Grundner erlöst geduldige Sechzger

von Redaktion

1860 Rosenheim gewinnt 2:0 gegen SVN München – Zwei Treffer nach Standardsituationen

Rosenheim – 9:0 war das Hinspiel zwischen dem TSV 1860 Rosenheim und dem SVN München ausgegangen. Dass das Rückspiel gegen den Tabellenletzten der Fußball-Landesliga nicht so deutlich ausgehen würde, davon war auszugehen. Dass die Sechziger beim 2:0-Sieg aber so lange auf einen Treffer warten mussten, damit hatten am Rosenheimer Kunstrasenplatz wohl nur die wenigsten gerechnet.

„Wir wussten, dass wir Geduld haben müssen. Nicht umsonst haben die zuletzt drei Unentschieden in Folge geholt“, gab Schellenberg nach dem Spiel zu verstehen. Dabei hätten es die Sechziger gar nicht so spannend machen müssen. Es war nämlich über weite Teile eine Partie auf ein Tor. Die Hausherren drückten und hatten bereits nach wenigen Minuten eine Chance durch Liam Markulin, der aber an Torwart Stanislav Stankic scheiterte. Rosenheim war spielbestimmend, es fehlten allerdings die letzten paar Prozente im Spiel nach vorne. Dennoch lag der Ball nach 25 Minuten erstmals im Gäste-Tor, nachdem Michael Summerer abgezogen hatte. Allerdings entschied das Schiedsrichter-Gespann auf Aabseits.

Der größte Gegner der Gastgeber war das Gestänge. Kurz vor der Pause hätte Kapitän Lucas Gratt die Führung erzielen müssen, sein Schuss knallte aber an die Latte. Nach der Halbzeit war es dann Liam Markulin, der nach einer Flanke aus spitzem Winkel am Pfosten scheiterte.

Aus dem Spiel heraus klappte es bei 1860 nicht – also mussten zwei Standardsituationen herhalten. Innerhalb von nur sechs Minuten stellten die Hausherren auf 2:0 und sorgten damit eigentlich schon für die Entscheidung. Mann des Tages war Florian Grundner. Der Verteidiger stand zweimal goldrichtig am langen Pfosten und köpfte zweimal aus kurzer Distanz ein – einmal bei einer Ecke, einmal bei einem Freistoß. Dass er richtig stand, war aber kein Zufall. „Beide Situationen waren einstudiert. Das sind Positionen, die wir schon seit mehreren Wochen trainieren. Es hat lang gedauert, bis diese Variante wirklich mal funktioniert hat“, verriet Grundner nach dem Spiel. Dass der Ball dann auch zu ihm kam, hatte er so gefordert: „Wir haben mehrere Anspielstationen, aber ich habe im Vorfeld in der Kabine gesagt, wo ich den Ball hin mag.“

Bei Grunder war die Erleichterung nach dem Spiel groß. „München hat das lange gut gemacht, sie haben in der ersten Halbzeit wirklich gut verteidigt, sodass wir eigentlich nicht durchgekommen sind.“ Darauf war die Rosenheimer Mannschaft aber vorbereitet. „Es war schwierig, aber unser Trainer hat schon in der Halbzeit zu uns gesagt, dass wir einfach geduldig bleiben müssen. Mittlerweile haben wir einfach die Qualität, dass wir wissen, dass wir zu unseren Chancen kommen und treffen“, weiß Grunder.

SVN München hatte auf den Doppelschlag keine Antwort mehr. Für Rosenheim war es der zweite Sieg in Folge, der nach Schellenberg auch „hochverdient“ war. „Es war ein Spiel im letzten Drittel. Wir hatten zwei oder drei Pfostenschüsse und noch weitere Chancen. Wichtig ist, dass wir die Punkte mitgenommen haben.“

TSV 1860 Rosenheim: Hamburger, Fischer, Gratt, Muhameti (77. Lehmann), Tutic, Papapicco (46. Noah Markulin), Khong-In (64. Syed), Liam Markulin (86. Xhelili), Grundner, Summerer, Ünal (67. Hetemi).

Schiedsrichter: Julian Henning (FC Egglham).

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Grundner (72.), 2:0 Grundner (78.).

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