Notschrei – Eine der größten Herausforderungen der Saison hatten die Skilangläufer des Stützpunkts Ruhpolding beim Deutschlandpokal am Notschrei zu bewältigen. Zum einen „ist das eine der weitesten Anfahrten im Jahr“, wie Leitender Stützpunkttrainer Marcel Puchinger betont. Zum anderen erwies sich das Wetter als echte Herausforderung für die Aktiven.
Am ersten Wettkampftag wurden die Sportler beim Nordic Cross gleich mehrmals triefnass. Denn erst wurde ein Prolog absolviert, später wurde in Heats um die Endplatzierungen gekämpft. Wer im Prolog Rang eins bis sechs erkämpft hatte, stand im A-Finale, wer Rang sieben bis zwölf geholt hatte, im B-Finale und so weiter. Am Nachmittag folgte die Streckenbesichtigung für den nächsten Tag. „Da haben die Sportler einiges dazugelernt, schließlich haben die wenigsten gleich zwei bis drei Langlaufanzüge dabei.“
Tags darauf stand ein Distanzrennen in klassischer Technik auf dem Programm. Immerhin war es bei den Läufen trocken, es war aber sehr neblig. Durchaus bitter für den Trainer: „Die Gegend im Schwarzwald ist ja meine zweite Heimat. Die hätte ich meinen Sportlern schon gerne mit besserem Wetter präsentiert“, lacht er. Grund zur Freude gab es bei den Ergebnissen – wobei Vinzenz Aschauer (SC Vachendorf) etwas Pech hatte. Im Prolog der U16 verfehlte er als Achter knapp das A-Finale. Aber das B-Finale entschied er zu seinen Gunsten und wurde somit Gesamtsiebter. „Da hat er wieder solide abgeliefert“, lobt der Trainer. „Auch Josia Lindauer (SC Ruhpolding/15.) hat sich gut gehalten“, freut er sich. Quirin Galland (SLV Bernau) hatte keinen guten Tag erwischt – doch er entschied den Lauf um die Ränge 19 bis 24 für sich.
Noch besser lief es jedoch bei den Mädchen dieser Altersklasse. Emilia Flatscher (SV Oberteisendorf) wurde Sechste des Prologs, im entscheidenden Durchgang wurde sie sogar Dritte. „Das war sensationell“, jubelt Puchinger. „Nach einem schweren Jahr in der U15 mit häufigen Erkrankungen haben sich jetzt alle mit ihr gefreut und ihr gratuliert.“ Sogar als „Speed-Queen“ wurde sie von ihrer Vereinskollegin Selina Ortner (7.) geadelt. Platz 16 gab es für Johanna Geierstanger (SC Ruhpolding), Rang 21 für Celina Scheck (SC Eisenärzt) und Platz 23 für Emma Rothe (SV Oberteisendorf).
In der U18 dominierte wie gewohnt Finn Hoffmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal). Vierter wurde Luis Apel (TSV Marquartstein), auch Rang 15 von Veit Reithmeier (SC Bergen) war erfreulich. Die restlichen Sportler des Teams konnten sich nicht wie erhofft positionieren.
In der U18 weiblich erkämpfte Sofie Feldmeier (WSV Aschau/CJD) den neunten Platz. Noemi Lindauer (SC Ruhpolding/24.) „war eine Woche davor krank und noch nicht in Form.“ In der U20w/Damen holte sich Stützpunktläuferin Christina Döringer (NT Klingenbrunn) den Sieg vor Hannah Huber (TSV Stein/ St. Georgen/CJD), die damit beste U-20-Athletin war. Magdalena Richter (SC Hochvogel München/6.) handelte sich durch zwei Fehler zehn Strafsekunden ein.
Bei den Männern überraschte Distanzspezialist Lucas Bögl (SC Gaißach) als Zweiter. Tobias Buschek (SC Furth im Wald/4.) „war Schnellster im Prolog, aber leider hatte er im Finale einen Sturz.“ Fünfter wurde Lulas Hallweger (SC Ruhpolding).
Als Siebter über 7,5 Kilometer präsentierte sich Vinzenz Aschauer abermals gut. Hinzu kamen: 19. Quirin Galland, SLV Bernau; 21. Josia Lindauer, SC Ruhpolding. In der U18 (10 km) „hatten wir unseren zweiten Höhepunkt, weil gleich drei Läufer richtig gut waren.“ Während Finn Hoffman die Konkurrenz um mindestens eine Minute distanzierte, wurde Maximilian Moosleiter (WSV Aschau) Fünfter, Luis Apel (TSV Marquartstein) Achter und Veit Reithmeier (SC Bergen) Elfter – wobei Reithmeier nicht einmal 40 Sekunden auf Rang zwei fehlten. „Max hat in letzter Sekunde noch einen großen Ausfallschritt durchgezogen, deshalb war er knapp vor Rang sieben“, lobt Puchinger. Alex Naujokat (WSV Aschau/32.) konnte sich wieder nicht belohnen. „Das ist schade, denn er trainiert wirklich fleißig.“ Bei Herren/U20 holte sich Luca Bögl den Sieg. Guter Fünfter wurde Tobias Buschek (SC Furth im Wald), Rang 15 gab es für Lukas Hallweger (SC Ruhpolding).
In der weiblichen U16 (7,5 km) wurde Laura Klinger (SVO) starke Fünfte, „dabei hat sie wohl schon etwas ausgebrütet, denn sie hatte anschließend Bauchweh.“ Ganz verzichten musste Selina Ortner wegen Magen-Darm-Problemen. Rang 20 gab es für Celina Scheck (SC Eisenärzt), Platz 24 für Emilia Flatscher (SVO). Erfreulich war Rang 26 für Anna Kocheise (WSV Aschau), „sie arbeitet sich langsam nach vorne“, lobt Puchinger. In der U18 (7,5 km) war Rang 13 von Sofie Feldmeier (WSV Aschau/CJD) „für sie auf der Distanz stark“. Bei U20/Damen (10 km) holte sich Magdalena Richter den Sieg, „das war stark“. Auch Christina Döringer (3.) hielt gut mit, knapp sieben Sekunden fehlten auf Rang zwei. Hannah Huber (TSV Stein/St. Georgen) hatte zwar großen Abstand nach vorn, überzeugte als Zweite der U20 aber dennoch. So hatte sich letztlich die lange Anfahrt für das heimische Team auch gelohnt. who