Kolbermoor – Genau einen Monat lang haben Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen kein Spiel mehr bestritten. Ab Sonntag heißt es dann wieder Farbe bekennen. Für das Team um ihren Trainer Dr. Michael Fuchs stehen in der Hauptrunde nur noch drei Spiele an, dann beginnt die heiße Phase mit den Play-off-Spielen, bei denen Annett Kaufmann & Co. eigentlich mit von der Partie sein wollen. Am Sonntag gastieren sie beim Tabellenführer TTC Berlin.
Das heimische Quartett könnte sich mit einem Sieg eine gute Ausgangsposition für die restlichen zwei Begegnungen schaffen. Und auf den ersten Blick würde es gar nicht einmal so schlecht ausschauen, denn der derzeitige Tabellenvierte – dieser Platz reicht noch für die Play-off-Spiele – hat die letzten drei Begegnungen in der Bundeshauptstadt nicht verloren. Zwei Siegen steht ein Unentschieden gegenüber. Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Berlinerinnen die eine oder andere Ersatzspielerin eingesetzt hatten. Sabina Surjan spielte im vorderen Paarkreuz und ist jetzt von der Papierform nur auf Position sieben zu finden. Da Berlin in dieser Saison deutlich stärker auftritt und deshalb nicht umsonst an erster Stelle steht, ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass Kolbermoor zwei Punkte einfahren wird.
Vielmehr dürfte diese Schlussphase in der Hauptrunde für Kolbermoors Damen noch zu einem Rechenspiel werden. Der Vorsprung Kolbermoors auf den Fünften TTC Weinheim beträgt nach Pluspunkten zwar vier Zähler. Die Baden-Württembergerinnen bestreiten allerdings noch fünf Begegnungen – unter anderem gegen den SV DJK Kolbermoor. Auch wenn die Freude nach den beiden Siegen vor vier Wochen recht groß war, Berlin befindet sich momentan in einer überragenden Form. Im Januar gewannen sie das Final-Four in Kolbermoor und in der Liga führen sie ohne Punktverlust die Tabelle an. Zudem brannten sie in der Champions-League beim 3:0-Sieg gegen den polnischen Klub PGE Fibrain Ku Azs Politechnika Rzeszow ein Feuerwerk ab und qualifizierten sich für das Final Four der ETTU Champions League. Dr. Michael Fuchs erklärt: „Berlin wird am Sonntag als Favorit in diese Begegnung gehen. Für uns geht es im Kampf um Platz vier um jeden Punkt, denn unser Verfolger Weinheim hat sich verstärkt und wird auch noch einige Punkte holen. Die vier Punkte Vorsprung, die wir haben, sind aktuell nicht repräsentativ.“