Jährige das dritte Verteidiger-Pärchen bilden.
Auch Sebastian Zwickl ist von der Maßnahme mit der U19-Nationalmannschaft zurückgekehrt und steht den Profis von der Mangfall wieder zur Verfügung – die Augsburger Panther befinden sich wie der Rest der DEL in der Olympia-Pause. Für den Rosenheimer U20-Nachwuchs geht es am Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 10.30 Uhr in den letzten Heimspielen um den Verbleib in der DNL-Top-Division. Johannes Achatz und Michael Musin verstärken daher in den beiden Derbys gegen den EC Bad Tölz die Junioren.