Wasserburg – In der 2. Basketball-Bundesliga Süd der Damen empfängt der TSV Wasserburg am morgigen Sonntag um 16 Uhr die Gäste von BBU aus Ulm in der Badria-Halle. Auf dem Papier scheint die Rollenverteilung klar: Während Wasserburg mitten im Rennen um die Play-off-Plätze steckt, reist Ulm als Tabellenletzter an den Inn. Doch gerade in dieser Phase der Saison sind Konzentration und Konsequenz gefragt.
Mit neun Siegen aus 15 Spielen belegen die Wasserburgerinnen aktuell den sechsten Rang. Punktgleich mit dem Tabellenfünften Freiburg beträgt der Rückstand auf einen direkten Play-off-Platz lediglich einen Sieg. Jena als Vierter sowie Würzburg auf dem dritten Platz sind in Schlagdistanz – die Tabelle ist eng, jeder Spieltag kann Verschiebungen bringen. Ein Heimsieg morgen wäre daher ein wichtiger Schritt, um den Anschluss an die Top-Vier zu halten und sich eine gute Ausgangsposition für den Saisonendspurt zu sichern.
Das Hinspiel in Ulm verlief aus Sicht des TSV äußerst souverän. Mit 66:41 setzte sich Wasserburg deutlich durch und überzeugte vor allem defensiv. Aggressiver Druck auf die Ballführenden, konsequentes Rebounding und schnelles Umschalten nach Ballgewinnen legten damals den Grundstein für den klaren Erfolg. Daran will das Team nun anknüpfen – wissend, dass Spiele gegen vermeintliche Außenseiter ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen.
Denn Ulm hat personell reagiert. Mit der US-Amerikanerin Sitori van Buren wurde eine neue Spielerin verpflichtet, die dem Team sofort Impulse verleiht. In ihren ersten drei Einsätzen kam sie auf durchschnittlich 13,3 Punkte pro Partie. Wasserburg wird defensiv gefordert sein, frühzeitig Zugriff zu bekommen und einfache Abschlüsse zu verhindern.
Für Wasserburg wird es deshalb entscheidend sein, von Beginn an mit hoher Intensität zu agieren, das Tempo zu bestimmen und dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Besonders vor heimischem Publikum zeigte die Mannschaft in dieser Saison mehrfach, dass sie mit Energie und mannschaftlicher Geschlossenheit auftreten kann.ms