Wasserburg – Mit einem eindrucksvollen 96:45-Erfolg hat sich der TSV Wasserburg in eigener Halle in der 2. Basketball-Bundesliga gegen BBU Ulm durchgesetzt. Die Badria-Halle war gut gefüllt, die Zuschauer sorgten von Beginn an für eine stimmungsvolle Kulisse und trugen ihr Team lautstark durch die Partie. Von der ersten Minute an ließ die Mannschaft von Danijel Brankovic keinen Zweifel daran, wer das Parkett als Sieger verlassen würde – und begeisterte mit Tempo, Intensität und mannschaftlicher Geschlossenheit.
Die Gastgeberinnen erwischten einen Traumstart: Mit aggressiver Verteidigung und schnellem Umschaltspiel legte Wasserburg einen 10:0-Lauf bis zur fünften Minute hin. Schlusslicht Ulm brauchte einige Minuten, um sich vom frühen Druck zu erholen, fand anschließend jedoch besser in die Partie. Wasserburg führte nach zehn Minuten mit 27:17.
Im zweiten Abschnitt folgte dann die Vorentscheidung – und wie. Mit einem furiosen 23:2-Lauf direkt zu Beginn des Viertels schraubte Wasserburg den Vorsprung bis zur 27. Minute auf 50:19. Die Defensive stand nun nahezu unüberwindbar, Ballgewinne wurden konsequent in Punkte umgemünzt. Ulm wirkte zunehmend überfordert mit der Intensität und Variabilität der Innstädterinnen. Den Schlusspunkt unter eine dominante erste Halbzeit setzte Manu Scholzgart: Mit der Schlusssirene versenkte sie einen Dreier und sorgte für den 55:22-Halbzeitstand.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Wasserburg blieb defensiv aufmerksam und offensiv spielfreudig. Der Ball lief schnell durch die Reihen, immer wieder wurden freie Würfe herausgespielt. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung auf beeindruckende 48 Punkte an. Beim Stand von 79:34 nach dem dritten Viertel war die Partie längst entschieden.
Doch auch im Schlussabschnitt blieb die Intensität hoch. Trotz des deutlichen Vorsprungs ließ Wasserburg nicht nach, verteidigte konsequent weiter und suchte geduldig die besten Abschlüsse. Coach Brankovic nutzte das vierte Viertel, um weiter zu rotieren und verschiedene Formationen zu testen, ohne dass ein Bruch im Spiel zu erkennen war. Mit 96:45 setzte Wasserburg schließlich den deutlichen Schlusspunkt unter eine einseitige Begegnung.
Bemerkenswert war dabei nicht nur die Höhe des Sieges, sondern auch die mannschaftliche Geschlossenheit. Jede Akteurin trug sich in die Scorerliste ein – und das bereits in der ersten Halbzeit.
Nach diesem überzeugenden Auftritt steht für Wasserburg am kommenden Wochenende zunächst eine spielfreie Phase an, ehe es am Samstag, 28. Februar, zum direkten Tabellennachbarn nach Freiburg geht.
Es spielten: Flo Kronast (11 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists), Migena Kqiku (6 Punkte), Alejandra Mastral (13 Punkte), Neseya Parker-Williams (18 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists, 7 Steals), Tess Santos (4 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists, 4 Steals), Manuela Scholzgart (15 Punkte, 3 Assists), Hayley Smith (13 Punkte, 11 Rebounds, 5 Assists), Marlene Stechl (8 Punkte, 4 Rebounds) und Ira Weymar (8 Punkte).ms