Der SB Chiemgau Traunstein hat am Dienstagabend testen wollen, bevor am Samstag um 14 Uhr das Nachholspiel in der Fußball-Landesliga Südost gegen den TSV Eintracht Karlsfeld ansteht. Der SV Erlbach sagte den Test jedoch kurzfristig ab, da der Bayernligist zu viele kranke Spieler im Kader hat.
„Wir hätten gerne einen echten Härtetest gehabt“, sagte der Sportliche Leiter des SB Chiemgau Traunstein, Kilian Lehrberger. „Dann hätte die Mannschaft unterstreichen können, dass das Spiel in Schwaig ein Ausrutscher war.“ In der Wintervorbereitung gab es für den SBC eine 0:11-Klatsche bei einem Bayernligisten, aber auch drei Siege: 4:1 gegen den Bezirksligisten SV Saaldorf, 5:0 gegen den Kreisligisten SC Anger und 3:2 gegen den Bezirksligisten TSV Siegsdorf. Die Absage hat laut Lehrberger auch Vorteile: „Jetzt kann sich die Mannschaft voll auf das erste Punktspiel konzentrieren.“ Die Partie gegen Karlsfeld sei „ein ganz wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten“. Ein Blick auf die Tabelle der Landesliga Südost verdeutlicht dies: Der SB Chiemgau steht als Tabellenvierzehnter (21 Spiele/20 Punkte) zwar über dem Strich, ist aber punktgleich mit dem Fünfzehnten FC Wacker München (22/20) auf dem ersten Abstiegsrelegationsplatz. Direkt dahinter folgt der TSV Eintracht Karlsfeld (21/17). Die direkten Abstiegsplätze belegen der 1. FC Garmisch-Partenkirchen (22/16) und der SVN München (21/4). Spannung ist in den kommenden Wochen also vorprogrammiert. Im Abstiegskampf muss der SBC vorerst auf Elia Hufnagl verzichten, der sich im Testspiel gegen den TSV Siegsdorf das Außenband riss. „Das ist ärgerlich für uns, denn er war super dabei“, sagte Lehrberger. Der restliche Kader sei aber fit. „Ab sofort gibt es keine Ausreden mehr. Es zählt jetzt jeder Punkt“, machte Kilian Lehrberger deutlich.bst