Löwen auf dem Weg ins bittere Finale

von Redaktion

Zweite Niederlage im zweiten Play-down-Spiel gegen Burgau – Waldkraiburg vor dem Abstieg?

Burgau – Der EHC Waldkraiburg hat das zweite Spiel des Play-down-Halbfinals in Burgau mit 4:6 verloren. Trotz früher Führung und der Rückkehr von Andris Džerinš gerieten die Löwen ins Hintertreffen und mussten sich vor über 800 Zuschauern geschlagen geben. Vor der Partie kehrte bei den Löwen Andris Džerinš nach langer Verletzungspause zurück, sodass der EHC Waldkraiburg fast wieder mit dem Kader vom Saisonbeginn antreten konnte. Burgau ging jedoch nach dem Sieg vom Freitag selbstbewusst ins Heimspiel und zeigte dies von Beginn an. Der Start verlief für die Löwen erneut vielversprechend: Nach 2:22 Minuten brachte Anthony Dillmann, der zuletzt eine Formdelle hatte, den EHC in Führung. Statt Sicherheit zu gewinnen, verfiel Waldkraiburg jedoch in bekannte Muster. Burgau übernahm die Initiative, eingeladen durch unnötige Scheibenverluste der Löwen, die zu guten Chancen führten. Folgerichtig glich David Ballner per Abpraller zum 1:1 aus.

Auch nach dem Ausgleich dominierten zunächst die Gastgeber. Die Löwen wirkten verunsichert, doch Torhüter Max Englbrecht hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. Kurz vor Drittelende gelang den Gästen dennoch ein wichtiger Treffer: Die Kombination des Duos Šrámek und Vogl, von Fans „Nikub“ genannt, funktionierte wieder. Kapitän Vogl legte für Šrámek auf, der zum 1:2-Pausenstand traf.

Das zweite Drittel war ausgeglichener. Beide Teams hatten Chancen, doch die Löwen konnten ihre Flüchtigkeitsfehler nicht abstellen und brachten Burgau so in aussichtsreiche Positionen. Ab der 27. Minute nutzten die Gastgeber dies konsequent: Paakkola drehte das Spiel innerhalb von zweieinhalb Minuten mit einem Doppelpack zum 2:2 und zur 3:2-Führung in Überzahl.

Kurz vor der zweiten Pause erhielten die Löwen eine Überzahl. Diese nutzte ausgerechnet Rückkehrer Andris Džerinš per Nachschuss zum 3:3 und krönte sein Comeback. Damit ging es unentschieden in die letzte Pause. Im Schlussdrittel spielten beide Teams weiter auf Augenhöhe, doch bei den Löwen wurden Nervosität und nachlassende Kräfte sichtbar. Nach knapp fünf Minuten folgten die turbulentesten zwei Minuten des Spiels: Zunächst brachte David Ballner Burgau per Abpraller erneut in Führung, doch Florian Maierhofer glich ebenfalls per Nachschuss umgehend aus. Rund eineinhalb Minuten später schlug Burgau erneut zu. Bartuli wurde nicht energisch genug attackiert und sein harmlos wirkender Schlenzer rutschte Max Englbrecht zum 5:4 durch die Schoner – der einzige Fehler des ansonsten starken Torhüters. Waldkraiburg drückte danach auf Ausgleich, doch trotz guter Chancen fiel kein Tor mehr.

In der Schlussphase nahm Trainer Jürgen Lederer wie schon am Freitag den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die Löwen erspielten sich weitere Chancen, blieben aber erfolglos. Burgau traf schließlich ins leere Tor zum 6:4-Endstand. Für die Löwen war es eine bittere Niederlage, trotz der Rückkehr von Džerinš und einer engagierten, aber fehleranfälligen Leistung.

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