Nach dem Derby – das ja zugleich ein Spitzenspiel war – geht es für die beiden Inn/Salzach-Teams der Fußball-Bayernliga Süd mit dem nächsten wichtigen Match im Kampf um eine Top-Platzierung weiter: Der auf Position fünf zurückgefallene SV Kirchanschöring trifft am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr) auswärts auf den Dritten FC Deisenhofen, ehe er dann am Wochenende spielfrei ist. Der SV Erlbach, der die „Anschöringer“ mit dem jüngsten 2:0-Erfolg überholt hat und nun einen Zähler vor ihnen auf Rang vier liegt, gastiert am Freitag um 19 Uhr beim Tabellenzweiten TSV Landsberg. Für Spannung ist also weiterhin gesorgt.
Die Kirchanschöringer starteten in der Holzbau-Grübl-Arena sehr stark in die Partie und stellten in den ersten Minuten das klar aktivere Team, zu einem Torerfolg reichte es jedoch für Jonas Kronbichler, Fikret Jahic und Co. nicht. „Man hat in der Anfangsphase gesehen, dass der SVK schon eine Partie gespielt hatte und bei uns zunächst die Zweikampfhärte gefehlt hat“, meinte Erlbachs Coach Lukas Lechner.
Die 26. Minute änderte jedoch alles. Die Mannen aus dem Holzland schlugen nämlich mit der ersten sauber herausgespielten Aktion eiskalt zu: Tobias Duxner setzte sich über die rechte Seite klasse durch und passte präzise ins Zentrum, Florian Wiedl ließ den Ball mit einer feinen Hackenablage zurück für Levin Ramstetter, dessen Schuss zunächst noch am Pfosten abprallte. Das Leder fiel Lenny Thiel vor die Füße und schon stand es 1:0.
Erlbach hatte sich bereits vor dem Treffer etwas freispielen können – das Erfolgserlebnis wirkte wie ein Brustlöser. Kapitän Alexander Fischer und Co. hatten jetzt die Spielkontrolle. „Und da hätten wir nachlegen können“, fand Lechner. Das taten die Kicker aus dem Landkreis Altötting jedoch erst nach einer Stunde, als Wolfgang Hahn das Spielgerät sehenswert zum 2:0 in die Maschen jagte. Ein Sonderlob hatte Lechner für Wiedl parat: „Flo hat ein Riesenspiel gemacht. Was der veranstaltet hat, war überragend.“
Kirchanschörings Trainer Thomas Leberfinger attestierte den Erlbachern einen verdienten Erfolg. „Sie waren brutal kompakt und sind hinten super gestanden.“ Auch Mittwochs-Gegner Deisenhofen sei „ein dickes Brett“, so der Chefanweiser der Gelb-Schwarzen: „Deisenhofen ist sehr spielstark. Wir müssen das Erlbach-Spiel schnell abhaken, gut trainieren und dann wieder ein anderes Gesicht zeigen.“ cs