Aus einem Athleten vier gemacht

von Redaktion

Ruhpoldinger Skilangläufer bei Junioren- und U23-Weltmeisterschaft in Lillehammer am Start

Lillehammer Die Junioren- und U23-Weltmeisterschaften im Skilanglauf finden vom 2. bis 8. März im norwegischen Lillehammer statt. Qualifiziert und somit beim Kampf um die Medaillen mit dabei sind vier Athleten, die am Stützpunkt in Ruhpolding trainieren. Bei den Juniorinnen geht Johanna Eckel vom SC Aising-Pang an den Start sowie bei den Junioren Lorenz Hasenknopf vom WSV Bischofswiesen. Für die Altersklasse U23 wurden Charlotte Böhme vom VSC Klingenthal, die aber ein fester Teil des Teams in Ruhpolding ist, und Korbinian Fagerer vom SV Oberteisendorf nominiert.

Charlotte Böhme (21), die dieses Jahr ihr Weltcup-Debüt in Oberhof feierte, freut sich auf ihre zweite JWM, die für sie „definitiv ein großes Ziel der Saison war“. Sie betont: „Man ist sicher beim Hauptereignis der Saison dabei, das nimmt extrem viel Druck raus, weil man weiß, jetzt bin ich sicher, egal, was beim nächsten Rennen passiert.“ Da ihre erste JWM-Vorbereitung 2024 in Planica von einem Infekt überschattet war, will sie gute Ergebnisse erzielen: „Selbstverständlich bin ich mit der Nominierung auch stolz auf mich, aber ich will da jetzt auch nicht einfach nur dabei sein.“ Ein Top-Ten-Ergebnis sei trotz starker internationaler Konkurrenz, zu der auch Olympia-Teilnehmerinnen gehören, ihr Ziel. Über die Zusammenarbeit mit Stützpunkttrainer Paul Gräf sagt sie: „Wir haben alle ein sehr gutes Verhältnis miteinander, wenn etwas nicht passt, hat auch keiner Hemmungen, seine persönliche Meinung auszudrücken.“

Korbinian Fagerer (20), der ebenfalls in Oberhof sein Weltcup-Debüt gab, ist geehrt, bei seinen ersten U23-Weltmeisterschaften in Lillehammer dabei zu sein. Die Teilnahme war für ihn „selbstverständlich ein großes Ziel, da einfach alles zusammenpassen muss, damit man sich qualifiziert.“ Der Polizeioberwachtmeister hofft „vor allem im Skating-Sprint auf ein gutes Ergebnis, da die kurze Distanz meine Lieblingsdisziplin ist.“ Trotz eines Infekts nach seinem Weltcup-Debüt ist Fagerer positiv gestimmt: „Ich war eine Woche krank und konnte nicht trainieren, nun fühle ich mich aber fit und blicke zuversichtlich auf nächste Woche.“ Der 20-Jährige vom SV Oberteisendorf freut sich auch auf die ein oder andere Zimtschnecke.

Die Jüngste im Team, Johanna Eckel (19), hatte mit ihrer Nominierung gerechnet, „weil ich alle Qualikriterien erfüllt hatte, aber man weiß natürlich nie, was der Deutsche Skiverband damit macht.“ Eckel freut sich auf die Wettkämpfe, nennt aber keine konkreten Ziele: „Da ich noch nie bei so einem Event dabei war, kann ich nicht einschätzen, wie ich im Vergleich zu den anderen stehe. Deswegen habe ich keine speziellen Ergebnisse, die ich erreichen will. Ich freue mich, dass ich dabei bin, und was am Ende rauskommt, ist im Prinzip egal.“

Stützpunkttrainer Paul Gräf, selbst bis zur vergangenen Saison aktiv, zieht eine positive Bilanz im Vergleich zum Vorjahr: „Wir haben aus einem nominierten Athleten vier gemacht, das ist sehr positiv. Alle meine Sportler haben sich mit einer vollen Qualifikation für die WM nominiert.“ Gräf macht deutlich, dass die Nominierung bereits ein großer Erfolg sei. Dennoch erwartet er als Trainer „eine Platzierung, die man realistisch sehen kann und die mit dem Sportler als Ziel gefasst wurde.“re

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