„Ich habe mehr Respekt vor meinem Körper“

von Redaktion

In der 95. Folge von „Hart gecheckt“ – dem OVB-Podcast zu den Starbulls Rosenheim – ist Stürmer Lukas Laub zu Gast. Der gebürtige Rosenheimer spricht über seine Verletzungspause und das Zusammenspiel mit C.J. Stretch und Ville Järveläinen.

Rosenheim – Knapp zwei Monate war Lukas Laub zuletzt zum Zuschauen verdammt. Eine Unterkörperverletzung hatte den flinken Flügelstürmer ausgebremst. Seit seiner Rückkehr Anfang Februar ist der 31-Jährige aber wieder voll in Fahrt. Fünf Punkte aus sieben Spielen stehen zu Buche, zudem hat er die Reihe um C.J. Stretch und Ville Järveläinen zu neuem Leben erweckt. Im Podcast „Hart gecheckt“ spricht Laub auch über die Beziehung zu seinen Reihenpartnern und erklärt, wieso ihm seine Verletzung aus mehreren Gründen gutgetan hat. Das sagt er zum Beispiel über…

…den Sieg in Ravensburg: „Ravensburg ist extrem heimstark. In den letzten Jahren waren wir oft schnell mit mehreren Toren hinten – das war dieses Mal nicht so. Wir hatten uns vorgenommen, dieses Spiel als Play-off-Spiel zu behandeln. Deshalb hatten wir einen besseren Start.“

…die erste Drittelpause gegen Freiburg: „Ich bin gewohnt, dass es bei Jari mal lauter wird. Er ist ein lauter Trainer. Manchmal braucht es das auch, um die Mannschaft aufzuwecken. Aber wir wissen auch, wenn wir nicht gut spielen. Wir reden natürlich auch intern, dass wir mehr im Tank haben.“

…C.J. Stretch und Ville Järveläinen: „Es passt menschlich unglaublich gut. Das Spielverständnis von C.J. ist sowieso das beste in unserer Mannschaft, Ville ist ein Torjäger und ich bin schnell und mache mein Ding – das ergänzt sich ganz gut. Das Wichtigste ist aber, dass wir zusammen Spaß haben.“

…das Eishockey-Turnier bei den Olympischen Spielen: „Ich habe viel geschaut, jede freie Minute. Es war krass, die ganzen NHL-Stars anzuschauen. Am meisten Spaß hat mir aber Kanada gemacht. Das ist ja fast nicht zu vergleichen. Der Elite zuzusehen ist verrückt, aber auch inspirierend.“

…das Abschneiden der deutschen Mannschaft: „Es ist gut, dass der Anspruch an das deutsche Team so hoch ist. Das spricht für die Spieler und die Arbeit. Es wäre mehr drin gewesen. Man muss in einer kurzen Zeit zusammenkommen, diese Dynamik ist sehr komplex.“

…seine Schulzeit mit Dominik Tiffels: „Es war absurd, wie viele Fehlzeiten wir hatten. Irgendwie haben wir es schon hinbekommen. Wobei Dominik sitzengeblieben ist. Man ist einfach jung, man macht ein paar Faxen. Es ist aber nie außer Kontrolle gewesen.“

…seine Arbeit bei der Gesundheitswelt Chiemgau: „Ich war dort tätig, aktuell aber durch die Verletzung und Reha weniger. Meine Priorität war, dass ich fit werde und spielen kann – das ziehe ich so auch weiter durch. Der Fokus ist voll auf dem Eishockey. Aber im Sommer werde ich wieder arbeiten, es macht mega viel Spaß.“

…Erkenntnisse aus seiner Verletzung: „Meine Verletzung war heimtückisch, eine Schambeinentzündung kommt ja schleichend. Deshalb war ich da schon verkopft. Durch meine Ausbildung habe ich aber mehr Respekt meinem Körper gegenüber. Dass ich nicht zu schnell wieder zurückkomme, was im Profisport ja die Tendenz ist. Mein Körper leistet über die Saison so viel, da muss ich respektieren, wenn er eine Pause braucht.“

…seine Aufgabe als Assistant-Captain: „Ein Kapitän hat schon eine größere Rolle, aber C.J. macht da auch sein Ding und verändert sich nicht. Da habe ich mir auch Gedanken gemacht: Man muss einfach sein Ding machen. Man bekommt das ‚A‘, weil man so war, wie man war.“

…die letzten vier Spiele vor den Play-offs: „Wir müssen in einen Flow kommen, in dem wir gutes Eishockey spielen. Es ist wichtig, dass man eine gewisse Leichtigkeit mitnimmt. Klar, Play-offs sind wichtig, im Endeffekt ist es aber auch nur ein Spiel.“

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