Wasserburg/Rosenheim – Im bayerischen Toto-Pokal sind zum Einzug in die Hauptrunde für die Clubs aus der Bayern- und Landesliga wieder drei Qualifikationssiege notwendig. Die erste Runde wurde im Rahmen der Punktspiele ausgetragen, die zweite Runde steht nun in der Frühjahrsvorbereitung auf dem Plan. Dabei sind am Wochenende auch die Fußball-Landesligisten TSV Wasserburg und TSV 1860 Rosenheim gefragt. Die Sieger spielen dann im Sommer in der dritten und entscheidenden Qualifikationsrunde.
Der Erste der Landesliga Mitte gegen den Tabellenführer der Landesliga Südost – mehr Spitzenspiel auf dem Niveau der sechsthöchsten deutschen Spielklasse geht nicht, wenn am Samstag, 15 Uhr, die SpVgg Landshut den TSV 1880 Wasserburg empfängt. Eine Woche vor dem Start in den Ligabetrieb ist das Duell der Spitzenreiter eine wichtige Standortbestimmung. „Es ist ein Pokalspiel, es ist ein K.o.-Spiel. Wir wollen auf alle Fälle eine Runde weiterkommen“, betont Wasserburgs Trainer Florian Heller. Die Aufgabe in Landshut wird nicht einfach, doch auch Abteilungsleiter Kevin Klammer stößt ins selbe Horn: „Wir wollen im Sommer ein Pokalspiel in der Altstadt haben.“
Am vergangenen Samstag in Schwaig trafen die Innstädter auf einen Gegner, der stärker war als sie, die SpVgg Landshut sollte auf Augenhöhe sein. Nach Jahren im Mittelfeld der Tabelle zündete die „Spiele“, wie die Niederbayern genannt werden, im Sommer den Transferturbo und verpflichtete mit Sebastian Maier einen Ex-Profi (Bundesliga mit Hannover 96, 2. Liga in Bochum, 3. Liga bei Haching und Türkgücü München) als Spielertrainer. Dazu kehrten die Steer-Brüder aus Erlbach zurück, Dominik Weiß kam aus Schalding. Wie Routinier Maximilian Zischler und Toptorjäger Kenneth Sigl verfügen sie über Regionalliga-Erfahrung. Diese Mischung verschaffte den Niederbayern in der Landesliga Mitte einen Vorsprung von acht Punkten, weshalb die Rückkehr in die Bayernliga sehr wahrscheinlich ist.
Die Löwen hatten eine ordentliche Vorbereitung, besonders im Trainingslager in Fürth konnten sie richtig Fahrt aufnehmen. „Es geht jetzt darum, dass wir die Jungs in einer guten Frische auf den Platz bringen. Die Jungs sind in einem körperlich sehr guten Zustand. Fußballerisch haben wir uns inhaltlich in der Vorbereitung einiges vorgenommen. Demzufolge kann es jetzt dann auch losgehen“, scharrt Heller mit den Hufen. Bereits zum ersten Pflichtspiel ist die ganze Breite des Kaders gefragt, denn neben den Langzeitverletzten fallen mit Matthias Rauscher, Bruno Ferreira Goncalves, Leon Simeth und Michael Barthuber wichtige Spieler aus.
Der TSV 1860 Rosenheim muss am Sonntag um 13.30 Uhr beim FC Schwabing ran. Auch das ist ein Top-Duell, denn beide Teams gehören in der Landesliga Südost zu den Jägern von Spitzenreiter Wasserburg. Ende August siegten die Sechziger im Heimspiel verdient mit 3:0, damals erzielte Eren Emirgan zwei Treffer – er gehört mittlerweile nicht mehr dem Rosenheimer Kader an.
Weitere interessante Pokalduelle: TSV Seebach – SSV Eggenfelden (Samstag, 11.15 Uhr), 1. FC Garmisch-Partenkirchen – TSV Grünwald (Samstag, 13.30 Uhr), Kirchheimer SC – SV Dornach (Samstag, 14 Uhr), FC Dingolfing – DJK Vornbach (Samstag, 15.30 Uhr), TSV Schwabmünchen – FC Stätzling (Sonntag, 14 Uhr).jah/tn