Varkaus – Gleich mit einem „Derby“ wird die Eisspeedway-Europameisterschaft im finnischen Varkaus am heutigen Samstag (16 Uhr) eröffnet. Denn im ersten Lauf treffen unter anderem Luca Bauer (Reit im Winkl) und Franz Mayerbüchler (Inzell) aufeinander. Mit im Feld sind zudem Andrej Divis (Tschechien) und Max Koivula (Finnland).
Das wird gleich ein richtungsweisendes Rennen für das heimische Duo, das mit unterschiedlichen Zielsetzungen antritt: Bauer möchte am liebsten „unter die Top Drei“. Für Mayerbüchler geht es darum, sich gegen die starke Konkurrenz möglichst gut zu behaupten.
Bauer ist nicht wirklich glücklich mit dem Austragungsort: „Das ist für das Eisspeedway die falsche Entscheidung. Wenn man das schon nach Finnland gibt, sollte man es wenigstens gescheit organisieren.“ Doch das tut der Weltverband FIM nach Bauers Ansicht nicht: „Da gibt es noch nicht einmal am Tag vorher ein richtiges EM-Training, sondern es werden maximal vor dem Rennen ein paar Runden gedreht. Da hat man für nur sechs Läufe (Bauer rechnet das mögliche Finale hier schon mit ein, d. Red.) 30 Stunden Anfahrt und anschließend 30 Stunden Rückfahrt“, ärgert sich der 27-Jährige. Immerhin: Der EM-Vize von 2025 fühlt sich gut in Form – und hat sich daher vorgenommen, um die vorderen Ränge mitzukämpfen. Mayerbüchler will die lange Anfahrt immerhin nutzen und „noch zwei bis drei Trainingstage“ in Finnland einlegen.
EM-Titelverteidiger ist Lukas Hutla aus Tschechien. Für immerhin sechs Piloten aus dem Feld, das in Inzell beim Grand Prix am 14./15. März mitfahren wird, ist es die WM-Generalprobe. Zudem wird auch Franz Mayerbüchler beim Heimspiel in Inzell mit von der Partie sein. Während die Veranstalter-Wildcard für den 16. Piloten des Hauptfeldes an Maximilian Niedermaier (Frauenneuharting) ging, erhielt Mayerbüchler neben Christoph Kirchner (Lechbruck) einen Platz als Reservefahrer. who