St. Johann – Franz Zorn hat das internationale Eisspeedway-Rennen in St. Johann im Pongau gewonnen. Der 55-Jährige hatte sich mit der Maximalpunktzahl (zwölf) nach den vier Vorläufen souverän einen Platz im Endlauf gesichert. In diesem setzte er sich gegen Lukas Hutla (Tschechien), Hans Weber (Schliersee/MSC Teisendorf) und den Niederländer Jasper Iwema durch. Weber (elf Punkte) war ebenso direkt in den Endlauf eingezogen wie Zorn.
Zorn hatte sich schon zuvor bei der WM-Qualifikation in Örnsköldsvik (Schweden) den Gesamtsieg gesichert und bewies abermals seine gute Form. Er wird daher beim Grand Prix in der Inzeller Max-Aicher-Arena (14. und 15. März) sicher mit großem Selbstbewusstsein an den Start gehen.
„Ich bin soweit zufrieden“, bilanziert Weber. „Es hat im Prinzip alles gepasst. Das Eis ist aber recht weich geworden, da war es vor allem am Kurvenausgang etwas schwierig.“ Im Finale selbst musste der 41-Jährige ein wenig zurückstecken, weil er Probleme mit dem Stoßdämpfer hatte.
Vor geschätzt mehr als 5.000 Zuschauern gab es für die Fahrer auf den Plätzen drei bis nach den Vorläufen den Last Chance Heat um zwei weitere Plätze im A-Finale. Hier kamen Hutla (1.) und Iwema (2.) weiter, während Harald Simon (Pfaffenschlag/3.) ebenso wie Christoph Kirchner (Lechbruck/4.) ausschieden.
Der Inzeller Franz Mayerbüchler holte in den Vorrunden nur einen Punkt, „aber ich habe gemerkt, dass ich vom Speed her gut dabei bin. Die Läufe waren auch alle sehr eng“, betont der 32-Jährige. Selbstvertrauen holte er sich auf jeden Fall mit seinem souveränen Sieg im C-Finale um die Ränge neun bis zwölf. Mayerbüchlers nächster Einsatz ist die Eisspeedway-EM in Varkaus (Finnland) am Samstag, 21. Februar. Dort wird er gemeinsam mit Marc Geyer (Büdingen) die deutschen Farben vertreten.
Dagegen tritt Luca Bauer (Reit im Winkl) schon seit Jahren mit italienischer Lizenz an – und tut dies auch bei der EM in Finnland. In St. Johann kam er nach fünf Punkten in den Vorläufen ins B-Finale. Dieses entschied Harald Simon vor Andrej Divis (Tschechien), Christoph Kirchner und Bauer zu seinen Gunsten. Somit wurde der 27-Jährige Gesamtachter. Bauer zog eine gemischte Bilanz: „Vom Gefühl her war ich nicht schlecht dabei. Wenn alles passt, möchte ich bei der EM gerne bei den Top Drei dabei sein.“who