Rosenheim – Alle 52 Hauptrundenpartien sind absolviert: Die Starbulls Rosenheim haben dabei im letzten Punktspiel der DEL2-Saison eine 3:4-Overtime-Niederlage zuhause gegen die Blue Devils Weiden einstecken müssen. Neuzugang Wyatt Schingoethe gab dabei sein Debüt, zeigte eine starke Leistung, musste die Partie jedoch vorzeitig beenden. Im Viertelfinale treffen die Grün-Weißen nun auf die Eisbären Regensburg.
Der Spielfilm: Die Rosenheimer erwischten einen Traumstart. Schon nach knapp einer Minute setzte sich Neuzugang Wyatt Schingoethe erstmals in Szene und traf zur frühen 1:0-Führung für die Hausherren. In der Folge flachte das Spiel jedoch etwas ab. Die Starbulls wollten vor den entscheidenden Partien in den Play-offs kein unnötiges Risiko eingehen.
Im zweiten Drittel gelang den Gästen dann der überraschende Ausgleich: Constantin Vogt vollendete nach einer sehenswerten Vorarbeit von Tyler Ward, der die Scheibe per No-Look-Pass in den Slot legte, zum 1:1. Die Starbulls antworteten allerdings prompt in Überzahl. Erneut war Schingoethe beteiligt, diesmal als Vorlagengeber für Goldhelm Scott Feser, der sein Team wieder in Führung brachte. Kurz vor der zweiten Pause glichen die Oberpfälzer jedoch erneut aus: Der ehemalige Rosenheimer Manuel Edfelder bereitete den Treffer von Luca Gläser zum 2:2 vor. Im Schlussdrittel gingen die Gastgeber wieder in Führung. C.J. Stretch erhielt den Puck von Shane Hanna präzise vor dem Tor auf die Kelle, und der Starbulls-Kapitän musste nur noch zum 3:2 einschieben. Doch die Gäste schlugen noch einmal zurück: Luca Gläser bezwang Rosenheims Goalie Kolarz auf der Fanghandseite und stellte auf 3:3. Die Weidener retteten das Spiel in die Overtime und sicherten sich damit bereits das Heimrecht in der ersten Play-down-Runde gegen den EC Bad Nauheim. In der Verlängerung setzte Gläser der starken Leistung seiner Mannschaft schließlich die Krone auf und sicherte den Gästen mit seinem Treffer auch noch den zweiten Punkt.
Die Schlüsselszene: Luca Gläsers erneuter Ausgleich zum 3:3. Damit glichen die Gäste das dritte Mal aus und sicherten sich einen Punkt.
Der Spieler des Spiels: Luca Gläser war der X-Faktor für die Blue Devils Weiden. Der Stürmer erzielte drei Treffer, darunter den 3:3-Ausgleich und den Siegtreffer zum 4:3 in der Verlängerung.
Zum Lachen: Starbulls-Neuzugang Wyatt Schingoethe legte einen Einstand nach Maß hin. Mit seinem frühen Treffer zum 1:0 und der Vorlage auf Scott Feser zur erneuten Führung der Starbulls lieferte der US-Amerikaner bereits einen Vorgeschmack auf das, was die Fans künftig von ihm erwarten dürfen. „Schingoethe hat diese Woche viermal mit uns trainiert, hat signalisiert, dass er spielen will, und auch gezeigt, dass er es kann. Ein super Typ – er hat sich gut integriert und macht seinen Job. Ich glaube, er kann uns helfen und noch ein paar Tore für uns schießen“, meinte Starbulls-Coach Jari Pasanen über seinen neuen Angreifer.
Zum Weinen: Obwohl die Partie sportlich nur wenig Relevanz hatte, kam es im Schlussabschnitt zu einer unschönen Szene. Alex-Olivier Voyer checkte Schingoethe ohne Chance auf die Scheibe in die Bande neben der Starbulls-Bank. Nach Sichtung des Videomaterials verhängten die Schiedsrichter eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer gegen den 26-jährigen Kanadier.
„Er hat Nackenschmerzen und Kopfschmerzen. Wir müssen sehen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt. Wenn es ein Playoff-Spiel gewesen wäre, hätte er vielleicht weitergespielt“, sagte Pasanen nach der Partie.
Die Starbulls-DNA: Ein bekanntes Gesicht gehört seit diesem Wochenende wieder zu einem DEL2-Team: Torwart Patrik Mühlberger wechselte vom SC Riessersee in die Oberpfalz. Der Goalie durchlief den Rosenheimer Nachwuchs und absolvierte insgesamt neun Partien für die Starbulls in der DEL2.
Das sagen die Trainer: Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Weiden war heute besser. Es war schwierig für die Jungs, sich zu konzentrieren. Wir müssen jetzt alles durcheinanderwirbeln. Unser Überzahlspiel war nicht besonders schön anzusehen. Es ging um nichts und so sah es auch aus. Wenn man die 52 Spiele betrachtet, muss man die Jungs wirklich loben. Wir haben hart gearbeitet. Das müssen wir jetzt alles hinter uns lassen. Das ist vergessen – jetzt beginnt eine neue Serie. Ich glaube, wir alle freuen uns, dass es in ein paar Tagen losgeht.“
Alan Letang, Blue Devils Weiden: „Das war ein Spiel, das wir gebraucht haben. Die Kleinigkeiten waren für uns besonders wichtig. Wir haben den Punkt, den wir so dringend gebraucht haben, verdient. Ich bin stolz auf die Jungs, dass wir das geschafft haben.“
Die Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – Blue Devils Weiden 3:4 n.V. (1:0, 1:2, 1:1; 0:1). Starbulls: Kolarz (Müller) – Hanna, Tiffels; Adam, Vollmayer; Bosecker, Keussen – Laub, Stretch, Järveläinen; Schingoethe, Feser, Pulkkinen; Stein, Kolb, Van der Linde;
Tore: 1:0 (2.) Schingoathe/Feser, Pulkkinen, 1:1 (22.) Vogt/Voyer, Ward, 2:1 (28.) Feser/Schingoathe, Pulkkinen – PP1, 2:2 (40.) Gläser/Edfelder, 3:2 (46.) Stretch/Hanna, Tiffels, 3:3 (47.) Gläser/Kolb, Muck, 3:4 (61.) Gläser/Voit.
Schiedsrichter: Gossmann/Wölzmüller; Strafminuten: Rosenheim x, Weiden x; Zuschauer: 3713.
Das nächste Spiel: Die Hauptrunde ist beendet und die Starbulls haben eine Woche frei. Am Dienstag, 17. März, um 19.30 Uhr empfangen die Eishockeyspieler von der Mangfall die Eisbären Regensburg zum ersten Spiel im Play-off-Viertelfinale.