Alle Vorteile liegen auf Kolbermoorer Seite

von Redaktion

Bundesliga-Tischtennisdamen wollen morgen, Sonntag, auswärts einen Play-off-Platz klarmachen

Kolbermoor – Wenn Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen morgen, Sonntag, beim TTC Weinheim zu Gast sind, dann haben sie es mehr oder weniger in der eigenen Hand, im Kampf um den letzten Play-off-Platz alles klarzumachen.

Die Ausgangslage sieht so aus, dass Weinheims Quartett nach den beiden Niederlagen vom vergangenen Wochenende als Tabellenfünfter derzeit bei 5:13 Punkten hält und noch drei Spiele gegen die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim (derzeit Sechster) sowie gegen den Tabellenletzten ESV Weil/ Rhein und eben auch gegen den SV DJK Kolbermoor (9:11 Punkte) absolvieren muss. Kolbermoors Damen spielen neben der Begegnung am morgigen Sonntag auch noch am 12. April vor eigenem Publikum gegen den Dritten TSV Langstadt. Geht man einmal davon aus, dass Weinheim seine beiden letzten Spiele gewinnt, dann würden die Baden-Württembergerinnen ebenfalls bei neun Punkten halten. Für sie ist aber ein Sieg fast Pflicht, um in der Play-off-Frage noch mitreden zu können, während auf Kolbermoorer Seite ein Unentschieden reichen würde. Aber auf ein Unentschieden zu spielen, das ist äußerst gefährlich. Das weiß auch Trainer Dr. Michael Fuchs. Deshalb spielt Annett Kaufmann in seinen Überlegungen diesmal eine ganz besondere Rolle.

„Sie müsste mindestens ein Doppel und ein Einzel gewinnen“, ist er der Ansicht. Das bedeutet aber nicht, dass der Rest der Mannschaft locker aufspielen kann. Vielmehr nimmt er auch diese in die Pflicht. Insbesondere die Japanerin Manami Imaeda, die auf Position zwei spielt, konnte bei ihrem letzten Einsatz noch nicht ganz zeigen, was sie zu leisten vermag.

Auch im hinteren Paarkreuz sollte man auf der Hut sein, wobei aber auf heimischer Seite schon feststeht, dass Lisa Wang aufgrund eines Einsatzes beim WTT-Turnier in Berlin fehlen wird. Von der Papierform hat Kolbermoor aber genügend Potenzial, auch hier erfolgreich zu sein. Weinheim wird natürlich alles daran setzen, in Sachen Play-off den letzten Strohhalm zu ergreifen. Einerseits sollte ihnen das Publikum zur Seite stehen, andererseits dürften sie sehr gut aufgestellt sein. Zwar müssen die Gastgeberinnen auf Mateja Jeger, die sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat, verzichten. Aber mit der Ukrainerin Veronika Matiunina konnte man einen hervorragenden Ersatz vom TTC Langweid verpflichten. Zudem steht ihnen auch noch die 16-jährige deutsche Jugend-Nationalspielerin Elisa Nguyen zur Verfügung, die am vergangenen Wochenende gegen den TTC Berlin stark aufspielte und dabei auch Mia Griesel in die Schranken weisen konnte. Sehr erhaben ist auch das erste Paarkreuz, denn mit der Taiwanesin Chien Tung-Chuan und der deutschen Nationalspielerin Yuan Wan braucht man sich auf Weinheimer Seite ebenfalls nicht zu verstecken. Für Trainer Dr. Michael Fuchs und sein Team wird dies eine sicherlich mehr als spannende Begegnung, die ein hoffentlich positives Ende mit sich bringt. Aber vielleicht tut er auch gut daran, sich an die vergangenen Begegnungen zu erinnern. Seitdem sich nämlich die beiden Mannschaften in der Bundesliga duellieren, haben Kolbermoors Damen in Weinheim noch kein Spiel verloren.

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