Traunstein – Der SB Chiemgau Traunstein hat sein Testspiel gegen den Fußball-Bezirksligisten TSV Siegsdorf mit 3:2 gewonnen. Obwohl die Gäste in Traunstein zwischenzeitlich sogar mit 2:1 führten, spielte der Landesligist am Ende seine Klasse aus und entschied das Spiel für sich.
„Wir haben ganz gut angefangen und viele Chancen gehabt“, berichtet Traunsteins Spielertrainer Gentian Vokrri. „Dann haben wir Gegentore durch individuelle Fehler bekommen. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis wir das Spiel noch drehen.“
Patrick Dreßl brachte die Gastgeber in der siebten Minute in Führung. „Sie haben ganz schön Gas gegeben und wir haben die ersten zehn Minuten gebraucht, um Mittel gegen dieses Tempo und die Intensität zu finden“, sagt Siegsdorfs Trainer Felix Maaßen. Doch dann habe auch Siegsdorf „ein paar Duelle“ gewonnen – so wie vor dem Ausgleich, als die Siegsdorfer den Ball schließlich zu Adrian Furch in den Strafraum brachten und der zum 1:1 traf (23.).
Die Siegsdorfer nutzten in der zweiten Hälfte einen Abspielfehler des SBC-Torwarts: Samuel Anthuber ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und brachte den Bezirksligisten in Führung. „Doch irgendwann ist uns die Kraft ausgegangen nach dieser intensiven Woche.“ So glich Noah Hufnagl noch zum 2:2 aus (72.) und Andrii Pelypenko entschied das Spiel mit dem 3:2 (80.).
„Wir hätten das 2:2 schon gerne mitgenommen“, sagt Maaßen. „Spielerisch war das gegen einen Landesligisten trotzdem beeindruckend und insgesamt positiv.“ Traunstein habe den Sieg aber aufgrund der vielen Chancen auch verdient.
„Wir sind zurückgekommen, das tut uns gut als Mannschaft“, freut sich Gentian Vokrri, der aber auch zugeben muss, dass man den „Klassenunterschied nicht über 90 Minuten gemerkt hat“. Dennoch gebe der Sieg Selbstbewusstsein. „Bei der Fitness sind wir auf einem guten Stand“, meint der SBC-Trainer. „Jetzt müssen wir noch ein paar Dinge wiederholen und an der Chancenverwertung arbeiten.“
Die soll schon im nächsten Test am Dienstag besser sein, wenn der Bayernligist SV Erlbach um 19.30 Uhr im Jakob-Schaumaier-Sportpark zu Gast ist, bevor es am Samstag mit dem Heimspiel gegen den TSV Eintracht Karlsfeld um 14 Uhr wieder um Punkte in der Landesliga geht. Die Stammelf „kristallisiert sich schon raus“, sagt Vokrri, verrät aber auch: „Ein paar Positionen sind noch offen“.jom