Warum Kaufbeuren noch kämpft

von Redaktion

In der DEL2 sind noch viele Platzierungen offen: Auch die Starbulls haben Optionen

Rosenheim – Vier Spieltage sind in der DEL2 im Grunddurchgang noch zu absolvieren und rein theoretisch sind noch gar nicht so viele Entscheidungen gefallen. Die Krefeld Pinguine, Kassel Huskies und Starbulls Rosenheim stehen sicher im Play-off-Viertelfinale, Krefeld und Kassel haben da auch schon das Heimrecht sicher. Zusätzlich zu den Top-Drei haben die Ravensburg Towerstars und die Bietigheim Steelers den Klassenerhalt schon fix. Und der ESV Kaufbeuren muss auf alle Fälle in die Play-downs und möchte dort den Abstieg in die Oberliga vermeiden. Ansonsten gibt es noch viele offene Fragen, die an den letzten beiden Wochenenden geklärt werden. Die OVB-Sportredaktion blickt auf das Geschehen:

Kampf um Rang eins

Für den Meistertitel nach der Hauptrunde kommen nur noch die Krefeld Pinguine (105 Zähler) und die Kassel Huskies (98) infrage. Alles deutet auf die Rheinländer hin, auch wenn die Nordhessen das direkte Duell zuletzt für sich entscheiden konnten. Das Restprogramm der beiden Teams:

Krefeld: Kaufbeuren (A), Weißwasser (H), Regensburg (A), Bietigheim (H).

Kassel: Weißwasser (A), Rosenheim (H), Bad Nauheim (A), Landshut (H).

Kampf ums Heimrecht

Der vierte Rang ist in der DEL2 heiß begehrt, denn der sorgt für das Heimrecht im Play-off-Viertelfinale, wenn es denn in ein entscheidendes siebtes Spiel gehen würde. Derzeit stehen die Ravensburg Towerstars mit 82 Punkten auf diesem vierten Rang, die Bietigheim Steelers haben aber nur zwei Zähler weniger. Und den Vorteil, dass sie zuletzt fünf Siege in Folge errungen haben. Das Restprogramm der beiden Teams:

Ravensburg: Crimmitschau (H), Freiburg (A), Weiden (A), Regensburg (H).

Bietigheim: Landshut (H), Düsseldorf (A), Weißwasser (H), Krefeld (A).

Kampf um die Play-offs

Rein theoretisch könnten auch die Eisbären Regensburg (75 Punkte) und die Lausitzer Füchse aus Weißwasser (73) noch in den Kampf um den vierten Rang eingreifen. Das Rennen um den sechsten Rang ist aber realistischer – dieser Platz beinhaltet noch die direkte Qualifikation fürs Play-off-Viertelfinale. Auch die Düsseldorfer EG (69) und der EV Landshut (68) könnten bei einer positiven Serie noch mit eingreifen. Die DEG hat aber noch drei Auswärtsspiele zu bestreiten. Das Restprogramm dieser vier Clubs:

Regensburg: Freiburg (H), Bad Nauheim (A), Krefeld (H), Ravensburg (A).

Weißwasser: Kassel (H), Krefeld (A), Bietigheim (A), Düsseldorf (H).

Düsseldorf: Weiden (A), Bietigheim (H), Freiburg (A), Weißwasser (A).

Landshut: Bietigheim (A), Kaufbeuren (H), Rosenheim (H), Kassel (A).

Kampf um die Pre-Play-offs

Keiner will in die Abstiegsrunde – aber vier Vereine müssen. Der ESV Kaufbeuren steht auch schon als Schlusslicht fest. Aber wer muss mit den Allgäuern um den Verbleib in der zweithöchsten deutschen Spielklasse bangen? Derzeit stehen die Eispiraten Crimmitschau (61 Punkte) auf dem zehnten Rang, der die Teilnahme an den Pre-Play-offs bedeutet und alle Abstiegssorgen fernhält. Den Westsachsen sind aber einige Mannschaften auf den Fersen. Chancen besitzen auch noch die Wölfe Freiburg (57), der EC Bad Nauheim (55) und die Blue Devils Weiden (54). Freiburg, Bad Nauheim und Weiden mussten in den letzten fünf Spielen jeweils vier Niederlagen hinnehmen. Um Crimmitschau noch abzufangen, braucht es für den Endspurt schon eine Serie. Die Breisgauer haben drei Heimspiele vor der Brust. Das Restprogramm der Kandidaten:

Crimmitschau: Ravensburg (A), Weiden (H), Kaufbeuren (H), Freiburg (A).

Freiburg: Regensburg (A), Ravensburg (H), Düsseldorf (H), Crimmitschau (H).

Bad Nauheim: Rosenheim (A), Regensburg (H), Kassel (H), Kaufbeuren (A).

Weiden: Düsseldorf (H), Crimmitschau (A), Ravensburg (H), Rosenheim (A).

Schlusslicht Kaufbeuren

Der ESV Kaufbeuren (40 Punkte) ist Tabellenletzter, und das wird sich auch nicht mehr ändern. Dennoch geht es für die Allgäuer in den letzten vier Spielen noch um etwas. Denn der Spielmodus der DEL2 sieht Folgendes vor: „Die Play-down-Spiele werden grundsätzlich im ,Best-of-Seven-Modus‘ ausgetragen. Sollte der Punktabstand zwischen den beiden Kontrahenten einer Paarung jedoch eine bestimmte Größe erreichen, wird der Modus der jeweiligen Spielpaarung angepasst.“ Bei elf bis 20 Punkten Unterschied heißt es: „Das besser platzierte Team benötigt drei Siege zum Gewinn der Runde, das schlechter platzierte Team vier Siege.“ Bei mehr als 20 Punkten Unterschied braucht das besser platzierte Team nur noch zwei Siege zum Rundengewinn. Der ESVK spielt also um eine Verbesserung der eigenen Play-down-Situation. Das Restprogramm:

Kaufbeuren: Krefeld (H), Landshut (A), Crimmitschau (A), Bad Nauheim (H).

Und die Starbulls?

Die direkte Play-off-Qualifikation haben die Starbulls Rosenheim sicher, mit 91 Punkten haben sie auch das bislang beste Hauptrundenresultat seit dem Wiederaufstieg – 90 Punkte in der vergangenen Saison – übertroffen. Jetzt geht es darum, das Heimrecht und den dritten Rang abzusichern. Für das Heimrecht braucht es noch einen Zähler, für den dritten Rang sind noch vier Punkte notwendig. Und bei aktuell sieben Punkten Rückstand und einem noch ausstehenden Direktduell mit Kassel ist theoretisch ja auch noch der zweite Platz für die Truppe von Jari Pasanen möglich. Das Restprogramm:

Rosenheim: Bad Nauheim (H), Kassel (A), Landshut (A), Weiden (H).

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