Mühldorf – Zwei Partien haben die Volleyballer vom TSV Mühldorf in der laufenden Saison der 2. Bundesliga noch vor der Brust. Am heutigen Samstagabend um 19 Uhr empfangen die Innstädter die zweite Mannschaft des SSC Karlsruhe. Für das Team aus Baden-Württemberg geht es lediglich um den Platz in der Abschlusstabelle: Die Karlsruher werden die Saison als Achter oder Neunter beenden. Für das Team aus Mühldorf steht rein gar nichts mehr auf dem Spiel. Seit der 0:3-Pleite in Eltmann ist der Abstieg in die 3. Liga sicher – zumindest sportlich.
Unter der Woche sprach Mühldorfs Abteilungsleiter Stefan Bartsch von einer „begründeten Hoffnung“, in der 2. Bundesliga zu bleiben. Dafür müsste eine Mannschaft für die kommende Saison zurückziehen, was in den vergangenen Jahren keine Seltenheit gewesen war. Sehr hoch ist die Wahrscheinlichkeit auf den Nichtabstieg allerdings nicht. Sportdirektor Stephan Schinko ordnet die Situation folgendermaßen ein: „Die Hoffnung ist da, aber ich denke, dass ein sportlicher Abstieg schon wahrscheinlich ist.“ Bis zur finalen Entscheidung, die spätestens Ende Mai fallen muss, planen die TSV-Verantwortlichen für beide Szenarien.
Trotz der tabellarischen Irrelevanz ist die Partie für den TSV Mühldorf von großer Bedeutung. Die Mannen von Mateusz Zarczynski haben in den finalen beiden Heimauftritten die Chance, den Fans gute Leistungen zu bieten und sich mit einem positiven Gefühl aus der Saison zu verabschieden. „Wir wollen alles geben, die Spiele gewinnen und bei den Zuschauern ein gutes Bild erzeugen“, betonte Zarczynski unter der Woche. Der Kader wird sich nicht verändern. „Wir wollen mit voller Kapelle antreten und uns gut verabschieden“, unterstreicht Bartsch.
Beim Hinspiel in Karlsruhe unterlag der TSV mit 1:3. Nach dem 25:22-Erfolg im ersten Durchgang mussten sich die Innstädter in den restlichen drei Sätzen jeweils knapp (21:25/23:25/ 22:25) geschlagen geben. Zum Auftakt der kleinen Mühldorfer Abschiedstournee gilt es, diese knappen Sätze für sich zu entscheiden und somit Revanche für das Hinspiel zu nehmen. Nach dem Duell mit dem Team aus Baden-Württemberg empfängt der TSV eine Woche später den sicheren Drittplatzierten aus Dresden. „Wir wollen bestenfalls beide Spiele gewinnen. Wobei das gegen Dresden sehr schwierig wird, die sind schon richtig gut“, so Bartsch. Den ersten Schritt können die Mühldorfer beim heutigen Heimspiel in der Nutz-Arena gegen Karlsruhe II machen.les