Wer mit zwei Toren führt, der stets gewinnt

von Redaktion

Aus der Starbulls-Statistik Rosenheim durchbricht Sieglos-Serie – Christopher Kolarz führt die Liga an

Rosenheim – Es war so ein wenig die Stunde der Wahrheit für die Starbulls Rosenheim, das Gastspiel in Ravensburg. Denn hätten die Schwaben die Eishockeyspieler von der Mangfall besiegt, dann hätte es mit dem dritten Rang im DEL2-Endklassement noch einmal eng werden können. Aber durch die beiden Punkte, die die Starbulls eroberten, wurde der dritte Rang bei neun Punkten Vorsprung und einem weit besseren Torverhältnis vier Spiele vor Schluss praktisch zur Gewissheit. Interessant ist aber das Top-Team der letzten fünf Spieltage: Keins der vier bestplatzierten Teams liegt hier in Führung, sondern die Bietigheim Steelers mit der vollen Punktzahl (15), dahinter Weißwasser (12), das vor der Niederlage am Sonntag sogar sechs Spiele in Folge gewonnen hatte.

Solche Serien haben die Starbulls zwar derzeit nicht vorzuweisen, aber es steht immerhin schon die dritte Serie von vier Siegen zu Buche, und auch sechs Begegnungen hintereinander konnten schon zweimal siegreich gestaltet werden. Auf der anderen Seite blieb das Team von Jari Pasanen erst ein einziges Mal dreimal nacheinander ohne Sieg.

Zu den Bilanzen gegen die Gegner des Wochenendes: Die Freiburger unterlagen im vierten Aufeinandertreffen mit den Starbulls in dieser Saison zum dritten Mal und konnten bei einem Torverhältnis von 8:16 nur zwei Punkte erringen. Die Wölfe schafften in allen sechs Gastspielen an der Mangfall seit 2023 noch keinen einzigen Sieg und holten nur einen Punkt aus einer Overtime-Niederlage. Ähnlich desaströs war bisher die Rosenheimer Bilanz gegen Ravensburg, doch am Freitag gelang nach dem ersten Heimsieg in der Vorrunde nun endlich auch der erste Punktgewinn in Ravensburg – nach zuvor fünf Niederlagen und 7:21 Toren. In diesen Spielen waren die Starbulls insgesamt nur knapp 14 Minuten überhaupt in Führung gelegen, diesmal 30:27 Minuten. Der Held war dabei Ville Järveläinen, der nicht nur die Ravensburger Führung egalisierte, sondern auch mit zwei verwandelten Penaltys für den Zusatzpunkt sorgte. Järveläinen ist auch der Spieler, der bisher am häufigsten den ersten Starbulls-Treffer nach einem 0:1-Rückstand erzielte: viermal auswärts, C.J. Stretch dreimal zuhause.

Auch die Special Teams scheinen rechtzeitig zum Play-off-Beginn wieder in Fahrt zu kommen. In beiden Spielen des Wochenendes, mit insgesamt nur 16 Minuten personeller Ungleichheit, trafen die Starbulls je einmal in Überzahl, während sie dem Gegner kein Powerplaytor gestatteten. Interessant ist die Saisonbilanz gegen Freiburg: je 26 Strafminuten und zwölf Überzahl-Gelegenheiten pro Team, aber mit klaren Vorteilen für die Rosenheimer: vier Überzahl- und ein Unterzahltor für die Starbulls, nur zwei im Powerplay für die Wölfe.

Das vom bisherigen Saisonverlauf gewohnte Bild zeigte sich auch wieder am Wochenende: Wenn die Starbulls mit mehr als einem Tor Unterschied in Führung liegen, gewinnen sie das Match auch. Bei sechs Drei-Tore-Führungen gab es keinen einzigen Minuspunkt, führte man mit zwei Toren Differenz, siegte man ebenfalls immer, lediglich den Kassel Huskies gelang es vergangenen Dienstag, wenigstens einen Punkt zu retten. Und: Die Starbulls gewannen von den 24 Partien, in denen sie nach 40 Minuten vorne lagen, 23! Und selbst bei der einzigen Niederlage gingen sie mit einem 2:3 in Overtime in Freiburg nicht ganz leer aus.

Nach drei Begegnungen stand gegen die Wölfe wieder einmal Christopher Kolarz im Kasten und bog wieder in die Erfolgsspur ein. Nach zuletzt vier Niederlagen feierte er seinen elften Sieg im 17. Einsatz. In 14 dieser 17 Spiele ließ er weniger als drei Tore zu, wodurch er mit 1,91 Gegentoren pro Spiel den niedrigsten Gegentorschnitt aller Goalies mit mehr als 800 Einsatzminuten aufweist – vor Felix Bick (Krefeld, 2,05) und Jonas Neffin (Regensburg/2,21).

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