Ein Pflichtsieg mit zwei Wermutstropfen

von Redaktion

Starbulls Rosenheim gewinnen gegen Freiburg 5:1 – Zerter-Gossage und Taupert müssen verletzt raus

Rosenheim – Die Starbulls Rosenheim haben die DEL2-Pflichtaufgabe gegen den EHC Freiburg gemeistert. Gegen die Wölfe aus dem Breisgau setzten sich die Eishockeyspieler von der Mangfall 5:1 durch. Einziger Wermutstropfen war dabei eine Phase im ersten Drittel – und zwei bittere Verletzungen.

Der Spielfilm: Es war lanze Zeit kaum zu erkennen, dass der Tabellendritte gegen den Elften spielt. Beide Teams erarbeiteten sich kleinere Druckphasen, das Spiel schwappte hin und her. Was beide Teams aber unterschied: die Effizienz. Während Freiburg mehrfach an Christopher Kolarz scheiterte, hatte Rosenheim das Glück des Tüchtigen. Ein Schuss von Dominik Tiffels wurde erst vor dem Tor abgefälscht, ehe sich Patrik Cerveny die Scheibe quasi selbst über die Linie beförderte. Allerdings zeigten sich die Gäste von diesem Rückstand kaum geschockt und drückten weiter nach vorne. Rosenheim hatte etwas Glück, dass man nach 20 Minuten in Führung lag.

Das Spiel blieb nach der Pause ausgeglichen. Vor allem in der Defensive offenbarten beide Mannschaften Schwächen – gerade bei den Starbulls eigentlich ungewöhnlich. So war der schnelle Ausgleich durch Nikolas Linsenmaier eine logische Folge. Die Gäste hatten danach sogar Oberwasser, genau in diese Phase schlug Rosenheim aber eiskalt zu: Scott Feser brachte sein Team erneut in Führung, Lewis Zerter-Gossage legte das 3:1 nach. Der Deutsch-Kanadier versenkte die Scheibe danach zwar noch einmal im Netz, erzielte diesen Treffer aber, nachdem sein Schuss vom Pfosten zurückgeprallt war, mit der Hand.

Die Partie war dann schon nach vier Minuten im letzten Abschnitt entschieden. Freiburgs Kilian Kühnhauser saß auf der Strafbank, als Scott Feser Maß nahm und zum 4:1 traf. Danach verwalteten die Starbulls den Vorsprung. Rosenheim musste nicht mehr, Freiburg konnte nicht mehr. Ville Järveläinen setzte knapp zwei Minuten vor dem Ende mit dem Schuss ins leere Freiburger Tor den Schlusspunkt.

Die Schlüsselszene: Es war Mitte des zweiten Drittels nicht abzusehen, dass die Starbulls am Ende so deutlich gewinnen würden. Freiburg hatte das Momentum nach dem 1:1-Ausgleich sogar leicht aus seiner Seite. Rosenheim zeigte sich aber unglaublich effizient und stellte innerhalb von drei Minuten auf 3:1 –der Treffer von Zerter-Gossage nahm letztlich die Luft aus Freiburgs Spiel.

Zum Lachen: Die Special Teams schlugen zu! Das Leidthema der Starbulls funktionierte gegen Freiburg einwandfrei. Dreimal mussten die Hausherren in Unterzahl agieren, dreimal blieb man ohne Gegentreffer. Zudem nutzte Feser das einzige Powerplay.

Zum Weinen: Lewis Zerter-Gossage ist aktuell vermutlich der formstärkste Rosenheimer. Gegen die Wölfe sammelte er ein Tor und eine Vorlage. Die Partie beendete der Deutsch-Kanadier allerdings als Zuschauer. Im letzten Drittel humpelte er mit Schmerzen vom Eis. Doch damit nicht genug: Auch Jordan Taupert musste die Partie verletzungsbedingt frühzeitig beenden. „Entwarnung kann ich leider nicht geben. Beide haben eine Unterkörperverletzung. Wir müssen abwarten, wie sich die Sachen entwickeln“, erklärte Starbulls-Trainer Jari Pasanen.

Der Spieler des Spiels: Scott Feser zeigte gegen Freiburg einmal mehr, wieso er den Goldhelm der Starbulls trägt. Mit zwei Toren und einem Assist war der 30-Jährige an drei von fünf Treffern beteiligt.

Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Wir haben sehr gut angefangen, sehr druckvoll. Wir hätten sicherlich zwei, drei Tore schießen können. Die letzten zehn Minuten im ersten Drittel waren einfach grausam. Da hat uns Kolarz gerettet. Wenn es 3:1 für Freiburg gestanden hätte, hätten wir uns nicht beschweren können. Ich weiß nicht, was da passiert ist, wir haben einfach aufgehört zu spielen. Das war grausam. Dass man in dieser Jahreszeit noch in der Kabine laut werden muss, hat mich echt überrascht. Aber dann haben die Jungs gut gespielt, Tore geschossen und waren auch defensiv besser.“

Juraj Faith, EHC Freiburg: „Es ist ein grausames Ergebnis. Der größte und wichtigste Unterschied war, dass Rosenheim seine Chancen genutzt hat, wir nicht.“

Die Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – EHC Freiburg 5:1 (1:0,2:1,2:0). Starbulls: Kolarz (Autio) – Adam, Vollmayer; Hanna, Tiffels; Beck, Keussen; Bosecker – Laub, Stretch, Järveläinen; Dietz, Zerter-Gossage, Feser; Sarault, Calce, Taupert; Musin, Kolb, Achatz.

Tore: 1:0 (8.) Tiffels/Hanna, Feser; 1:1 (25.) Linsenmaier/Mühlbauer, O‘Donnell; 2:1 (32.) Feser/Zerter-Gossage, Keussen; 3:1 (35.) Zerter-Gossage/Sarault; 4:1 (44.) Feser/Hanna, Sarault – PP1; 5:1 (59.) Järveläinen/Stretch.

Schiedsrichter: Voit/Marian; Strafminuten: Rosenheim 6, Freiburg 2; Zuschauer: 3648.

Das nächste Spiel: Nach der Englischen Woche kehrt wieder Normalität ein: Die Starbulls erwarten erst am Freitag um 19.30 Uhr den EC Bad Nauheim im Rofa-Stadion.

Artikel 10 von 11