Tijana Jokic rettet das Unentschieden

von Redaktion

Kolbermoors Bundesliga-Damen mit 5:5 in Weinheim – Trainer Fuchs: „Das fühlt sich wie ein Sieg an“

Weinheim – Als nach knapp vier Stunden Spielzeit Tijana Jokic im Entscheidungssatz den Punkt zum 12:10 gegen Enisa Sadikova erzielt hatte, ist bei Kolbermoors Tischtennis-Damen großer Jubel angesagt gewesen. Schließlich kamen sie beim TTC Weinheim doch noch zu einem 5:5-Unentschieden, was bedeutet, dass das Rennen um den letzten Play-off-Platz in der Bundesliga weiterhin offen bleibt.

Bei Kolbermoors Damen war von Anfang an großes Zittern angesagt, denn die beiden Eingangsdoppel wurden – wie bereits in der Vorrunde – verloren. Das Duo Kaufmann/Jokic unterlag sogar klar und auch die Paarung Zavarykina/Imaeda musste sich dem Duo Matiunina/Sadikovic in vier Durchgängen beugen, obwohl es zunächst noch zum 1:1-Satzausgleich kam.

Im ersten Einzeldurchgang präsentierte sich das vordere Paarkreuz der Gäste außerordentlich stark, wobei es Kolbermoors Neuzugang Manami Imaeda gegen Tung-Chuan Chien außerordentlich spannend machte. Nach einem 1:2-Satzrückstand lag sie zunächst mit 0:3 im Hintertreffen, nahm dann aber eine Auszeit. Und diese hat sich gelohnt, denn der Japanerin gelangen sieben Punkte am Stück und letztlich ein 11:6-Erfolg. Im Entscheidungssatz führte sie beim Seitenwechsel mit 5:3, geriet am Ende des Satzes aber mit 9:10 in Rückstand. Nach Abwehr zweier Matchbälle gewann sie bei eigenem Aufschlag in der Verlängerung doch noch mit 13:11.

Im hinteren Paarkreuz sah es zuweilen recht düster aus. Nach der Dreisatzniederlage von Tijana Jokic gegen Veronika Matiunina erwischte es auch Alina Zavayrykina. Gegen Enisa Sadikovic, die als Ersatzspielerin für die verletzte Mateja Jeger zum Einsatz kam, schaffte sie zunächst den 2:2-Satzausgleich. Im Entscheidungssatz lag sie mit 3:0 in Front, ehe die Luxemburgerin eine Auszeit nahm. Zwar hatte dann Zavarykina beim Seitenwechsel noch mit 5:4 die Nase vorne, im weiteren Verlauf geriet sie aber mit 7:10 in Rückstand. Mit einem Kraftakt wehrte sie drei Matchbälle ihrer 18-jährigen Konkurrentin ab, letztendlich musste sie sich aber mit 12:14 in der Verlängerung geschlagen geben.

Nach dem 2:4 war im zweiten Einzeldurchgang natürlich das erste Paarkreuz gefragt, das dann auch tatsächlich zu zwei Punkten kam. Aber Weinheims Mannschaft ließ vor knapp 300 Zuschauern nicht locker und wurde für ihre Mühen zunächst belohnt. Zu spüren bekam dies Alina Zavarykina, die gegen Veronika Matiunina die ersten beiden Sätze insgesamt recht deutlich verlor und erst im dritten Durchgang mit ihrer Gegnerin besser zurechtkam. Sie hatte in der Endphase beim Stand von 10:6 sogar vier Satzbälle zur Verfügung, die sie aber allesamt vergab. Am Ende hieß es 12:14 aus Sicht der Kolbermoorerin und 5:4 für Weinheim.

Dann kam aber doch noch der glückliche Auftritt von Tijana Jokic. Die Serbin schien nach der 2:0-Satzführung gegen Enisa Sadikovic bereits als sichere Siegerin auszusehen, musste aber den Satzausgleich hinnehmen. Nach der 5:3-Führung beim Seitenwechsel lag sie in der Endphase des entscheidenden Satzes mit 10:9 vorne, vergab aber zunächst den Matchball, ehe sie letztlich doch noch mit 12:10 die Nase vorne hatte.

Kolbermoors Trainer Dr. Michael Fuchs fiel nach Spielende nicht nur ein Stein vom Herzen. „Das 5:5-Unentschieden fühlt sich heute wie ein Sieg an, nachdem wir nach den Doppeln wieder mit 0:2 zurücklagen. Dass wir aber im vorderen Paarkreuz vier Punkte machen, das hätte ich nicht erwartet. Und letztlich hat uns Tijana Jokic das Unentschieden gerettet“, meinte er.

Für den SV DJK Kolbermoor punkteten: Doppel: Fehlanzeige; Einzel: Kaufmann, Imaeda (je 2), Jokic (1).

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