Berlin – Das Zittern im Kampf um den vierten Platz nach der Bundesliga-Hauptrunde, der zur Teilnahme an den Play-off-Spielen berechtigt, geht für Kolbermoors Tischtennis-Damen weiter. Nach der 3:6-Niederlage beim Spitzenreiter TTC Berlin bleibt ihnen Verfolger TTC Weinheim dicht auf den Fersen.
„Ich hätte die Doppel lieber anders getroffen“, erklärte Kolbermoors Trainer Dr. Michael Fuchs nach den teils deutlichen Niederlagen. Für das Duo Kaufmann/ Imaeda wären die Chancen gegen Surjan/Neumann besser gewesen als gegen Yuka Kaneyoshi und Mia Griesel. So stand man früh unter Druck, der sich nach der 0:3-Niederlage von Debütantin Manami Imaeda gegen Natalia Bajor erhöhte. Dabei hatte Kolbermoors Neuzugang Chancen, die Begegnung zu entscheiden: Sie vergab im ersten Satz bei 10:9 einen Satzball und in den Durchgängen zwei sowie drei mehrere Führungen.
Verlässlich war einmal mehr Annett Kaufmann. Die 19-Jährige ließ Mia Griesel beim 3:0-Sieg keine Chance. Besonders stark spielte sie im dritten Durchgang, als sie einen 3:7-Rückstand in eine 10:7-Führung drehte und 11:7 gewann. Auch im hinteren Paarkreuz trennte man sich unentschieden, wobei das Duell zwischen Alina Zavarykina und Josephina Neumann nichts für schwache Nerven war. In der Fünfsatzbegegnung wechselte die Führung mehrmals, wobei die Russin es versäumte, den Sack frühzeitig zuzumachen. Im zweiten Satz vergab sie eine 10:8-Führung und im dritten verlor sie nach 11:10-Führung mit 11:13. Im Entscheidungssatz ließ sie sich den Sieg aber nicht nehmen: Beim Seitenwechsel stand es 5:1, was sie auf 9:1 ausbaute und mit 11:2 beendete. Annett Kaufmann verkürzte durch den Viersatzsieg gegen Natalia Bajor auf 3:4, was Kolbermoor wieder auf einen Punktgewinn hoffen ließ. Die Bundeshauptstädterinnen ließen es aber nicht so weit kommen. Sowohl Imaeda als auch Zavarykina mussten ihren Gegnerinnen zum Sieg gratulieren und besiegelten die 3:6-Niederlage.
„Insgesamt haben wir nicht schlecht gespielt. Aber Berlin ist für uns immer ein schweres Pflaster, da kann man nicht einfach zwei Punkte einplanen. Wir hätten ein Doppel gewinnen und im vorderen Paarkreuz noch einen Punkt holen müssen, um erfolgreich zu sein. Manami Imaeda war in ihrem ersten Spiel oft vorne, aber noch sehr nervös. Alina Zavarykinas Sieg war von Taktik geprägt, der fünfte Satz verlief dann aber klar für sie. Annett Kaufmann war überzeugend und hat auch die kritischen Situationen stark gemeistert“, resümierte Dr. Michael Fuchs. eg