Lillehammer – Zu Gold hat es zwar nicht gereicht, doch die beiden Kombinierer Felix Brieden und Jonathan Gräbert vom WSV Oberaudorf haben bei den FIS-Juniorenweltmeisterschaften in der Nordischen Kombination in Lillehammer/Norwegen zweimal Silber geholt. Gesprungen wurde auf dem HS 98 Meter Lysgardsbakken, die Laufwettbewerbe fanden auf der sehr selektiven Laufstrecke im Birkebeineren Stadion statt.
Im Team-Wettbewerb dominierten Gräbert und Brieden zunächst jeweils mit Bestweiten das Skispringen. Mit 19 Sekunden Vorsprung gingen die beiden, vor dem zweitplatzierten Team aus Norwegen, an den Start des 2-mal-7,5-Kilometer-Langlaufsprints. Die Norweger konnten erfolgreich auf Distanz gehalten werden, jedoch arbeitete sich das laufstarke Team aus Österreich vom vierten Platz aus Runde um Runde nach vorne. In der letzten Runde zogen die Österreicher das Lauftempo noch mal an. Das heimische Duo musste letztlich die späteren Juniorenweltmeister Gfrerer und Thür passieren lassen und konnte sich am Ende über Silber freuen. Die Bronzemedaille sicherte sich Norwegen.
Beim Gundersen-Einzelwettkampf konnten die guten Sprungleistungen vom Teamwettbewerb nicht mehr abgerufen werden. Gräbert landete nach dem Springen auf dem zehnten Platz, Brieden auf dem 13. Platz unter den 50 Startern. Nach guten Laufleistungen über die Zehn-Kilometer-Distanz konnte sich Brieden am Ende auf den siebten Platz und Gräbert auf den achten Platz verbessern und somit die besten deutschen Platzierungen einfahren. Juniorenweltmeister wurde hier der Tscheche Dolezal.
Im Mixed-Team-Wettbewerb am Abschlusstag gingen mit Sofia Eggensberger (SC Oberstdorf) und Maja Loh (VSC Klingenthal) jeweils zwei Frauen und mit Jonathan Gräbert und Felix Brieden zwei Männer für Team Deutschland an den Start. Nach guten Sprüngen ging man wiederum vom ersten Platz aus, mit 16 Sekunden Vorsprung vor Team Slowenien und 33 Sekunden vor Team Frankreich, in den anschließenden Langlauf über 2 mal 2,5 Kilometer für die Frauen und 2 mal 5 Kilometer für die Männer. Auf der Laufstrecke fielen die Teams aus Slowenien und Frankreich im Verlauf zurück und man hatte es am Ende abermals mit Norwegen und Österreich beim Kampf um die Podestplätze zu tun. Letztlich siegte Team Österreich knapp vor Team Deutschland und dem Team aus Norwegen.re