Oberhaching – Der Kreis Inn/Salzach bleibt im Fußball-Bezirk Oberbayern personell stark vertreten. Bezirks-Spielleiter Hans Mayer (Waging) wurde auf dem Bezirkstag des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in der Sportschule Oberhaching von den Delegierten einstimmig wiedergewählt, Bernhard Hellmich (Gars) wurde als Bezirks-Jugendleiter ebenfalls ohne Gegenstimmen für vier Jahre bestätigt. Für beide war es die erste Wahl.
Der 64-jährige Mayer, vorher Kreisspielleiter im Kreis Inn/Salzach, war erst 2023 auf den Posten des Bezirksspielleiters für Wolf-Peter Schulte nachgerückt, der langjährige Kreis-Jugendleiter Hellmich (62) ersetzte gleichzeitig auf Bezirksebene Joachim Fuchs. Bezirksvorsitzender bleibt – ebenfalls einstimmig – der Münchner Robert Schraudner, der auch Vizepräsident des BFV ist.
Beim Verbandstag im Mai steht der nächste heimische Funktionär vor einem Aufstieg: Andreas Mayländer (59, Teisendorf), der bereits seit 2014 dem Verbandsspielausschuss angehört, soll dann Josef Janker (Cham) als Verbandsspielleiter ablösen, der aus Altersgründen aufhört. Mayländer wäre damit nicht nur für die Regionalliga zuständig, sondern für die Koordination des gesamten Herren-Spielbetriebs in Bayern.
Eine Gelb-Rote Karte könnte in der Bezirksoberliga (Frauen) und der Bezirksliga (Herren) künftig eine automatische Sperre nach sich ziehen. Die Delegierten aus Oberbayern sprachen sich mit 61,2 Prozent dafür aus, 57,7 Prozent stimmten zudem für ein Spiel Sperre nach der fünften Gelben Karte. Bayernweite Ergebnisse liegen noch nicht vor – entscheiden muss darüber gegebenenfalls der Verbandstag. Bisher gibt es solche Sperren nur bei den Profis und in der Regionalliga. Für die Spielklassen auf Kreisebene hatten die Vereinsvertreter eine automatische Sperre nach Gelb-Rot abgelehnt. Auf den Kreistagen sprachen sich bayernweit mehr als 80 Prozent der Vereinsvertreter dagegen aus, in Oberbayern waren es 56 Prozent.
Offen bleibt in Bayern die Zukunft der Zehn-Minuten-Zeitstrafe. Zwar votierte in den vier oberbayerischen Kreisen eine knappe Mehrheit von 51 Prozent dafür, sie auch unter veränderten Umständen beizubehalten, bayernweit waren aber 57 Prozent dagegen. Die FIFA und der DFB wollen die „Denkpause“ nur noch für bestimmte Vergehen erlauben: für „Schwalben“ etwa, aber nicht für gröbere Fouls. Und: Sie kann nur noch statt einer Gelben Karte verhängt werden, aber nicht als zweite Strafe anstelle von Gelb-Rot. Die Entscheidung fällt auf dem Verbandstag in Bad Gögging.
Keine Mehrheit fand auf dem Bezirkstag auch der Antrag des SV Waldperlach. Er hatte gefordert, dass Vereine, die Anzeigen beim Sportgericht erstatten, über dessen Urteil informiert werden, um notfalls Einspruch dagegen einlegen zu können. Das sei „aus Datenschutzgründen problematisch“, warnte Schraudner. Zudem erhielten auch bei Strafverfahren außerhalb des Sports die Anzeigeerstatter nicht automatisch das Urteil zugesandt. Letztlich stimmten 31 Delegierte für den Antrag, 120 dagegen, bei 17 Enthaltungen.ah