Zwei EM-Kronen für DESV-Nachwuchs

von Redaktion

U16-Jugend verteidigt Titel – U19 verliert, U23 gewinnt beim Ringmaßen gegen Österreich

Inzell – Die 61. Nachwuchs-Europameisterschaften im Mannschaftsspiel auf Winterbahnen sind nach drei spektakulären Finalspielen mit zwei Gold- und einer Silbermedaille für den Deutschen Eisstock-Verband (DESV) zu Ende gegangen.

Nach den Vorrunden lag Deutschland in den beiden Jugendklassen vor Österreich beziehungsweise Italien, bei den Junioren hinter Rot-Weiß-Rot. Somit kam es bei der U16-Jugend im Page-Play-off-Finale gleich zum Duell mit dem Erzrivalen, das mit 8:4 gewonnen wurde. Nachdem Österreich das zweite Qualifikationsspiel gegen Italien hauchdünn mit 5:6 verlor, standen sich im Finale von Inzell, wie vor einem Jahr im steirischen Kapfenberg, wieder Deutschland und Italien gegenüber. Nervenstark und ziemlich abgebrüht für ihr Alter verteidigten Lena Lindl (EC Klautzenbach), Maximilian Neumaier (DJK-SG Ramsau), Martin Kreuzeder (ESC Rattenbach), Jonas Fehlner (SC Zell), Jonas Krepold und Maximilian Filgertshofer (beide TSV Kühbach) den Europameistertitel mit einem relativ souveränen 7:4-Sieg.

Spannender und hochklassiger als das Finale der Jugend U19 geht es im Eisstocksport kaum. Nachdem sich Vorrundensieger Deutschland mit einem 7:0-Sieg gegen Italien sofort den Weg ins Endspiel bahnte, Österreich, Frankreich und Italien mit 16:0 und 7:0 abfertigte, kam es zum Traumfinale der beiden Erzrivalen, die ihre Fans in diesem Mannschaftsspiel fast zur Ekstase trieben. Da das Endspiel nach atemberaubendem Verlauf mit einem 4:4-Remis endete, musste EM-Gold durch den finalen Entscheid per Ringmaßen vergeben werden. Hierbei hatte Österreich mit 24:20 das glücklichere Ende für sich und entriss damit Fabian Neumaier (DJK-SG Ramsau), Hansi Obermayer (EC Lampoding), Lukas Steidle (SV Linde Tacherting), Johannes Leibinger und Marco Straubinger (beide ESC Rattenbach) den EM-Titel.

Nach der Bronzemedaille von Bruneck 2024 wollten die U23-Junioren in Inzell unbedingt das Finale erreichen. Bedingt durch die Vorrundenplatzierungen – Österreich 20:0, Deutschland 16:4 – kam es im ersten Qualifikationsspiel schon wieder zum Duell der Dauerkontrahenten. Und zum dritten Mal behielt die Moarschaft des Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler (BÖE) die Oberhand, gewann diesmal mit 7:3. Da Deutschland aber seine zweite Chance mit einem klaren 12:1-Sieg gegen Italien nutzte, trafen die Erzrivalen im Finale zum vierten Mal aufeinander. Und wieder sah es so aus, als ob Österreich als Sieger vom Eis gehen würde. Doch kämpfte sich das schwarzrot-goldene U23-Quartett nach anfänglichem Rückstand zurück in die Partie und schaffte noch ein 5:5-Unentschieden. Somit wurde wieder das Ringmaßen zum Zünglein an der Waage. Dieses Mal hatte aber Deutschland das bessere Ende mit 22:16 für sich, und Paul Lämmlein (EC Lampoding), Marc Ziegler (TG Königsmoos), Lukas Vorderwestner (ESV Wang), Fabian Schrittenlocher (TSV Kühbach) und Johannes Paulus (SC Zell) krönten sich zum Europameister in der Königsdisziplin des Eisstocksports.

Unvergesslich bleibt den teilnehmenden Nationen aus Frankreich, Italien, Litauen, Österreich, Schweiz, Slowenien, Tschechien und Deutschland die Max-Aicher-Arena. Wegen der Kriegswirren im Nahen Osten bekam Indien kurzfristig keine Starterlaubnis für den Flug nach Deutschland.

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